Temporär hassen und langfristig dagegen sein.

Als ich heute morgen von Facebook geweckt wurde, scrollte ich wie üblich durch meine Timeline und erblickte diesen Artikel hier: Ein alter Mann beschwert sich über Gleichberechtigung und lässt kein sexistisches, heteronormatives und chauvinistisches Fettnäpfchen aus. Gewürzt mit etwas Antifeminismus und fertig haben wir das, was wir seit mehreren Jahren jeden Tag in der Zeitung lesen dürfen. Mal mit anderen Inhalten, aber letztendlich auf denselben Stützpfeilern der Scheiße. Allein der Teaser reicht zu lesen, um zu wissen, dass mensch hier nicht viel Niveau erwarten kann oder lieber gleich bekannte Maskulisten-Seiten ansurft. Trotzdem wird der Artikel angepriesen von einem Mann, den ich eigentlich für relativ schlau hielt. Nun ja, dass er letztens die Facebook-FDP-Fanseite geliked hat, hätte mich eigentlich stutzig machen müssen. Wie dem auch sei..

An dieser kleinen Unannehmlichkeit am Morgen fiel mir auf, dass ich in Zeiten von Kachelstrauß und Polassange fast täglich über Artikel stolpere, in denen sich Männer über die Emanzipation beschweren, Frauen nicht mit Emanzen verglichen werden wollen oder Victim-Blaming betreiben und überhaupt solle doch am besten der ganze Mist bleiben so wie er ist. Gemischt mit dem Mist, der eigentlich schon längst der Vergangenheit angehören sollte. Ergo: Es weht ein konservativerer, reaktionärerer Wind durch’s Land als noch vor ein paar Jahren. Die aktuellen Vergewaltigungsfälle werden medial begleitet von Geschlechterstereotypen und Verharmlosungen sexistischer Verhältnisse. Was ja am Ende, glaubt mensch an die Macht von Sprache, Texten und Diskursen u.a. dazu führt, dass Wichser wie Strauss-Kahn trotz relativ eindeutiger Beweislage wohl am Ende freigesprochen werden. Begründet wird das dann gern mit dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip, der Aufklärung und all dem Rotz, der von weißen europäischen Männern in mächtigen Positionen erfunden wurde, um ihren Besitzstand zu wahren und universale Menschenrechte für ihren eigenen Vorteil zu instrumentalisieren.

Dass selbstverständlich nicht nur weiße europäische Männer oder die Prinzipien hegemoniale Männlichkeit und Androzentrismus die Verantwortung für die Lage tragen, sollte klar sein. Gesellschaftliche Ordnungsprinzipien sind vielfältig und miteinander verwoben, nicht alle Ungleichheit lässt sich über Patriarchat erklären, schon gar nicht über Schuldzuweisungen an Individuen.

Ungleichheit systemisch zu analysieren und zu kritisieren, statt über Interaktion zwischen Individuen, die lediglich eine Ausformung des Systems ist, braucht lange. Langwierige Denkprozesse, Reflexionsprozesse, Selbstkritik und permanente Selbsthinterfragung und Abgleichen mit der Wirklichkeit. Es braucht bestimmtes Wissen, dass leider teilweise so exklusiv in akademischen Kontexten versteckt ist. Wenn es frei zugänglich wäre, wäre es trotzdem oft unverständlich und verstörend. Verstörend, weil es eben Fundamentales in uns auslöst, unsere Welt zum Wanken bringt. Schließlich will sich keine_r schlecht fühlen. Selbst dann, wenn es für alle verständlich wäre, beispielhaft und alltagsnah, kollidiert es mit unserem Alltagswissen, das produziert wurde, um Ungleichheiten zu naturalisieren, zu verharmlosen und einzuflechten in unser tägliches Sein und Werden. Nicht zuletzt ist eine Ideologie, die Welt zu erklären und zu kritisieren, die anderen Ideologien gegenüber steht. Nur eben nicht so beliebt ist.

