Halt den Ball flach, Schlampe!

Mit der Moderationspolitik ist das ja so eine Sache. Was lässt man durchgehen, was löscht man, was editiert man gegebenenfalls, wenn da nicht doch zwischen dem ganzen Dünnschiss ein Satz steckt, der die Diskussion voranbringen könnte.

Grundsätzlich handhabe ich das für mich, seitdem sich durch bestimmte Themen mehr Leute auf Medienelite.de tummeln, weiterhin nach Lust und Laune. Weil das hier mein Blog ist und weil ich hier gern nette, interessante, kontroverse Diskussionen haben will, die aber im Bereich des Anstands aufzufinden sind.

Was aber fliegt grundsätzlich raus? Diffamierungen, Beleidigungen, Pauschalisierungen, Trollerei, Völlerei und Eieiei. Das kann gegen mich sein, gegen andere KommentatorInnen, gegen Personen, die in den Posts vorkommen, gegen Inhalte, die in den Posts vorkommen. Auch Gedöns, das sich über meinen Habitus oder Duktus erregt, weil der/diejenige offenbar nichts an den Inhalten auszusetzen wusste und meint, dies wäre ihr letztes bringbares Argument.

Noch mal: Ich bin euch keine Rechenschaft schuldig, für das, was ich hier schreibe. Ich bin euch auch nicht zu Dank verpflichtet, dass ihr hier kommentiert. Ihr seid mir zu Dank verpflichtet, dass ihr hier kommentieren dürft. Ich mache mich hier nackig. Ihr könnt anonym bleiben. Also erwarte ich bitteschön Respekt und einen Umgang, den ihr auch pflegen würdet, würdet ihr eure Worte in einer Face-2-Face-Situation äußern. Ich denke, dass das nicht zu viel verlangt ist. Wenn euch das nicht passt – da ist die Tür.

Wenn ihr trotzdem kommentieren möchtet und mir mal eure Meinung geigen oder etwas zu kritisieren habt, tut das höflich. Ich muss nicht höflich sein in meinen Posts, ich muss auch nicht unschöne Dinge schön verpacken, damit sie euch besser in den Kram passen. Das hier ist mein Revier. Hier entscheide ich. Rumkacken könnt ihr auf euren eigenen Blogs. Wer höflich ist und konstruktiv sein kann, wer Fragen hat, wenn etwas unklar ist, wer mich verbessern will. Gerne, bitte, immer. Ich bin offen auch für Ansichten, die nicht meine sind. Wenn ihr ein bisschen rumlest, werdet ihr feststellen, dass ich mit meinen KommentatorInnen zu 99% sehr nett bin. Die anderen 1% musste ich leider löschen.

Warum mache ich das? Gerade das Netz bietet wunderbar die Möglichkeit VersagerInnen ihren Platz zu lassen für ihre Ängste und ihre Erbärmlichkeit. Komischerweise äußern sich diese stets sehr lautstark. Das führt dazu, dass sie anderen, die keine VersagerInnen sind, den Platz für ihre Gedanken wegnehmen, weil verständlicherweise niemand Bock hat, mit solchen Schwachmaten eine Diskussion zu führen. Das ist schade. Hier will ich Raum lassen für alle Nicht-VersagerInnen. Weil mir Würde mehr bedeutet als Meinungsfreiheit. Wer Meinungsfreiheit mit Erbärmlichkeit verwechselt, ist eh raus.

Beispiel gefällig? Gerne. Heute eingegangen zu diesem Thema:

Hier geht’s ja hoch her,

ich find Eva Herman toll. Sie hat doch recht, daß die Gender-Ideologie eine Gleichheitsideologie. Für Gender-Theoretiker ist die kulturelle Erklärungskategorie ein Selbstzweck.

Mich würde mal interessieren, wie Ihr Euch erklärt, daß nur Männer und Frauen Kinder bekommen können und somit das Überleben der menschlichen Gemeinschaft sichern. Bei Tieren ist das komischerweise auch so.

Homo- und Transsexualität sind meiner Meinung nach auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit zurückzuführen. Die ist übrigens eine Erklärungsmöglichkeit. Ich hoffe, so etwas darf man aussprechen, ohne als “homophob” diffamiert zu werden.

