Medienelite

Kann mehr.

Polarbär

Ganz alte Kiste, aber super genial. Hier runterladen und Retro-Spaß haben.

living in a rape society (2)

Die Mädchenmannschaft stellt eine schockierende Studie zu Vergewaltigung vor. Quintessenz: The victim is to blame. Zu viel Alkohol, zu sexy oder ein zu progressives Bild der eigenen Sexualität. Noch immer werden Frauen dazu angehalten, gefährliche Situationen zu vermeiden, sich nicht zu aufreizend zu geben und ordentlich einen hinter die Binde kippen dürfen sie sich auch nicht. Zudem gerät allzu oft in Vergessenheit, dass Vergewaltiger keine Ungeheuer in dunklen Büschen (sic!), sondern in den meisten Fällen Partner, Ehemänner, Freunde und Bekannte sind.

Spannend sind ebenfalls die Links im Artikel und in der Diskussion darunter.

Auf Medienelite hab ich hier und da bereits alles zum Thema gesagt.

Konflikttraining, Tag 1

Mir bewusst zu werden, dass ich einen Konflikt jahrelang falsch verhandelt habe, das dann wieder Konsequenzen nach sich zog, die ich nie wollte, ist hart. Konflikte und Menschen gehen zu lassen, gar etwas zu verzeihen, was eigentlich unüberwindbar, unverzeihlich ist, keine Hassgefühle mehr in sich zu tragen, sich selbst und vor allem anderen gegenüber und … ja … ein Stück weit sich selbst zu vergeben … das ist doppelt hart.

Immerhin steht diese Erkenntnis am Anfang. Um den Rest kümmer ich später. Jetzt habe ich keine Zeit. Und keine Lust.

Dafür haue ich ne Runde The Cure in die Waagschale. Mein absoluter Lieblingssong einer meiner Lieblingsbands.

Eine lesbische Frage

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Lesbians, Gays, Gabis, Grrrls, Geeks, Nerds, Friends, Homos, Transen, Draqs, Fags, Dykes, Heteros, Butches, Femmes, Tomboys, Queers, Intersex, Trans*, Asex, Teddys, Rubbers, Blubbers und Schrubbers! To whom it may concern!

Sieht so eines Lesbe aus? Entscheiden Sie selbst!

Seit mittlerweile fünf Jahren bin ich out. Nicht immer war ich darüber proud. Mittlerweile schon, ganz entspannt und manchmal auch auf lesbian riot gebürstet. Homo-Krawalle gab’s in Berlin leider noch nicht. Ich wäre ganz vorn im pinken Block. Pink? Och nö, ich hasse pink. Blau ist meine Lieblingsfarbe. So still und tief – wie Liebe unter Frauen eben. Oh, bin ich jemandem zu nahe getreten? Verzeihung. Mein Empfinden, deine Schuld!

Was mich seit meinem Wechsel vom Cumming zum Coming Out beschäftigt, ist die Frage nach der Szene. Gibt es eine Homo- respektive homo(sic!)gene Lesbenszene? Wenn ja, wie sieht sie aus? Wer ist drin? Wer nicht? Und warum das alles?

Um diese Frage besser beantworten zu können, zog ich Anfang 2007 nach Berlin. Ich steppte seitdem durch diverse Homo- und Lesbianpartys, lernte sie alle kennen. War sogar fast mal richtig drin in dieser kleinen Berliner Lesbenszene, die jede Woche die gleichen Clubs besucht und auf den immer gleichen Partys die immer gleichen Frauen knallen. Kennst du eine, kennst du alle. Jede mit jeder. Alle schon mal vom Kuchen probiert. Zwischendurch ne Line Koks, drei Bier zu viel und auf den Schreck ein SchnäppSchen. Schnäppchen-Lesben inklusive. Die alles entscheidende Frage: Wer hat mit der DJane gefickt und kommt deshalb für umme in den Schuppen? Und warum sind hier eigentlich so viele Heten? Ist London ein Vorbild? Bin ich stylisch? Mag ich coole Mucke? Lasse ich mich heute so gehen, dass ich trotzdem wirke, als wäre ich in jeder Situation selbtstbeherrscht-egozentrisch genug? Dekadenz!