Ich glaube nicht, dass das Schwierigste ist, anderen zu erklären, was beispielsweise Sexismus ist, wie er verankert ist und was seine historischen Entstehungsbedingungen sind. Das Schwierigste ist, anderen zu erklären, dass Sexismus scheiße ist. Und zwar für alle. Dass Vergewaltigungsprozesse, in dem ein Strauss-Kahn involviert ist, ganz persönliche Komponenten und Auswirkungen hat.

Als ich kleiner war, verbrachte ich meine Wochenenden oft damit, mit meinen Eltern Filme zu schauen. Ich war jung und unbedarft. Worte wie Sexismus und Feminismus kamen in meinem Wortschatz nicht vor, ich hatte sie auch noch nie zuvor gehört. Merkwürdigerweise spürte ich, wenn Filmszenen unangenehm waren. Ich spürte, noch bevor sich eine Vergewaltigungsszene ereignete, dass jetzt irgendwas passiert mit dieser Frau. Noch bevor er gewaltvoll über sie herfiel, wusste ich, dass sie jetzt von ihm vergewaltigt wird. Ich kannte sexualisierte Gewalt nicht aus meinem Umfeld, nur aus Filmen und trotzdem war die Situation diese Filmszene sich anbahnen und dann anschauen zu müssen, für mich unerträglich. Ich hielt mir dann die Augen zu, ging aus dem Raum (und täuschte einen Toilettengang vor) und wartete so lange bis die Geräusche eine andere Szene vermuten ließen.

Später versuchte ich bei Filmen, die mit Darstellungen sexualisierter Gewalt glänzten, die Reaktionen meiner Mitschauenden zu beobachten. Ekel, Angst, tiefstes Unwohlsein. Allerdings nur bei Frauen. Meine Mutter sah sich irgendwann solche Filme nicht mehr an, bei denen sie sicher sein konnte, solche Szenen waren enthalten, meine Freundinnen hielten sich die Augen zu oder fingen an zu zittern. Bei meinem Vater oder Freunden: keine Reaktion. Ich weiß nicht, ob sie mit solchen Darstellungen kein Problem hatten, das normal fanden oder ihr Unwohlsein aus bestimmten Gründen nicht nach außen trugen. Was ich bis heute sicher weiß, ist, dass ich keine Erklärungen, kein Feminismus und keine Theorien brauchte, um solche Szenen abzulehnen und mit persönlicher Betroffenheit zu verbinden.

Ich erinnere mich noch gut an diese Situationen, weil sie zeigen, dass trotz der Alltäglichkeit und scheinbaren Normalität sexualisierter Gewalt keine komplette Apathie eingesetzt hat. Obwohl uns oft erzählt wird, Frauen seien selbst schuld an dem Unrecht, was ihnen angetan wird oder sollten trotz allem ihrem Peiniger doch nicht das Leben schwer machen, sind wir (oder die meisten) nicht völlig verblödet und glauben diesen frauenfeindlichen Dreck von vorn bis hinten. Ein gewisser Widerstand bleibt. Der lediglich öfter angeteasert werden müsste durch mehr Kritik, würde sie durch all die Klagelieder der jammerlappenden Privilegienpimmel durchdringen. (die bei weitem nichts zu jammern haben mit ihren Feuilletonistenbiografien, schicken Wohnungen, dicken Autos, Kindern und ner Frau, die daheim auf die Schrankwand aufpasst, während er mit seinen Kumpels nach dem zehnten Herrengedeck über feuchte Muschis und seine unfähige Kollegin sinniert)

Nicht-konsensualer Sex oder sexuelle Handlungen galten für mich lange Zeit als normal. Ich hatte selbst schon solchen – mit Männern und Frauen. Es ist in vielen Fällen eine total subtile Angelegenheit, die auch für mich im Nachhinein nicht als schlimm gilt – wider besseren Wissens. Weil ich damals nicht in der Lage war, bestimmte Dinge zu dekodieren, empfand ich entsprechende Situationen nicht als gewaltvoll oder sah in ihnen keine Ausformungen bestimmter gesellschaftlicher Verhältnisse. Dass ich das heute anders sehe und anders lebe, ist schön, aber lässt mich nicht mit Abscheu auf mein früheres Sexualleben schauen. Ich sehe es als persönlichen Reifeprozess, der mich dahin gebracht hat, heute freier und befreiter mit Menschen intim zu sein.