Wie erklärt Ihr Euch denn, daß wissenschaftliche Studien zeigen, daß bei Homosexuellen sexueller Mißbrauch in der Kindheit statistisch um ein Vielfaches häufiger stattgefunden hat als bei Heterosexuellen?

Ist das nicht ein süßes Exemplar? Wollte von mir doch ernsthaft eine Erklärung, warum ich diesen Kommentar nicht veröffentlicht habe. Hmm, weil ich mir ihn extra für diesen Post hier aufgehoben habe.

29 Kommentare

  1. Ich weiß nicht, wie ich das kommentieren soll, ohne den von dir zitierten Kommentator bzw. Kommentatorin zu beleidigen. Also gebe ich dir recht und ignoriere diese weise Erklärung für Homosexualität und Eva Hermans Daseinsberechtigung. Ich weiß auch nicht, warum solche Menschen sich hier aufhalten. Ach ja, weil das Internet keine Grenzen hat und Respektlosigkeit auch nicht.

  2. „Homo- und Transsexualität sind meiner Meinung nach auf sexuellen Mißbrauch in der Kindheit zurückzuführen. “ … das Problem ist leider, dass ja gerade diejenigen welchen, die Geschlecht auf „gender“ reduzieren und diesen Begriff „gender identity“ miteingeführt hatten (wie ein gewisser Herr John Money) ja tatsächlich eine ähnliche Ansicht vertreten und der Meinung sind (steht so im DSM, dem Buch der psychischen Störungen beschrieben), dass ein gender-atypisches Verhalten bei Kindern eine „gender identity disorder“ ist und später zu homosexuellem wie auch transsexuellem Verhalten führen kann. Deswegen gibt es z.B. auch heute noch Umpolungstherapien von Kindern mit angeblicher „Geschlechtsidentitätsstörung im Kindes- und Jugendalter“ – sogar in Deutschland und an namhaften Adressen wie z.B. der Charite in Berlin.

    Gruselig wird es dann, wenn einem klar wird, dass diejenigen welchen, die den ideologischen Nährboden für solche Menschenversuche bereitet haben – nämlich auch (und das ist leider Teil der Wahrheit) oft genau diejenigen, die Geschlecht auf „gender“ reduziert sehen wollen… woraus dann auch folgt, dass egal wie mensch es dreht und wendet, und wie eine Sache auch erscheint, der Hintergund der Motivation eines Menschen manchmal wichtiger ist, als das Etikett, das er sich selbst auf seine Stirn heftet.

  3. @kim: die john money zeiten sind lange vorbei. gern werden er und seine versuche zum anlass genommen, gender studies als solche zu kritisieren und als fehlgeleitete ideologie zu stigmatisieren.

    gerade aber ist er doch das beste beispiel dafür, dass nicht gendertheorie für den arsch ist, sondern geschlechtsangleichende eingriffe bei intersex-menschen.

    weiß auch nicht, was dein argument mit missbrauch und gender identity disorder soll. ich verstehs nicht. bitte achte mal auf das jahr, das wir schreiben, gendertheorie ist mittlerweile ein ganzes stück weiter. wobei mir nicht bekannt ist, dass gender und seine wissenschaftlerInnen mal für sowas eingetreten sind. nicht alles, was sich gender auf die stirn pappt, ist gender im sinne des verstehens von gender als sozialer kategorie. zumal sex und gender schon immer eine wesentliche rolle in den gender studies gespielt hat. also was willst du jetzt genau sagen?

  4. word. oh, wie sehr ich das unterschreiben kann nachdem ich mich seit wochen mit einem kommentator rumschlage, der inzwischen zu wüsten beleidigungen übergegangen ist, bis er eines tages die aufmerksamkeit eines veröffentlichten kommentars erhält – sanktnimmerleinstag. wahre worte – und weg mit dem versagerscheiß.