Richtig. Die lesbische Szene brüllt die Dekadenz von den Dächern. Das Klischee als Ghettoblaster und die Oberflächlichkeit als Streetstyle. Und mittendrin der Mob der Heteronormativität. Lesben definieren sich noch immer über Heterosexuelle. Entweder um sich ihnen und ihren Privilegien anzunäheren oder sich von ihnen abzugrenzen. Radikal? Nein! Bieder? schon eher. Noch immer höre ich Parolen wie: “Wir sind so anders, wir sind so geil!” Wir ficken alle, weil wir gerne ficken. Da is gar nichts anders, du Vollidiotin. Höchstens deine strunzdumme Ignoranz.

Es werden neue Partnerinnen nicht akzeptiert, weil sie zu weiblich aussehen. Dass sich die lauteste der Ablehnerinnen alle fünf Minuten den Lidstrich nachzieht – geschenkt.

Es werden (lesbische) Freundinnen müde belächelt, die statt einer neuen Partnerin jetzt einen Mann an der Seite haben. Dass die müdeste der Lächlerinnen ständig davon redet, sich endlich einen Mann nehmen zu müssen, weil die ja eh viel unkomplizierter sind – geschenkt. Das Lesben-Magazin L-Mag spricht von Neo-Heteras…öööhm…joa. Und sonst so?

Es werden Beziehungen und Affären von anderen Lesben nach vorn, hinten und wieder zurück durchdekliniert, seziert, zerpflückt und mit Häme bestückt. Dass die eifrigsten Seziererinnen ihren Beziehungsstatus statt ihren Schlüpfer wechseln – geschenkt.

Es wird rumgeheult, dass keine neue Frau das Licht der Welt erblickt, um die vereinsamte alte Dame zu beglücken. Dass die einsamste von allen seit gefühlten 80 Jahren ihrer Ex hinterherhechelt – geschenkt. Dass das Hauptgesprächsthema beim lesbischen Date die Ex ist – geschenkt.

Täglich baden wir uns in unserem lesbischen Dasein, täglich stellen wir fest: Eigentlich sollten wir Bücher darüber schreiben, wie sich Lesben am besten pathologisieren lassen. Diese geisteskranken, liebestrunkenen Stuten.

Aber gibt es ein Wir? Ich sehe keins. Was ich täglich sehe, sind lesbische Fragen.

Notes: 6

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Nothing new anyway

Aus dem Gender-Datenreport für Berlin:

Auffallend ist vor allem, dass Frauen trotz guter Ausbildung noch immer deutlich schlechtere berufliche Chancen haben als Männer. Diese Erkenntnis lässt sich anhand des Lebenslaufes ableiten: Während an Haupt- und Sonderschulen die Jungen mit jeweils rund 60 Prozent Anteil an der Schülerschaft dominieren, sind an den Gymnasien die Mädchen mit 54 Prozent in der Mehrheit. Im Schuljahr 2007/08 beendeten 47 Prozent der Mädchen, aber nur 37 Prozent der Jungen ihre Schullaufbahn mit dem Abitur.

Dann beginnt der Trend zulasten der Frauen: Vier Jahre nach der allgemeinen Hochschulreife haben zwar 87 Prozent der Männer, aber nur 76 Prozent der Frauen tatsächlich ein Studium aufgenommen. Bei der Fachhochschulreife klafft eine noch größere Lücke: 72 Prozent der Männer nutzen den Abschluss, aber nur 41 Prozent der Frauen. Diese enorme Diskrepanz ist nach Auskunft von Ulrike Rockmann, Präsidentin des Amtes für Statistik, eine Berliner Besonderheit – und könnte beispielsweise Fragen nach Angebot und Struktur der Berliner Fachhochschulen aufwerfen.

Weiter zum Artikel

Frau X. und die Verzweiflung

“Und dann hab ich vor lauter Verzweiflung die ganze Schokobons-Tüte aufgegessen.”

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Don’t feed the Ignorance

Ich laufe durch die Straßen. Zwei kleine Jungen laufen an mir vorbei und brüllen Lesben sind geil. Ich sage nichts. Ich lache etwas.

