Kristina Schröder: Der Antifeminismus-Song

Ich habe es ja verkündet, nachfolgend die Lyrics zu Kristinas neuestem Hit. Besonderes Schmankerl: Ein Wink zu den süßen Pro-Stuttgart21-Pennern. Im Anschluss ein Video zur Interpretations- und Intonationsgrundlage. Ich suche noch begeisterte Mitstreiter_innen, die mit mir zusammen das Lied alsbald performen wollen. Am besten im Frühling, da is eh T-Time (Titten raus)!

schwierig oh oh oh oh oh, ich ahne es…

feminismus hat probleme, weil ein großteil dieser szene,
nicht drauf klarkommen will,
dass frauen nun mal männer auch begehren.
sie wollen ihnen verwehren ihre liebe auch zu leben,
dieser track will was bewegen,
bin dafür und nicht dagegen.

das ist pro schröder,
feminismus kann nichts dafür,
die gesellschaft verschloss schon lang diese tür.
denn eine frau gilt als frau, wenn das verlangen, was sie spürt,
sich dominant verhält,
niemals einen chauvinisten berührt.

die norm geht noch weiter,
betrifft sogar kleider,
die moves und die sprache,
frau darf niemals scheitern,
sonst heißt es gleich,
bist du tussi oder was.
der bitterste zweifel an cool und an krass.

das gibt’s nicht nur im rock,
das gibt’s auch mit krawatte,
in allen schichten,
im einzel,
vor allem in der masse.
die managerin, die putze,
an der tür und am tor,
guck‘, die emanzen brüllen als schwestern im chor.

doch auch in der mitte,
links oder im frauenhaus,
gibt es sture feministinnen und diese hoffen drauf,
dass niemand merkt, wie fragil sie sind
und deshalb leicht dekonstruierbar sind.

alle diese pfeifen scheinen zu meinen,
der phallus sei böse und ihnen zu eigen.
mädels macht den kopf an,
wenn ihr echte frauen seid,
seid ihr cool mit mir,
alles andere ist scheiß.

[refrain]
pro schröder
und die zeit ist reif,
pro schröder,
das ist keine leichtigkeit,
wie kann man nur hassen,
dass männer regieren,
die normalität wünscht sich endlich frieden.
[/refrain]

und dann hör ich sie jammern,
es sei noch nicht alles gut.
frauenförderung, gender mainstreaming,
hey, das reicht doch zu.
2005 kam von der leyen,
aber die hartnäckigkeit lässt mich speien.

die idee von der ordnung zwischen männer und frauen
trieft zu sehr von fortschritt,
um drauf länger zu bauen.
frauen sind wichtig und alles,
doch die ein oder anderen bergen auch fallen.
welcher kann man vertrauen,
welche will nur das geld,
mancher mann hätt‘ sie zu recht am liebsten kaltgestellt.
woher wollen sie wissen,
wie ein mann sie richtig vögelt,
wenn sie doch alles so sehr ekelt.

und ganz nebenbei,
es gibt auch noch alltag, ramadan, kopftuch oder sozialen kahlschlag.
stellt euch vor, konservative sind genauso nett und doof
wie alle andern auch, das is einfach so.
alle wollen respekt und toleranz für sich,
aber das gilt irgendwie für konservative nicht.
wenn es feminismus wirklich gibt,
dann liebt er alle männer,
wenn es feminismus wirklich gibt,
dann sieht er keine grenzen.

[refrain 2x]

erzähl mir nichts von schwarzer,
die frau ist ne verkrampfte alte lesbe
und engagiert männercaust leugner.
als emanze jagt sie männer
und führte das matriarchat wieder ein.
glaub nicht den feminazis,
und wenn, dann tu‘ ihn unten rein.

gib den faschistinnen kontra,
änder dein vokabular,
du spielst ihnen auch schon mit
nur verbalem männerhass zu.

warst du mal echt verliebt
und dachtest es sei große liebe,
da gibt es heterosexuell einfach keine unterschiede.
nur mehr probleme
und die liebe nach außen zu tragen,
wird immernoch bezeichnet als unterdrückung vor sich her zu tragen.
ein cumshot impliziert die grenzüberschreitung
innerhalb der gesellschaft,
in einer welt unter zeitdruck.

das ist wie genesis,
ein hoch auf adam und eva.
hier gehts nicht um eva und ulla
und auch nicht um adam und peter.

das ist nicht nur religiös,
sondern auch genetisch bedingt.
das sind der sex und die liebe,
lass uns von vorne beginnen.

[refrain 2x]

9 Kommentare

  1. huh? das is genauso kritisch wie kiz. unterschied: intention, aber: ne kritische intention macht noch keinen kritischen text. das doch ganz normaler maskulisten-scheiß, auch wenns von n_er feminist_in geschrieben wurde. keine brechung weit und breit. hoffentlich wenigstens in der angekündigten performance.

  2. @delilah

    danke für die kritik. verortet mensch diesen song im diskursiven zusammenhang und den akteur_innen, dann dürfte das ganz weit mehr sein als nur die spiegelung antifeministischer rhetorik.

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