  5. @lantzschi
    „gendertheorie ist mittlerweile ein ganzes stück weiter“… soso, dann frag ich mich aber, warum es eben immer noch so ist, dass transsexuelle Frauen gerne mal (vorallem in Deutschland hört mensch das ja oft) als Männer bezeichnet werden, die „sich wie Frauen fühlen“ – gerne auch mit dem Zusatz „biologische Männer“. Dann frage ich mich, warum sogar Menschen existieren, die sich selbst mit dem Label „transgender“ versehen und dann meinen „transgender“ hiesse, wenn man eine andere Geschlechtsidentität hätte wie das Geburtsgeschlecht. Ebenso frage ich mich, warum in letzter Zeit wieder viele meinen, dass eine genitale Operation an Menschen eine „Geschlechtsumwandlung“ sein soll, obwohl da letztendlich nur die Genitalien verändert werden.

    Und vorallem frage ich mich, warum der Protest so still ist. Vielleicht, so scheint mir, liegt das daran, dass wir unsere Geschlechterideologien, die wir im Kopf haben, doch nicht so gerne aufgeben, wie das der äussere Anstrich erst vermuten lässt. Dass es Menschen gibt, welche die Auswirkungen solcher Ideologien täglich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Ach, wen juckt das schon… Hauptsache, Deutschland hat einen tolaranten Anstrich – was sich hinter dem Lack verbirgt, ist da manchmal eben eine andere Geschichte.

  6. Ich hätte den Kommentar jetzt veröffentlicht. Ist halt die Meinung dieses Typen. Da kann ich dafür sein oder nicht. Aber ja, ist halt Sache eines jeden Einzelnen. Ich veröffentliche auch Beschimpfungen und derlei, weil mich es irgendwie amüsiert. Hab da halt so eine Haltung, dass ich sowas gar nicht erst an mich ranlasse.

  7. „geschlechtsangleichende eingriffe bei intersex-menschen.“ … vielleicht liegt es ja daran, dass mensch mit solchen Eingriffen das Geschlecht gar nicht „angleicht“, wie immer so schön verbreitet wird? Ups… da wird gar nicht das Geschlecht geändert oder zugewiesen, wenn man ein Stückchen Fleisch präpariert (sondern nur ein Stück gesundes Fleisch verstümmelt)? Komisch, dabei dachten wir doch alle, dass das Vorhandensein oder Fehlen eines Penis das Geschlecht eines Menschen ausmacht…. und nun? Was denn dann? Geschlechtssterotypes Rollenverhalten? Nicht wirklich… denn was soll den der Unterschied sein zwischen gender-typisch und gender-atypisch? Genau das erklärt, warum transsexuelle und homosexuelle Menschen heute noch für Abkömmlinge einer Psycho-Störung „gender identity disorder“ bei Kindern angesehen werden – weil die Basis des Denkens für viele dann bei näherer Betrachtung nun doch wieder bei den Genitalien zu finden ist…

  8. Ich stimm dir erstmal voll und ganz zu, was deine Meinung zu deinem Blog angeht.
    Wenn ich solche Beispiele lese, dann dreht es mir den Magen um. Und da wird noch gefragt, warum du den nicht normal veröffentlichst? Also manchmal gibts Dinge da weiß man nicht mehr was man antworten soll und manchmal haben die Menschen auch keine Antwort mehr „verdient“.
    Klar, sind ja alle nicht Heterosexuellen als Kinder vergewaltigt und in dunkle Keller gesperrt worden.
    Ach das ist es nicht wert, sowas kann man nur löschen.

  9. @monsieur: lesen?!?! das ist keine meinung, das ist diskriminierung in höchstem ausmaß. es beleidigt mich auch nicht, es amüsiert mich ja, es ist trotzdem der letzte dreck. ich will nicht, dass sowas im netz rumlungert. und schon gar nicht will ich, dass jemand nicht kommentiert wegen so einem pisser. aber das schrieb ich bereits. also lesen das nächste mal, bitte.

