23 an der Zahl

Wie versprochen gibt es nun meine 23-seitige Seminararbeit zur Bekämpfung der 23%igen Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen zum Download.

Ganz genau geht es um dieses Thema:

Das AGG als rechtliches Instrument proaktiver Gleichstellungspolitik – Chancen und Grenzen des Antidiskriminierungsrechts zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit am Beispiel von Deutschland

PDF zum Download

Die Arbeit ist auf Medienelite unter einer CC-Lizenz veröffentlicht und sollte dementsprechend so behandelt werden. Alles andere wäre unnett. Aber da verlasse ich mich auf eure Medien- und Urheberrechtskompetenz :-)

Fragen, Anmerkungen, Kritik usw. wie immer in die Kommentare. Danke!

17 Kommentare

  1. Danke, ich werde die Chance wahrnehmen, mir sowas mal durchzulesen.

    Aber da verlasse ich mich auf eure Medien- und Urheberrechtskompetenz :-)

    Vielleicht solltest du darüber zunächst auch erst noch eine Seminararbeit schreiben. :D :D :D

  2. auf seite 4 hat sich im ersten absatz das wort „Von“ eingeschlichen ohne dass ein satz kommt. ich hasse normalerweise das ständige rechtschreib-klugscheißen, aber da es eine seminararbeit ist, wollte ich nur fragen ob da ein satz kommt der bei mir irgendwie nicht angezeigt wird (uralt-version vom adobe reader) oder ob das einfach ein überrest eines gelöschten satzes etc. ist.

    inhaltlich bin ich zu matschig im kopf um jetzt noch mehr zu sagen als „daumen hoch!“, ich hoffe das reicht. :D

  3. Obwohl ich ständiges Klugscheißen liebe… äh – einen aktuellen Reader verwende, steht das „Von“ bei mir auch allein an besagter Stelle.

  4. @rc und claude: danke für den hinweis. ja. komischerweise steht da noch ein von… oO (hab’s ausgetauscht)

    aber wie das so ist mit solchen arbeiten. 300x liest man und überliest man…die dozentin wird’s verkraften. hoffentlich ;)

  5. Hey.

    „Bei positiven Maßnahmen handelt es sich um temporäre
    Fördermaßnahmen, die obsolet werden, sobald eine Defacto-Gleichstellung erreicht ist.“

    OB CEDAW, EU, Art 3.2 Satz 2 GG, oder AGG. Es wäre echt schön, wenn bei all den Euphemismen für „positive Maßnahmen“, also *individueller – gesetzlicher – Diskriminierung* von Menschen aufgrund ihrer angenommenen sozialen Nichtdiskriminierung mal Kriterien dafür aufgestellt werden würden, nach denen eine Gleichstellung erkannt werden kann und nicht immer nur eine solche behauptet werden würde. Aus Lohnungleichheit alleine auf Diskriminierung zu schließen, ist sicher bequem, aber unzureichend. Habe ich in der Arbeit die Analyse der Zusammensetzung der angegebenen 23% Lohndifferenz überlesen? Die Frage auf welchen Anteil davon überhaupt der Begriff Diskriminierung sinnvollerweise angewendet werden kann, wenn Diskriminierung etwas anderes bedeutet als statistische Gleichheit – die ja schon denklogisch nie bestehen kann.

  6. Ich erlaube mir mal den Hinweis, die verwendeten Zitierregeln und -weisen bei der nächsten Arbeit zu prüfen und exakter anzuwenden, bspw. für die folgenden Punkte:
    -Index am Satzende immer nach dem Punkt.
    -Bei indirekter, nicht wortgetreuer Zitation Fußnote mit „Vgl.“ o. ä. beginnen.
    -Bei direkter Zitation steht Fußnote direkt hinter dem in Anführungszeichen gefassten Wort, dann in der Fußnote allerdings ohne „Vgl.“ (Fußnoten 2 und 3 machen es bspw. genau umgekehrt).
    -Fußnoten immer mit Punkt abschließen (und normalerweise mit Großbuchstaben beginnen)
    -Keine unnummerierten Pseudoüberschriften wie bspw. auf Seite 12 außerhalb der Gliederung.
    -Ggf. im Hinblick auf Vorgaben Lehrstuhl/Institut zu prüfen: Einzeiliger Abstand der Fußnoten besser…?