Das gilt nicht für alle. Das zu wissen, macht mich an anderen Stellen unfrei. Ich bin unfähig geworden, bestimmte Dinge zu ignorieren. Solche Artikel wie oben früh morgens in meiner Timeline vorzufinden, triggert mich ungemein. Ich werde wütend, traurig, böse. Ich denke mir dann: „Valerie Solanas hatte Recht. Die Welt ist scheiße. Und Männer machen sie ein bisschen scheißer.“ Dann verlasse ich das Haus, gehe meinen alltäglichen Erledigungen nach und schreibe gedanklich an einem Text. Ein Text, der mir unglaublich viel abverlangt, weil ich ständig versucht bin, Schuldige auszumachen, anzuklagen und Strauss-Kahn die Eier abzuschneiden. Habe zum Glück immer die passenden Theorien zur Hand, um das abzuschwächen und anders zu erklären. Dann bin ich etwas stolz auf mich, dass ich es doch geschafft habe, diese unbändige Wut auf das System nicht allein auf seine Ausformungen zu übertragen. Just in diesem Moment läuft eine Männergruppe an mir vorbei und meint, mich anmachen zu können, weil ich zwei Brüste habe. In solchen Augenblicken habe ich endlich verstanden, was Ironie bedeutet und vergesse fast meine gute Gender Studies Stube.

Diese Vorkommnisse zu kritisieren, macht die Sache nicht besser, hat mensch doch gleich ein paar Besserwissende am Arsch kleben, die meinen das sei doch nicht schlimm oder ich könne froh sein, „angeflirtet“ zu werden. Oder die antifeministische Keule wird rausgeholt und ich stehe als hysterische Kuh da. Dann schließe ich kurz die Augen, genieße die Ruhe und höre das Patriarchat atmen.

22 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Klaus Schroeder, Sozialwissenschaftler, geboren 1949 in Lübeck, leitet an der FU Berlin den Forschungsverbund SED-Staat und die Arbeitsstelle Politik und Technik und ist Professor am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.“

    Ich studiere am OSI der FU Berlin. Ich bin entsetzt.

  2. Starker Tobak. Es gibt halt Machtgefälle in beide Richtungen, je mehr sich die die Idee durchsetzt, beide Geschlechter seien gleich zu sehen, desto mehr wird sich auch das angleichen. Kranke Spiele halt, letztlich sagt das aber für mich eher etwas über allgemeinen Verfall von Respekt und Moral als über irgendwelche geschlechtsspezifischen Sachen.

  3. welche beiden Richtungen?

    die Idee der Geschlechtergleichheit herrscht ja schon ewig vor, ist aber nur eine Attrappe, um Schieflagen zu verdecken oder das Kritisieren dieser zu diskreditieren.

  4. Und „Verfall von Respekt und Moral“ – im Vergleich zu wann und wo, und bezogen auf wen und was? War es denn jemals substantiell besser…? Und wie lange können wir es uns leisten, gemütlich abzuwarten, bis sich „die Idee durchsetzt“?

  5. @TheGurkenkaiser: Ich kann gar nicht in Worte fassen was der Erfolg des Erbe Gramscis für mich bedeutet. „Gefängnishefte“ FTW! <3

  6. Danke für den Artikel. Hatte gestern auch eine unschöne Diskussion darüber bei Facebook. Furchtbarer Kram. Erschreckend finde ich auch, dass, würde so etwas beispielsweise über Muslime geschrieben, ein Aufschrei erfolgen würde (und das unbedingt zu Recht!). Dieselben Facebook-Freunde, die den Kram bei mir verlinkt haben, hätten den Dreck dann sicher nicht gepostet.
    Aber bei Frauen darf man’s ja…. (Hinweis: Es geht hier nicht um Oppression Olympics, nur um die Tatsache, dass menschenfeindliche Äußerungen über Frauen irgendwie bei mehr Leuten ok sind als solche über andere Gruppen)