    @kim: ja das ist nun aber kein hausgemachtes problem der gendertheorien und ihrer VertreterInnen. Sondern, dass Trans* und Intersex so pervers behandelt wird, ist Ausdruck des Heteronormativzwangs unserer Gesellschaft. Und bitte dreh mir doch nicht das Wort im Mund um. Geschlechtsangleichende Eingriffe ist die medizinische Bezeichnung, nicht meine. Ich versteh noch immer nicht, was du mir sagen willst. Ich glaube dir gern deinen Unmut über diese Sache, aber bei Gendertheorien bist du eindeutig an der falschen Adresse. Dass Gender und Sex keine Rolle spielen sollten, ist klar auch eine Forderung der Gendervordenker. Aber bis heute eine Utopie geblieben. Geschlecht ist Religion. Geschlecht ist Ideologie. Ja, aber die der Mehrheitsgesellschaft. Nicht umsonst werden diese OPs vorgenommen, ohne die Einwilligung der Betroffenen. Nicht umsonst werden Trans* gezwungen, sich zu einem Geschlecht zu bekennen, das aber bitte nur Mann oder Frau heißen darf. Diese heteronormative Scheiße kotzt mich genauso an wie dich.

  10. vir2lx. I was here. In den Kommentarfahnen dieses Elite-Blogs, bei der HerrenMenschin. Als Würde pur – ganz ohne Meinung. …

    Dafür mit Fragen: Wie wäre es mit einem LeserInnen-Filter? Quasi eine Art Einbürgerungstest, abzulegen und zu bestehen vor Lesen des ersten Beitrags? Oder eine SchwachmatInen-Löschtaste? Sobald sich jemand durch seine Einlassungen unfreiwillig als erbärmlicheR, von Ängsten getriebeneR VersagerIn outet, wird sie oder er sogleich aus dem menschlichen Genpool entfernt. … Zusammen mit Frau Herrmann, Herrn Broder und KonsortInen. … Nuff said?

    Übrigens würde ich mich in einem Face-2-Face Setting ähnlich äußern.

  11. @lantzschi „Nicht umsonst werden Trans* gezwungen, sich zu einem Geschlecht zu bekennen, das aber bitte nur Mann oder Frau heißen darf.“ … was, wenn ich ganz glücklich bin, eine Frau zu sein, ich aber damit konfrontiert werde, dass Ideologien existieren, deren Vertreter mir absprechen wollen eine zu sein? Heteronormatives Denken hat ja auch oft etwas damit zu tun, was ich als Grundlage des Denkens hernehme… wenn mensch äussert, dass ihn das Zweigeschlechtermodell anwidert, dann ist das ja ersteinmal ganz fein… doch was versteht dieser Mensch dann darunter? Sich ausserhalb des Mann-Frau-Rasters aufhalten? Reicht das? Oder braucht es ein wenig Mut mehr, um dann festzustellen: Schlimm muss das gar nicht sein, der Polarität seinen Platz zu lassen… dann aber nicht als absolute Grösse (und damit Mann-Frau-Schublade), sondern als kleine Einheit, die in jedem Menschen zigfach und in verschiedensten Ausführungen vorhanden ist. Denn ist nicht jeder Mensch mehr oder weniger doppelt-oder-zwischengeschlechtlich (hat ja beides auch mit Polaritäten zu tun, schon von der Wortbedeutung her…)? Die einen sinds eben sichtbarer, die anderen unsichtbarer… und die, die sichtbar sind, sollen laut heteronormativen Denken eben unsichtbar gemacht werden (Intersexuelle)… die, die unsichtbar sind, sollen mittels Definitionen und medizinischen wie juristischen Regelungen möglichst sichtbar gemacht werden (Transsexuelle)… Somit lässt sich am Fremdbestimmen und Fremdverteilen in Schubladen immer auch ein Stückchen weit der Ernsthaftigkeitsgrad von Anliegen und Verlautbarungen ablesen. „Geschlechtsumwandlung“ zum Beispiel. Ein sehr verräterisches Wort, wie ich finde… gibt da aber noch ein paar andere…

  12. Wer bitte spricht dir denn ab eine Frau zu sein?

    Dass Transsexuelle rechtlich gesehen sichtbar gemacht werden, liegt zum einen an einem sehr zwiespältigen transsexuellengesetz. bin hier ganz der auffassung der grünen, die diskutieren, ob es nicht gänzlich abgeschafft gehöre. zum anderen weil transsexuelle immernoch benachteiligung und diskriminierung erfahren und sie deshalb geschützt werden sollten.

    Ansonsten bin ich ganz deiner Ansicht.