    Ich empfehle für die nächste Seminar- oder Magisterarbeit Bücher à la „Wissenschaftliches Arbeiten“ o. ä., das wertet die Arbeit (auch in notentechnischer Hinsicht) sicher auf..
    VG Robert

  7. @Robert: komisch, dann ist alles, was ich bisher an wiss. Arbeiten gelesen habe, unwissenschaftlich. Und: interessant, du hast neben der Arbeit auch die gesamte Literatur, auf die ich verwiesen habe, ausführlich studiert? Und: wusste gar nicht, dass ein Begriff neuerdings ein direktes Zitat ist. Wissenschaftliches Arbeiten ist mir übrigens völlig neu.

    @jj: hast du die Arbeit gelesen? dann versteh ich nämlich erst recht nicht, was du eigentlich sagen willst. bisschen wirr auch, wie pauschal du Begriffe wie Gleichheit, Gleichstellung und Diskriminierung verwendest. Da gibt es Unterschiede. Auch innerhalb der Begriffe.

  8. Hallo Lanzschi,
    ich möchte dem gescholtenen Robert ein bisschen zur Seite springen. Zu ‚meiner Zeit‘ bzw. ‚in meinem Fach‘ (M.A. in Geschichte im Jahr 2005) wäre diese Arbeit wegen formeller Fehler abgelehnt worden, vgl. Roberts Hinweise zur Zitierweise. Vielleicht ist das in anderen Fächern / mittlerweile weniger strikt, aber die genannten Regeln helfen durchaus.
    Dies soll ausdrücklich keine Kritik an den Inhalten darstellen und dich auch, was die Zitierweise angeht, nicht bloßstellen – im Gegenteil! Ich finde die Arbeit sehr gelungen, inhaltlich stringend, soweit ich das beurteilen kann. Erst recht, da es ja, wie du schreibst, deine erste richtige Seminararbeit ist. Umso mehr – meine ich – sollte es ein Ansporn sein, beim nächsten Mal auch formale Grundregeln stärker zu beachten.
    Schöne Grüße
    gingit

  9. Woraus schließt du denn, dass ich sie nicht beachtet habe? Weder Robert noch du können das beurteilen, es sei denn, ihr kennt die zitierte Literatur auswendig…zumal wie gesagt, ich es in diversen Literaturen anders gelesen habe, als Robert meinte. Außerdem: der Ton macht die Musik.

    Danke für das Lob!