  7. Ich erwarte auch von den Männern in meinem Nahumfeld und in der Welt allgemein, die Möglichkeit, sich in diesem System aus Hierarchie, Ausbeutung und Unterdrückung wie ein Arschloch zu benehmen, dankend abzulehnen. Soviel Selbstachtung und Verantwortung muß schon sein. Die Systemanalyse und Systemkritik darf nicht nur abstrakt bleiben, sondern sollte schon auch ganz konkret gegen die gerichtet werden, die dieses System am Laufen mittragen und zudem machen, was es dann schlußendlich ist. Und mit dem Begriff ‚Arschloch‘ sind jene gemeint, die sich Frauen gegenüber wie Arschlöcher aufführen und sich eben auf jenes System berufen, das ihnen auch noch Mut macht oder sie zumindest für Frauenverachtung nicht bestraft.

  8. In meiner konservativen Sippschaft ist es Mainstream, dass Filme mit Gewaltszenen nichts für Kinder sind. In manchen Lebenslagen sind Konservative gar nicht so schlecht.

  9. Zu:
    „Begründet wird das dann gern mit dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip, der Aufklärung und all dem Rotz, der von weißen europäischen Männern in mächtigen Positionen erfunden wurde, um ihren Besitzstand zu wahren und universale Menschenrechte für ihren eigenen Vorteil zu instrumentalisieren.“

    Mit Verlaub: die universalen Menschenrechte können und sollen von jedem und jeder zum eigenen Vorteil eingesetzt werden. Ja wie denn nicht??
    Und mich gruselt, wie locker du hier das Rechtsstaatlichkeitsprinzip als „Rotz“ weißer europäischer Männer“ entsorgst. Echt krass!

  10. Hallo Nadine!

    Ich besaß noch nie ein Fernsehgerät. Gelegenheit, mir Kinofilme anzusehen, ergaben sich nur gelegentlich. Dennoch meine ich, daß Vergewaltigungen selten wirklich in allen Einzelheiten dargestellt werden, und so, wie es Feministen behaupten, als Sieg im Bürgerkrieg gegen die Frauen gefeiert wird. Was gibt es denn stattdessen zu sehen? Schauen wir uns doch mal Western-, Heimat-, James-Bond-Filme an! Was sehen wir da? Jede Menge Mord & Totschlag! Aber keine Vergewaltigungen! Dennoch einen ganzen Haufen überkommener Geschlechter-Clichees! Da gibt es dichotome Weltbilder zu sehen, gnadenlos ohne Rücksicht auf die Rechte des anderen ausgetragene Konkurrenz unter Männern, vulgo der Kampf des Guten gegen den Schurken. Und zum Schluß darf der Held das edle, grundgute und naiv-hilflose Geschöpf, das eben erst vor den Nachstellungen des Schurken errettet wurde, nach Hause führen. Alles erzkonservativ.

  11. „in allen Einzelheiten“ wäre wohl eine Frage der Definition, die ich gar nicht treffen möchte/könnte.
    Es kommt schon m.E. relativ häufig vor, dass Vergewaltungen von Drehbuchautor_innen als schneller Plot-Device eingesetz werden um einen „Schurken“ als besonders Böse zu charakterisieren und/oder um den „Helden“ noch in letzter Minute zur Rettung eilen zu lassen und ihn so als besonders heldenhaft dastehen zu lassen (so von wegen unschuldige Jungfrau retten und so).
    Erstes Beispiel, das mir da sofort einfallen würde, wäre da „Zurück in die Zukunft“ (eigentlich einer meiner Lieblingsfilme), der ja schon nicht gerade ein Nischenfilm ist.

  12. Ich finde die Argumentation des Artikels in weiten Teilen sachlich und schlüssig. Was aber das Gedisse der Aufklärung angeht, da sollte man sich schon überlegen, ob nicht auch Emanzipation und Feminismus Teil dieser Entwicklungslinie sind.
    Nur weil etwas von weißen Männern (es waren aber auch Frauen dabei ;-) erfunden wurde, muss es deshalb nicht schlecht sein.
    Auch die Kritik an Geschlechterrollen erfolgt selbst beim kritischsten Menschen vor dem Hintergrund des Eingebundenseins in herrschende Verhältnisse. Auch radikale Kritik entbindet nicht von der selbstkritischen Analyse. Es sollte stets die Einsicht mitschwingen, dass man, frau, mensch oder wer auch immer niemals ganz und gar unbelastet von dem ist, was am heftigsten abgelehnt wird. Vergisst man das, dann hört man doch auf, emanzipatorisch zu reflektieren.
    Dieses schwarz/weiß Denken, bei dem man selbst immer auf der richtigen Seite steht – das ist zutiefst antiaufklärerisch und antiemanzipatorisch.