  13. @James: Das ist keine Erklärungsmöglichkeit, dass ist Homo- und Transphobie vom allerfeinsten. Dazu muss ich nicht Stellung beziehen. Es ist auch keine wissenschaftliche Hypothese, es ist Diskriminierung aller Homos und Trans*. Dein Schrei nach Gerechtigkeit ist hier also vollkommen unangebracht. Und jetzt halt die Klappe und verzieh dich.

  14. Ich finde, Du machst das genau richtig. Es gibt auf der Welt so viele Idioten, die kann man doch nun wirklich nicht auch noch alle ernst nehmen!!

    „Wenn Du diese Erklärungsmöglichkeit per se verbietest, bewegst Du Dich außerhalb eines seriösen Diskurses. Man darf wissenschaftliche Hypothesen, und seien sie noch so unwahrscheinlich, nicht von vornherein verbieten oder diffamieren.“

    Wirklich schön ausformuliert aber ich glaube die Heulsuse (darf ich das jetzt so sagen?) hat noch immer nicht kapiert, dass das hier dein Wohnzimmer ist und Du die Gastgeberin bist. Somit darfst Du Deinen Besuchern sogar allerhand verbieten. Zum Beispiel das Tragen von Straßenschuhen in der Wohnung…oder eben das Absondern von verbalem Scheiß.

    „Übrigens würde ich mich in einem Face-2-Face Setting ähnlich äußern.“

    Yupp – und dann müsste man halt damit rechnen, dass man der Wohnung verwiesen wird. Schon allein deshalb, damit man den anderen Gästen nicht die Partystimmung versaut.

  15. Jetzt hör mal zu Freundchen,

    Homosexualität ist keine psychische Krankheit. Das hat die WHO bereits 1990 von ihrem internationalen Schlüssel für psychische Störungen gestrichen. Du gehörst offenbar zu den wenigen fehlgeleiteten Menschen, die das noch immer nicht wissen. Dass Transsexualität dort noch enthalten ist, ist genauso transphob wie deine perverse Meinung. Es kann sein, dass das 2011 ebenfalls gestrichen wird. Aber das will ich dir nicht weiter erklären. Bitte lies ein bisschen Literatur zum Thema.

    Depressionen mit Homosexualität und Transsexualität zu vergleichen ist eine Frechheit und negiert Menschen, die selbstbestimmt homosexuell oder trans* leben. Das sucht sich niemand aus, so ist mensch. Kapiert?

    Ob du verbietest oder keine Ahnung hast, ist mir dabei ehrlich gesagt scheiß egal, ICH fühle MICH von dir diskriminiert. Eine Diskriminierung misst sich nicht daran, wie du was meinst, sondern wie sich die Personen, die du ansprichst, dabei fühlen.

    Dass du gewisse Personen kennst, die perfekt auf deine krude These passen, ist mir auch scheiß egal. Das muss ich dir nicht erklären, ich muss mich auch nicht vor dir rechtfertigen. Es gibt zuhauf Seiten und Literatur, wo dir geholfen werden kann. Homo- und Transphobie ist heilbar. Toll nicht?

    Und jetzt verpiss dich endlich und schreib deinen Scheiß in Foren, wo er gehört und bejubelt wird. Oder geh raus an die frische Luft. Hier ist nämlich ziemlich dicke für solche Leute wie dich.

  16. Yeah, wer hätte gedacht, dass nach einem solchen Beitrag die Trolle aus ihren Höhlen kommen? ^^

    Auf meinen Blog haben sich (natürlich) auch mal Maskulisten verirrt und mir erklärt, wie arme Männer in Deutschland diskriminiert werden. Deren Argumentation kenne ich und finde ich dumm. Hab ich aber veröffentlicht. Wieso? Weil ich denke, dass ich in der Lage bin, zu zeigen wie lachhaft billig ihre Argumentation ist.

    Muss ich deswegen alles veröffentlichen? Mitnichten, ich seh das genau wie du: Was mir nicht passt, kommt nicht auf meine Seite. Manchmal passt das Falsche, manchmal nicht. Ich würde mich im Zweifel immer für Veröffentlichen mit Kommentar meinerseits entscheiden, andererseits ist die Trolldichte bei mir deutlich niedriger als bei dir oder beispielsweise Mädchenmannschaft.