  10. Hallo Lantzschi nochmal,
    in Anbetracht der späten Stunde nehme ich mir exemplarisch nur die ersten Fußnoten vor:
    FN 1: Die FN endet mit einem Punkt (richtig), die anderen auf der Seite (6) ohne. Nun könnte man das darauf schieben, dass in der FN ein Zitat mit deiner Aussage verbunden wird. Dem Zitat in FN 1 fehlt zudem die Seitenangabe.
    FN 2: Führt Autor und Erscheinungsjahr auf, dann mit Doppelpunkt abgetrennt die Seitenzahl. Punkt am Ende fehlt. Zudem handelt es sich hier um ein indirektes Zitat, welches mit Vgl. eingeleitet werden sollte.
    FN 3: Hier wiederum wird direkt zitiert, weswegen das vgl. weggelassen werden sollte. Es fehlt die Seitenzahl. Mit oder ohne ‚v/Vgl.: Fußnoten werden immer wie Sätze behandelt: Sie beginnen mit Großbuchstaben und enden mit Punkt.
    FN 4: Ein indirektes Zitat, daher ist hier das Vgl. richtig. Es fehlt wieder die Seitenzahl.
    FN 5: Ein indirektes Zitat, es fehlt das Vgl., diesmal ist aber die Seitenzahl angegeben.
    Im Folgenden führst du die Seitenzahlen fast immer auf, gut! Einfach darauf achten, die gehören immer dazu. Nicht ’nur‘ meistens ;-)
    Wie gesagt, es sind Formalia. Dazu brauche ich die zitierte Literatur nicht auswendig zu können. Wörtliche Zitate=ohne Vgl., indirekte Zitate=mit Vgl.; immer die Seitenzahl dazuschreiben. Die Fußnote gehört i.d.R. hinter die Anführungs-/Schlusszeichen, die Satzzeichen jedoch hinein, in der Reihenfolge: „Zitat zitiert Zitat.“FN, nicht „Zitat zitiert ZitatFN“.
    Die Zitierregeln weichen sicher von Fach zu Fach etwas voneinander ab, bei einigen wird der Verlag angegeben, bei anderen nicht usw. Es wird zunehmend amerikanisch statt deutsch zitiert, wie hier z.T.
    So oder so sollte man das Schema, für das man sich entschieden hat, sklavisch durchhalten.
    Ton macht Musik, das ist richtig, aber ich befürchte, wenn man seine Hausarbeit ins Netz stellt und explizit zu Fragen, Anregungen und Kritik auffordert, muss man sich wohl gefallen lassen, dass sich so Kleinkarrierte wie ich (und vielleicht auch Robert ;-)) an diesen Formalia reiben. Und wie gesagt: bei der Masterarbeit (heißt die jetzt so?) hauen DozentenInnen dir eine Arbeit u.U. wegen solcher Banalitäten um die Ohren oder ziehen Punkte ab.
    So, jetzt ist aber gut, ich reibe mich nun lieber an meiner (ebenfalls klein-)karrierten Bettdecke und wünsche noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht! (Und hoffe, in meiner Müdigkeit nicht zu wirr zu sein…) ;-)
    gingit

  11. Danke für deine Mühe. Mmh ich kenne die Unterschiede zwischen vgl/nichtvgl indirekt und direkt. Ich habe auch Literatur dazu gelesen. Deswegen kann ich mit arroganten Belehrungen von Robert nichts anfangen.

    In der Literatur, die ich in der Arbeit verwendet habe (siehe quellenverzeichnis), ist die Zitierweise wiederum ab und zu anders. Manchmal dient dort ein vgl. um Allgemeingültiges noch einmal zu referenzieren oder zu sagen: wenn du Beweise brauchst, schau mal in dem Werk von blabla, Jahreszahl blabla nach. Die haben das vor x Jahren auch schon so ähnlich rausgefunden.
    Oder wenn direkt zitiert wird, dann in Anführungszeichen und unten in amerik. Weise, wenn indirekt zitiert wird, erkennt man es lediglich an fehlenden Anführungszeichen. Fast überall wird variiert bzw. gibt es Abweichungen von der Norm, die wir beide kennen.

    mein Verweis auf die angegebene Literatur hätte jedenfalls gezeigt, dass nicht alles in Anführungszeichen ein direktes Zitat ist: bspw. doing gender. ist ein eigener Begriff und kein Zitat. Woher der Begriff stammt, ist im Index angegeben (aus dem Gesamtwerk von West/Zimmerman). Das müsste sich aber eigentlich aus dem Kontext ergeben. Ich habe ihn in Anführungszeichen gesetzt, um ihn abzuheben bzw. kenntlich zu machen, dass es sich hier um ein begriffliches Konzept handelt.

    oder dass nicht jede fußnote hinweis auf ein zitat ist: bspw. bei butler 1991 – Da habe ich nicht zitiert, sondern ihr Gesamtwerk von 1991 verkürzt wiedergegeben. Auch das ergibt sich aus dem Kontext. Ich hätte das noch transparenter machen können, fand aber dieselbe Vorgehensweise und andere, die von der vgl./indirekt/direkt/immer Seitenzahl abweichen, in sozialwissenschaftlicher Literatur.

    Wo ich dir allerdings Recht gebe, ist die Sache mit den Satzzeichen und Beginn in Großbuchstaben. Danke für den Hinweis.