Ich laufe durch die Straßen. Ein Mann starrt mich an, noch mehr meine Freundin. Ich sage nichts. Ich lache nicht.

Ich laufe durch die Straßen. Wir werden von zwei Männern angehalten und um Sex gebeten. Ich sage etwas. Im Nachhinein war nicht gut, was ich gesagt habe.

Ich laufe durch die Straßen. Autos fahren vorbei und hupen. Ich drehe mich um. Ich kann nichts sagen.

Ich laufe durch die Straßen. Jemand brüllt “Scheiß Lesben”. Ich sage nichts.

Ich sitze in der S-Bahn. Eine Gruppe junger Männer entdeckt uns zum Glück erst, als sie schon ausgestiegen sind. Sie kleben an den Scheiben, machen obszöne Gesten und treten gegen die Fenster. Ich kann nichts sagen. Meine Freundin hat Angst. Ich auch.

Ich ignoriere all diese Dinge im Alltag und weiß genau, dass sie immer wieder passieren werden. Ich versuche abzuwiegeln, nicht zu verurteilen. Ich versuche andere Positionen einzunehmen, um zu verstehen. Ich leugne ab und an meine Homosexualität, wenn ich der Meinung bin, das Klima dafür sei nicht gegeben. Ich leuge mit all diesen Verhaltensweisen: Mich selbst.

Mit diesem Blog habe ich die Möglichkeit tagebuchartig oder eingebettet in andere Kontexte diese Vorgänge zu verarbeiten. Die Wut, die ich in mir trage zu kanalisieren, in schriftlicher Form. Ich bin nicht sehr spontan, ich kann nicht gut sprechen. Dieses Blog ist meine Art zu sprechen.

Ich mag Menschen nicht, die versuchen, mir diese Form der Kommunikation zu verbieten oder mir Hinweise geben, ich solle weniger emotional sein. Weniger emotional in den Themen, die mich betreffen und meistens nicht sie. Wie die Menschen, die meine Identität zum Kotzen finden, üben auch diese Menschen eine Macht aus. Macht darüber zu erlangen, was und wie ich es sage. Definitionsmacht. Definitionsmacht, der ich allein schon deshalb unterworfen bin, dass ich lesbisch bin. Definitionsmacht per jure. Defintionsmacht per Öffentlichkeit. Und stets soll ich ignorieren, dass all das auf mich einprasselt. Ich versuche auszuweichen. Mit Argumenten oder ohne Meinung, ganz zurückgezogen. Es macht keinen Unterschied. Ich halte den Mund und ignoriere. Es macht keinen Unterschied. Ich fühle mich beschissen.

Manchmal wird aus dem beschissenen Gefühl ein wütendes. Ja ich bin wütend. Wütend darüber, dass ich mich oft nicht wehre, dass ich es passieren lasse und dass es Menschen gibt, die mich einschränken wollen in meinem Selbst, in meinem Handeln.

Manchmal stehe ich auf und wehre mich. Ganz entschieden. Weil ich es nicht mehr aushalte.

Dieses Blog ist eine der wenigen Räume, die ich für mich habe. Ein Raum, der es Menschen schwer macht, mich einzuschränken, weil sie mich nicht sehen, weil sie mich nicht kennen. Nur das, was ich schreibe. Es reicht trotzdem, sie zu ermutigen, mir diesen spärlich und mit viel Liebe gepflegten Raum zu entreißen. Allein durch ihre Stimme. Das macht mich noch wütender. Ich will es mir nicht wegnehmen lassen und niemandem überlassen außer mir selbst.

Hier ist ein Raum, in dem ich als Autorin ein Privileg genieße. In dem ich fühlen kann, wie es sein muss, stets solche zu genießen. Es fühlt sich gut an. Dieses gute Gefühl hat in den Augen einiger kein Recht zu existieren.

Als Privilegienbesitzerin habe ich deshalb die Macht, diesen Menschen ihre Bleiberecht in diesem Raum zu entziehen. Oder mich zu wehren, weil ich so wütend bin. Ich muss nicht ruhig bleiben. Ich will nicht mehr ignorieren, was mich einschränkt. Ich will entschieden dagegen vorgehen. Ich ignoriere schon genug.