    Die Kommentare bei Mädchenmannschaft wären wohl um ein Vielfaches erhellender und besser, wenn frau nicht ständig Männern von vorne erklären müsste, was Diskriminierung, Gender etc. überhaupt bedeutet und warum darüber (eigentlich) nicht diskutiert wird. Dort stört das oft erheblich die vernünftige Diskussion und das ist schade.

    Ein antisexistischer Blog ist aus unerfindlichen Gründen eine sehr erfolgreiche Methode, sexistische Menschen anzuziehen, scheint es.

  17. Dass Man auf seine Wortwahl achten sollte ist selbstverständlich, aber zu behaupten es wäre ein Service, dass man kommentieren darf klingt schon etwas anders. man sollte sich als Blogger auch immer im Klaren sein, dass man ohne Leser nichts ist. Es ist also kein Service deinerseits, sondern eine Pflicht. Und die Leser sollten nicht dankbar sein, dass du schreibst, sondern du solltest dankbar sein, dass wir lesen. Das wird unter Bloggern häufig verwechselt.
    Und ganz im Ernst, dieses Gendermainstreaming lässt Texte sofort holzig wirken. Das fällt mir hier grad besonders auf. Die Texte sind allesamt gut, aber dieser verklemmte Zwang zur Neutralität wirkt ziemlich überflüssig. Klar, das ist deine Sache, ich wills nur gesagt haben. Da kann ich ein interessantes Beispiel aus der Preisbildungsvorlesung geben. Dort wurde versucht auf neutral zu machen. Jetzt gibt es Anbieter im vollkommenen Markt und Monopolistinnen. Jetzt frage ich mich. Was ist besser. Frauen als Monopolistinnen darzustellen, oder einfach immer die normale (neutrale) Form zu verwenden. Die ist nämlich nicht männlich. Und ich nehme an, das weißt du auch. Schlimmer ist nur noch das Mainstreaming an der Uni. Da sind wir alle nur noch Studierende. Sorry, aber das ist Mumpitz und hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun. Es ist der krampfhafte Versuch, es allen rechtzumachen. Da darf dann auch die Grammatik und die Sprache drunter leiden. Und ob es irgendetwas bewirkt weiß niemand.
    Offtopic aus…

  18. Nein ich muss niemandem dankbar sein, dass er/sie hier liest oder kommentiert. Ich freue mich. Aber Dankbarkeit? Wofür? Dass Menschen auf Links klicken und Google bedienen können? Dass Menschen Augen zum Lesen haben? Ich mache das hier zum Spaß und bin nicht darauf angewiesen gelesen und kommentiert zu werden. Und selbst wenn, den Menschen steht es frei zu lesen, was sie wollen. Wenn es ihnen nicht passt, gehen sie halt woanders hin. Wenn sie sich nicht benehmen können, schicke ich sie weg. Ganz einfach.

    Zur gendersensiblen Sprache: zu den grundständigsten Eigenschaften von Menschen gehört zu allem zu senfen, besonders von und über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben. No offense, aber weißt du, was Gleichberechtigung bedeutet? Für mich jedenfalls auch alle sprachlich mit einzubeziehen, die ich ansprechen möchte und da viele Bezeichnungen nun mal nicht neutral sind, sondern maskulin wie DER student oder DER Monopolist oder JEDER oder oder oder verwende ich ganz selbstbewusst und nicht verklemmt beide Formen in einem. Sprache hat eine ganz wesentliche Wirkung auf Menschen und ihr Denken. Was hast du denn dagegen, dass beide Formen gleichberechtigt nebeneinander stehen? Inwiefern hast du einen Nachteil davon?

  19. Bezugnehmend auf offenbar homophobe Trolle und Diskussionen in der Richtung allgemein:
    Warum wird eigentlich nie den Leuten, die Homosexualität als „unnatürlich“ ansehen, entgegengeworfen, dass in nahezu jeder Herdentierart Homosexualität auftritt und dort einen (überlebens-)wichtigen Stellenwert hat? Ist die Natur jetzt selber unnatürlich oder was?
    Religionsmenschen („gegen Gottes Willen“) kann man übrigens gut mit ihren eigenen Grundsätzen auf die Füße treten, zwei gutplatzierte Bibelzitate und Ruhe ist (bevorzugt aus den Evangelien). Außerdem sind die immer so schön schockiert, wenn sie feststellen, dass man sich auf ihrem Gebiet besser auskennt als sie…

    @Schaps: Einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen IT-/Netzpolitik-Blogs ist Fefes Blog, auch gerne als Nerd-Bildzeitung tituliert. Da kann man auch nicht kommentieren und keinen stört’s, im Gegenteil, es ist durchaus angenehm nicht dauernd von irgendwelchem Schrott abgelenkt zu werden.

