Auf der vorletzten Stufe.

Ich habe dir weh getan und tue es immernoch. Ein Lächeln fällt dir schwer. Deine Augen sind groß und dunkel. In ihnen spielen sich kleine Geschichten ab. Das Leid noch einmal. Wir können es beide sehen.

Zuerst wehren wir uns noch. Krampfhafte Versuche, Mimik in Gefühlsregungen zu verwandeln. Doch wenn uns die Wahrheit zudeckt, werden wir augenblicklich müde.

Wir schaffen es nicht gemeinsam. Wir stehen auf der vorletzten Stufe. Sie ist morsch. Kaum zwei Füße finden auf ihr Platz, so schmal ist sie. Die vorletzte Stufe ist eben nicht für zwei gedacht. Warum wollen wir nicht weitergehen? Welche Angst ist größer, als die zu fallen?

Jetzt sitzt du da und dein Blick ist leer. Jetzt sitze ich da und weiß nicht, was ich erwidern kann. Ein Herz so alt, dass es bald ein letztes Mal schlägt.

Das Holz beginnt zu bersten.

Im Dezember 2007

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