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Check (2)

Hier eine unkommentierte Linkliste.

Gender Pay Gap 1, Gender Pay Gap 2

Elternzeit

Frauen in Führungspositionen [PDF]

Menschen, ihr türkischer Name und ihre Einstellungschancen

Antisemitismus unter MigrantInnen mit arabischem, türkischem, kurdischem und muslimischem Hintergrund, ein Gastbeitrag von Cem Özdemir in der SZ. Die Studie, auf die er Bezug nimmt, kann am Ende des Textes heruntergeladen werden.

Herzlich willkommen!

Nach kurzer Überlegung befand ich: Johnny hat recht. Leider. Ich bedanke mich zu wenig bei allen tollen KommentatorInnen, die hier lesen, mich weiterempfehlen und sich in den Diskussionen beteiligen. In einem anderen Gespräch mit Deef bestätigte sich das. So denn. Hallo und herzlich willkommen und herzlich “Danke” an alle, die diesen Eintrag von mir lesenswert und gut fanden. Ab heute werden Trolle ignoriert und mit allen anderen gesprochen. Bitte oszillieren Sie!

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Einen deutschen Bogen spannen –
Kleine Anekdoten aus öffentlichen Diskursen

Foto: Flickr (CC)

Morgen beginnt die Berlinale. Der neue Film von Roman Polanski wird gezeigt, die Darsteller werden da sein. Nur Polanski nicht. Der sitzt mit Fußfessel in seinem Schweizer Anwesen, weil er vor rund 30 Jahren eine 13-Jährige mit Drogen und Alkohol gefügig machte, sie stundenlang missbrauchte, das darauffolgende Verfahren als unzulässig erklärt wurde, Polanski aus den USA flüchtete und vor einiger Zeit entschieden wurde, das Verfahren neu aufzurollen.

Für Polanski setzen sich seit der “Fußfessel” viele (deutsche) Stars ein und fordern seine Freilassung aus der Untersuchungshaft und drängen auf die Einhaltung der Verjährungsfristen. Medien hierzulande sind sich uneinig über die Verwendung der Begriffe Vergewaltigung, Missbrauch, “zum Sex gedrängt” sowie über das Bild, das sie von Polanski zeichnen. Es ist auch von Sex, Drugs and Rock’n'Roll die Rede.

Vor wenigen Wochen erfuhr die breite Öffentlichkeit vom jahrelangen Missbrauch in den 70ern und 80ern am Canisius-Kolleg in Berlin.  Auch an anderen jesuitischen Schulen in Hamburg und Baden-Württemberg sollen dieselben Padres sich wieder an Jungen vergangen haben. Der Orden schwieg, die katholische Kirche hielt die Sache unter Verschluss.

Seit Bekanntwerden der Missbrauchsfälle ist eine neuerliche Debatte über die katholische Kirche, das Zölibat, Pädophile und Homosexuelle in Gang gekommen. Eine wichtige Meldung nach wenigen Tagen war, dass noch unklar sei, ob die Verjährungsfrist in diesen Fällen gelte. Man wolle der Sache zügig nachgehen.

In ihren Texten singen Sido, Bushido, Frauenarzt, B-Tight & Co. u.a. von Fotzen und Vergewaltigung und scheiß Schwuchteln.

Sie führen ein bürgerliches Leben, verdienen sehr viel Geld, werden oft zu Talkrunden und in andere Shows eingeladen, sind Lieblinge der Mainstreampresse und setzen sich u.a. für Jugendliche mit Migrationshintergrund in Problembezirken ein.

Peter Scholl-Latours aktuelles Buch “Die Angst des weißen Mannes. Ein Abgesang” rangiert in der Spiegel-Bestsellerliste auf den vorderen zehn Plätzen. In dem Buch ist u.a. von Rassen, fernen Ländern, exportierten Werten des weißen Mannes wie Demokratie und Menschenrechte (von denen nichts bleiben wird) und hässlichen Inselfrauen die Rede.