    (in der Hoffnung, nicht zu sehr getrollt zu haben)
    – Y

  20. Sprache bildet sich aus arbiträren Übereinkünften einer Sprachgemeinschaft. An diesem nie endenden Prozess haben wir alle Anteil, nicht alle gleichermaßen wirkmächtig, ganz ohne Einfluss bleibt aber niemand (niemensch?). Publizierende gewinnen an Autorität, wenn sie im Bewusstsein einer erweiterten Verantwortung für ihre Wortwahl arbeiten, wenn sich ihre reflektierte Annäherung an ihre Sujets auch im kontrollierten Einsatz ihres Mediums spiegelt. Hier auf diesem Blog ist das so – und zwar weit über die Verwendung „gendersensibler“ Formulierungen hinaus.

    Dieses Blog ist ein insgesamt beeindruckend gültiger Versuch, mehr zu vollbringen, als immer wieder nur das Entzücken über die eigene Existenz auszuschwitzen. Respekt. Und Dank. Ich wünsche Ihnen mehr LeserInnen, mehr Wirkung (auf unser aller Sprachgebrauch) und mehr differenzierte Resonanz nach Ihrem Geschmack.

    Trotzdem bleibe ich auch nach meiner ausgiebigen medienelite-Lesetour mit Ihren grobschlächtigen Abwertungen von Menschen mit offensichtlichen Bildungsdefiziten unversöhnt. Deppen prügeln kann nun wirklich jeder Depp, ob Sie mit diesem Verhalten nicht letztlich nur Ihre eigene Reputation schädigen? … … Aber bitte beantworten sie diese Frage nicht mir, ich halte Sie schon viel zu lange auf, bye bye.

  21. Danke!

    Vielleicht noch eine selbstgerechte Ergänzung meinerseits: ich werte Menschen ab, die ihre Bildungsdefizite nicht überwinden wollen.

    Ich hoffe, Sie bleiben als Leser erhalten.

  22. Oh je, das ist ja wohl ein Phänomen, das die gesamte weibliche Blogosphäre durchzieht. Kaum führt frau ein Blog, in welchen die Themen Gender, Männer, Frauen etc. auch nur am Rande auftauchen, wird frau umgehend mit teils unterirdischen, teils einfach nur dummen Kommentaren zugeschüttet. Ich hole die regelmäßig mal hervor und blogge darüber, weil ich finde, dass sie die Schreiber entlarven. Aber ich merke auch, dass ich – je mehr von diesem Stuss bei mir eingeht – immer unhöflicher und unduldsamer werde. Auch mein Tonfall verändert sich. Am Anfang wollte ich noch (mit einigen) argumentieren. Inzwischen habe ich gemerkt, dass stets die gleichen Argumente verwendet werden – und dies noch ohne jeden vernünftigen Beleg. Öde.
    Aber schön, dass jetzt immer mehr Frauen diese Art von Belästigung öffentlich machen! Weiter so!

  23. Also soo schlimm find eich den Kommentar jetzt nun nicht.

    Ich bin kein Fan von Eva Hermann und teile ihre Ansichten NICHT, aber die Hexenjagd und Diffamierungen die gegen sie gestartet wurden wirkten doch sehr befremdlich für mich. Wir leben doch in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit oder? Da wurden ihr Dinge in den Mund gelegt die sie so nie gesagt hat, sie wurde als Nazi diffamiert und hat ihren Job verloren. Die Kerner-Sendung hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt, voll die Blamage aber nicht für Eva Hermann. Und das hatte auch nichts mit Nazis zu tun, das war nur ein Vorwand, sondern sie hat Gendermainstreaming abgelehnt.

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