Rassismus und die Kolonialisierung des Anderen

Während sich Rassismus für die meisten in Deutschland lebenden People of Color, Migrant_innen, Afrodeutschen und Schwarzen als alltäglich erlebte Realität darstellt, wird Rassismus durch Mitglieder der weiß-deutschen Mehrheitsgesellschaft bagatellisiert oder geleugnet (vgl. Terkessidis 2004, Mecheril 2007, Jäger/Jäger 2007, Kilomba 2008, Sow 2009). Hier zeigt sich die Definitionsmacht einer weißen Dominanzkultur, die Rassismus und dessen Wirkmächtigkeit… Rassismus und die Kolonialisierung des Anderen weiterlesen

Abschaffen und abschaffen lassen.

Wie viele von euch wissen, schlich Sarrazin neulich für ZDF Aspekte durch Kreuzberg und wunderte sich, dass er als Rassist beschimpft und aus Lokalen herauskomplimentiert wurde. Die alevitische Gemeinde verweigerte ihm das Gespräch. Journalistin Güner Balci, die mit ihm durch Kreuzberg zog (aus welchen Gründen auch immer) ließ sich darnieder, Sprecher_innenpositionen und Kontexte auszublenden. Klar,… Abschaffen und abschaffen lassen. weiterlesen

weiß.

Der Begriff ‚weiß‘ (auch: Weißsein, whiteness) besitzt in den kritischen Wissenschaften, ähnlich dem Begriff ‚gender‘ mehrere Gegenstandsebenen: Zum einen markiert er die Zugehörigkeit zu einem privilegierten Kollektiv, welches sich auf rassistischen Herrschaftsverhältnissen gründet, zum anderen zeigt er ein gesellschaftliches Verhältnis und wird zur kritischen Analyse von Normen, Diskursen und Strukturen genutzt, die rassistische Herrschaftsverhältnisse begünstigen… weiß. weiterlesen

Dominante Diskurse

„Dominante Diskurse bringen jene zum Schweigen, die auf der anderen Seite der Wahrheit, Rationalität, Normalität, Normativität, Universalität und Wissenschaftlichkeit stehen. Eine kritische Praxis muss dagegen in der Lage sein, das Nichtgedachte der dominanten Diskurse zu denken, und denen zuzuhören, die zur Zielscheibe der epistemischen Gewalt werden. Sie achtet insbesondere auf das Schweigen, welches von jenen hergestellt… Dominante Diskurse weiterlesen

Manosphere, Udo Vetter und die Aufklärung.

Mein letzter Artikel war Anlass für Blogosphären-Liebling Udo Vetter einen eigenen Artikel zu veröffentlichen. Laut diesem Artikel bin ich nur deshalb nicht durchgeknallt, weil ich eine journalistische Ausbildung habe, möchte im Mittelalter leben, den Willkürstaat einführen und die Menschenrechte abschaffen. Nun, spannend, was alles so in Artikel hineingelesen werden kann. Ich gebe zu, meine Kritik… Manosphere, Udo Vetter und die Aufklärung. weiterlesen

Temporär hassen und langfristig dagegen sein.

Als ich heute morgen von Facebook geweckt wurde, scrollte ich wie üblich durch meine Timeline und erblickte diesen Artikel hier: Ein alter Mann beschwert sich über Gleichberechtigung und lässt kein sexistisches, heteronormatives und chauvinistisches Fettnäpfchen aus. Gewürzt mit etwas Antifeminismus und fertig haben wir das, was wir seit mehreren Jahren jeden Tag in der Zeitung… Temporär hassen und langfristig dagegen sein. weiterlesen

Repliken auf antirassistisches Wissen. Eine Replik.

Deniz Utlu, Mitautor des Buches „Wie Rassismus aus Wörtern spricht – (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache„, hat seinen darin enthaltenen Beitrag über „Migrationshintergrund“ gekürzt im Freitag veröffentlicht. Er weist darauf hin, wie sehr dieses Wort in Semantik und Verwendung Rassismus reproduziert und Rassifizierung befördert. Zur Genealogie des Begriffes empfehle ich unkommentiert noch einmal… Repliken auf antirassistisches Wissen. Eine Replik. weiterlesen

Warum Migrant_innen rassistisch sein dürfen. Aber nicht zu viel.

Heute morgen las ich diesen Artikel von Katrin Schuster, die sich berechtigterweise über die rassistischen wie klassistischen/sozial- und wohlstandschauvinistischen Biases im Artikel von Mariam Lau in der Zeit echauffiert. Da es ja zur Zeit wieder in Mode ist, über Frauen und ihr Tun zu urteilen (statt sich mit Systemfragen zu beschäftigen) und das Wort Macht… Warum Migrant_innen rassistisch sein dürfen. Aber nicht zu viel. weiterlesen

Freitagshach.

„The feminist agenda is not about equal rights for women. It is about a socialist, anti-family political movement that encourages women to leave their husbands, kill their children, practice witchcraft, destroy capitalism, and become lesbians.“ (Pat Robertson – 1992 Republican National Convention)  Ein kleiner Radikalfeminist wider Willen <3 (Kindstötung ist selbstverständlich konservative Rhetorik für das… Freitagshach. weiterlesen

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Editorial

Arschloch, sensibilisier‘ dich selbst!

… hat Gloria Viagra auf dem Transgenialen CSD 2010 in die grölende Menge gerufen. So als Antwort auf ignorante Menschen, die gerne erklärt haben möchten, warum sie diskriminierend unterwegs sind (aber eigentlich nicht mal zuhören können). Ich fand das ziemlich charming. Stinkefinger in die Mehrheitsgesellschaft. Allerdings ließe sich da noch was drehen am Spruch. Vielleicht… Arschloch, sensibilisier‘ dich selbst! weiterlesen