Keines der rezensierenden Medien nimmt die Worte Rassismus und Sexismus in den Mund.

“Der Islam”, Minarettverbot, Karikaturen, Terrorismus

Studien finden heraus, dass antisemitische Haltungen in Deutschland zunehmen. Hauptsächlich unter Menschen mit arabischem oder türkischem Hintergrund.

Linksextremismus

Sogenannte Extremismusforscher glauben, dass Deutschland und seine demokratischen Wertvorstellungen vom aufkeimenden “linken Terror” erodiert werden. Auf Demonstrationen der NPD und rechtsextremen Gruppierungen, bei denen Menschen, Linke, Alternative, Punks, Antifas und Autonome als Gegendemonstranten in Erscheinung treten und u.a. mit Sitzblockaden einen “reibungslosen” Ablauf der Nazi-Demos verhindern wollen, geht die Polizei gegen diese mit besonderer Härte vor. In Berlin werden 2009 weit über 300 Pkw in Brand gesteckt. Nicht immer handelt es sich um Luxuswagen. Immer handelt es sich um eine linksextremistische Straftat. Die TäterInnen werden trotz intensiver Polizeiarbeit nur selten bis gar nicht ermittelt. Die Berichterstattung über Rechtsextremismus nimmt ab. Rassimus und gruppenbezogene Fremdenfeindlichkeit werden gar nicht thematisiert.

Familienministerin Kristina Köhler richtet am BMFSFJ eine Abteilung ein, die sich um die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Jungen und Männern kümmern soll.

Eine aktuelle Studie des DIW hat ergeben, dass 2,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 200 größten Unternehmen Deutschlands (ohne Finanzsektor) Frauen sind. Berufstätige Männer verdienen etwa 20 Prozent mehr als berufstätige Frauen (bei gleicher Tätigkeit und Position).

Familienministerin Köhler plädiert weiterhin für die Einführung eines Betreuungsgeldes, das Eltern monatlich gezahlt werden soll, die ihr Kind nicht in eine Kita schicken.

In Deutschland gibt es nach wie vor zu wenige Kita-Plätze. Mehr Frauen als Männer arbeiten in Teilzeit, u.a. nach einer Schwangerschaft. Etwa 20 Prozent der Väter nehmen für etwa zwei Monate so genannte Elternzeit. Mütter bleiben im Durchschnitt sechs bis zwölf Monate in der “Babypause”.

Homosexuelle, die in eingetragener Lebenspartnerschaft (“Homo-Ehe”) leben, dürfen nicht zusammen mit ihrem Partner/ihrer Partnerin ein Kind adoptieren. Der Gesetzgeber erlaubt außerdem keine reguläre künstliche Befruchtung. Ein Pflegekind wird einem gleichgeschlechtlichen Paar nur selten zugeteilt.

Ehe und Familie genießen im Grundgesetz besonderen Schutz.

Menschen mit türkisch oder arabisch klingendem Namen haben bei Bewerbungen (ohne Foto) nachweislich weniger Chancen, eine Stelle zu bekommen, als Menschen mit deutschem Namen.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) arbeitet seit ihrer Einrichtung 2006 nicht wie im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vorgeschrieben mit NGOs, Verbänden und Projekten zusammen, von denen einzelne namhafte Vertreter im Beirat der ADS sitzen. Seit der Bundestagswahl im September 2009 ist die Leitungsstelle der ADS unbesetzt. Gegen die zunächst feststehende Nachfolgerin, die wie ihre Vorgängerin Martina Köppen keine Erfahrung in der Antidiskriminierungsarbeit vorweisen kann, hatte eine weitere Bewerberin auf den Posten wegen Verstoßes gegen das AGG geklagt. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz kennen etwa 30 Prozent aller deutschen BürgerInnen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist für die Bekanntmachung des  AGG verantwortlich. Staatliche und nichtstaatliche Antidiskriminierungsverbände, die u.a. (rechts-)beratend tätig sind, melden eine steigende Zahl von Diskriminierungsopfern.  Rassismus und rassistische Übergriffe werden nach wie vor von Medien, Staat und Öffentlichkeit unter Rechtsextremismus subsumiert.

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