    Und klar, würde ich mir lieber inhaltliche Kritik wünschen. Allerdings: gut, wenn an Formalien herumgekrittelt wird, dann gab es wohl inhaltlich nichts zu meckern ;-)

  12. Hallo Nadine,

    entschuldige bitte, ich wollte nicht so einen Staub aufwirbeln. Da ich dein Blog sehr gern lese, wollte ich dich keineswegs ärgern. Insofern wäre es sicher besser gewesen, zumindest auch zu betonen, dass es ansonsten (zumindest was den Aufbau der Arbeit und den erkennbaren roten Faden der Arbeit angeht, soweit ich das aus meiner laienhaften Perspektive beurteilen kann) wenig zu meckern gab.

    Allerdings sollte man eben auch bedenken, dass es bei unvollständiger oder ggf. eigensinniger Zitierweise v.a. bei einer anvisierten weiteren wissenschaftlichen Karriere auch empfindlich eins auf die Mütze geben kann: Eine Google-Recherche mit „aberkennung doktorwürde zitation“ liefert da reichlich Beispiele, auch von Leuten, denen die Fehler in ihrer eigenen Zitierweise bis zum Schluss nach eigener Aussage gar nicht bewusst gewesen sind.
    Zu den Einzelbeispielen möchte ich nur kurz folgendes sagen:
    -doing gender könnte man vielleicht in Kursivschrift setzen, dann wird hierbei auch der Unterschied zwischen direkten Zitaten und lediglich betonten oder besonderen Wörtern deutlicher.
    -Auch beim Bezug auf ganze Werke ist es eventuell zu überlegen, bspw. mit Seitenzahl „S. 3ff.“ oder so ähnlich zu arbeiten, um nicht den Eindruck zu erwecken, man hätte diese vergessen.

    „Fast überall wird variiert bzw. gibt es Abweichungen von der Norm, die wir beide kennen.“ Das ist zwar richtig, aber meiner Meinung sollte man da dennoch sehr vorsichtig sein, da sich allein damit die Korrektheit der eigenen Zitation nicht unbedingt beweisen lässt. Dies betrifft bspw. auch unnummerierte (und nicht in der Gliederung integrierte) Zwischenüberschriften, von denen generell abgeraten wird, die aber dennoch beliebtes Stilmittel auch in Dissertationen etc. sind. Insofern ist der Ratschlag „So oder so sollte man das Schema, für das man sich entschieden hat, sklavisch durchhalten“ auch aus meiner Sicht extrem wichtig – wobei man sich als Student allerdings normalerweise nicht selbstständig entscheiden kann, sondern üblicherweise mehr oder weniger strenge Vorgaben des Lehrstuhls/der Fakultät/der Uni umzusetzen hat.

    Wie auch immer. Für diese Arbeit wünsche ich dir natürlich trotzdem eine gute Bewertung, und für alle zukünftigen Arbeiten maximale Erfolge!

    Eine sehr witzige Analyse der „Pedinatologie“ findet man übrigens hier:
    http://rsw.beck.de/rsw/upload/Presse/Die_Bedeutung_der_Fu%C3%9Fnote.pdf

    Viele Grüße
    Robert

  13. @robert: danke für deine antwort und es freut mich natürlich, dass du hier schon so lange dabei bist.

    du hast recht, ich hätte die „anders gemeinten“ fußnoten und zitate besser von den „richtigen“ abgrenzen müssen. wie schon gesagt, oftmals gibt es da keine klaren vorgaben, beim nächsten mal dann :)

  14. Wenn wir schon bei den Formalien sind:

    Ich hätte mir direkt in der Einleitung eine Quellenangabe für die 23% gewünscht. Auch für einen fachfremder Leser müssen alle Fakten nachprüfbar sein.

  15. Lieber Horst, dass Sie sich grad an der Zahl 23 erregen und an keinem anderen Faktum, das in der Einleitung (oder auch am Schluss) nicht mit einer Fußnote belegt ist, wundert mich. Zumal die in der Arbeit angebenen Quellen Ihnen hinreichend Datenmaterial bieten.

    Lesen oder Trollen, das ist hier die Frage. Lassen Sie mich raten, sie sind kein Analphabetiker oder?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.