  13. @egal und Claudia Klinger

    Manchmal ist es hilfreich, nicht einzelne Aspekte eines Textes sich rauszugreifen und kontextlos zu kritisieren. Oder die Links zu klicken oder mal den ein oder anderen Text mehr zu lesen von der Autor_in, die mensch kritisiert. Aber trotzdem danke für die Erklärungen allgemein bekannter Tatsachen. Hat hier noch niemand gemacht oder gedacht.

  14. @ Lantzschi (zu den Äußerungen ggüber egal und Claudia)

    Na komm, nicht gleich beleidigt sein (so hört sichs nämlich an), das macht jeden Ansatz von Diskussion sofort kaputt.

    Hatte nicht den Eindruck, dass hier irgendjemand dich (als Person) kritisiert, wie es von dir anscheinend empfunden wird, sondern, und das ist ein Unterschied, dass da Menschen deine Texte ernst nehmen, sich damit auseinander setzen … und kritisieren. Kritik ist eine Form von Ernstnehmen.

    Und hey, niemand unterstellt dir, dir nicht auch schon mal ein, zwei Gedanken über Aufklärung gemacht zu haben, – wieder kein Grund beleidigt zu sein. Da die reine Einsicht in Zusammenhänge oder Tatbestände aber niemals ausreicht, sondern diese mit ständiger Selbstkritik und -reflektion auch im Alltag umgesetzt werden wollen, sollte so ein Hinweis wie der von egal, dass man sich nie von vornherein auf der sicheren Seite wähnen darf doch eigentlich nur dankbar angenommen werden. Im Geiste der Aufklärung…

  15. Ich find im Anschluss an aynur die Frage nach der Darstellung von Vergewaltigung im Film interessant. Außer in Filmen, in denen Vergewaltigung das eigentliche Verkaufselement ist (Sexploitation, Porn, Horror), scheint mir der Mainstream die explizite Darstellung von Vergewaltigung eher zu umschiffen — ganz im Gegenteil zu anderen Handlungen sowohl aus dem Bereich Sex als auch dem Bereich Gewalt. Wenn sie thematisiert wird, dann vor allem, um den Motivations-Hintergrund einer Figur in einem intimen Gespräch über die Vergangenheit auszumalen. Ausnahme: Rache-Szenarien, wo die Vergewaltigung gezeigt wird, um spätere Gewalttaten gegen den Täter zu legitimieren. Siehe auch:
    http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/RapeAsDrama
    http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/RapeAsBackstory
    http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/RapeIsTheNewDeadParents

  16. @plomlompom

    hm, da habe ich irgendwie andere erfahrungen gemacht bzw. andere filme gesehen, die nicht in die von dir genannten kategorien fallen und trotzdem explizite darstellungen sexualisierter gewalt zeigen, obwohl die mit der eigentlichen handlung erstmal nicht viel zu tun haben. aber danke für die spannenden links.

    @barbara

    ich weiß nicht, wovon du sprichst.

  17. @lantzschi
    wovon ich spreche? Ich frage mich z.B., wie dein sonstiges Ringen um eine aufgeklärte, reflektierte, auch selbstreflektierte Perspektive damit zusammen zu bringen ist, dass du den Kommentar von „thinkaboutit“ (welcher direkt nach meinem erschien) gelöscht hast. Nix mit „think about it“, also? Der Kommentar war sehr sachlich geschrieben und setzte sich differenziert mit deinen Positionen auseinander. So funktioniert perspektiverweiternde Diskussion. Und das sollte doch in deinem Interesse sein, wenn ich das richtig verstanden habe…?!

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