Einzelkämpfer_innen oder Kollektive? Auch eine Generationenfrage.

Wenn ich Vorträge halte oder Workshops gebe, fällt mir immer wieder auf: Es gibt kaum Verbindungslinien zwischen jungen und älteren Feminist_innen. Entweder sitze ich vor jungen Leuten, die etwa mein Alter haben oder vor älteren Frauen. Und immer – wirklich immer – wenn ich vor älteren Frauen spreche, dann merke ich: die Generationenfrage ist omnipräsent. „Wo sind denn die jungen Feministinnen von heute?“, „Was tut ihr denn?“, „Warum interessieren sich immer wenige junge Frauen für Feminismus?“, „Alice Schwarzer – wie denkst du über sie?“ sind Fragen, die ich fast immer bekomme. Oft bin ich schockiert über diese Fragen, weil sie mir zeigen, dass sich ältere Frauen eigentlich kaum im Netz bewegen, zumindest nicht da, wo die feministische Blogosphäre vor sich hin wurstelt. Wenn ich dann erzähle, was „wir Jungen“ im Netz und durch das Netz so machen, dann sind sie ganz erstaunt, beinahe glücklich. „Ich bin so froh, dass es euch gibt. Ich habe für diese Kämpfe keine Kraft mehr.“

Die Fragen zeigen mir auch, dass ältere Frauen in autonome Protestformen nicht mehr involviert sind. Die Frage, was die jungen Feminist_innen heute so tun, würde sich ja erübrigen, wenn es Verbindungslinien in autonome queer_feministische Gruppen gäbe. Dann würden ältere Feministinnen sehen, dass „wir“ uns nicht nur im Netz bewegen, sondern auch draußen. Auf der Straße. FLT*-Demo am 8. März. Abtreibungsgegner_innen ärgern Ende September, Flüchtlingsprotestmärsche unterstützen, Veranstaltungen organisieren, Musik machen, usw.

Auf der anderen Seite fällt mir auf, dass junge Leute tatsächlich wenig Interesse zeigen, an feministischen Ideen und Projekten der älteren Generation. Entweder, weil alles auf Alice Schwarzer reduziert wird (Strohpuppen galore!), eine_r sich gegen das Label Emanze sträubt, das Patriarchat für überworfen hält oder viele Geschichten schlicht unbekannt sind. Unbekannt, weil sie kaum Eingang gefunden haben ins Alltagswissen (hegemoniale Geschichtsschreibung, ick hör dir trapsen!) oder weil – ja – Individualisierungstendenzen im heutigen neoliberalen Regime ganz wunderbar funktionieren. Viele Feminist_innen sind Einzelkämpfer_innen mit losen Verbindungen zu anderen Einzelkämpfer_innen. Es geht viel um die Verbesserung der eigenen Lebenssituation bzw. der Lebenssituationen von Menschen, die ähnlich gelagert sind wie die eine_r selbst. Weniger um größere Struktur- oder Systemfragen.

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Vortrag zu Intersektionalität in feministischer Theorie und Praxis

Ich habe im Mai einen Vortrag an der Uni Hamburg zu „Theorie und Praxis – doch weit voneinander entfernt? Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks“ gehalten. Aus dem Einladungstext:

Die Kritik, die Frauen mit Behinderungen, Lesben, Schwarze Frauen, Migrant_innen, Trans* und einige andere Gruppen bereits vor Jahrzehnten an der feministischen Bewegung formulierten, ist nach wie vor aktuell. Auch die Slutwalks, die Demonstrationswelle gegen sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungsverharmlosung, sahen sich mit nahezu identischen Anwürfen konfrontiert. Obwohl die Organisator_innen die intersektionalen Verschränkungen sozialer Positionen in ihrer Arbeit versuchten zu berücksichtigen – sei es im Selbstverständnis, in der Organisation der Demo selbst oder in der Nachbereitung.

Nach wie vor kommt es innerhalb feministischer Gruppen und Bewegungen zu Ausschlüssen, Aneignungen und Übergriffen jeglicher Art, ungeachtet der Tatsache, dass Feminist_innen heute auf das Wissen ihrer Vorgänger_innen zurückgreifen (können).

Der Vortrag will der Frage nachgehen, inwiefern feministische Theorie und Praxis im Widerspruch stehen, welche Grenzen, Schwierigkeiten und Paradoxien feministischen Handlungs- und Widerstandsweisen zu Grunde liegt und warum Intersektionalität oft nur Theorie ist.

Der Vortrag wird bald auf der Seite der AG Queer Studies als mp3 abzurufen sein. Wer lieber nachlesen will, der_die kann hier meinen Vortrag als PDF herunterladen.

Wie wollen wir im Netz füreinander Verantwortung tragen?

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich der Gedanke, welche Strategien und Praxen es für Räume des Netzes (Chats, Foren, Mailinglisten, Twitter, Facebook, Blogs, etc.) gibt, die mit den dort stattfindenden sexualisierten Übergriffen, Formen verbaler Gewalt, Stalking, Mobbing, *istische Beleidigungen, Hate Speech – einen sensiblen und verantwortungsbewussten Umgang finden, welcher die Bedürfnisse von Betroffenen und potentiell Betroffenen in den Vordergrund stellt.[ref]Vor einigen Monaten flammte mal kurzzeitig eine Debatte um „Internetethik“ auf, die auf meine Fragen/Gedanken nur bedingt eine Antwort wusste und sich eher mit „universaleren“ Fragen um Moral und Kommunikation auseinandersetzte.[/ref]

Es ist auffällig und ich schrieb das ja schon mal, dass feministische Gedanken zumindest im Netz eine höhere Reichweite besitzen (können) als noch vor ein paar Jahren. Die „feministische Netzgemeinde“ wächst stetig, einzelne Personen gewinnen mehr Einfluss, mensch macht sich halt so Gedanken, warum da eine_r jetzt so emanzipatorisches Zeug ins Netz pustet, schließt sich vielleicht an, lehnt es ab, braucht noch ein paar Minuten länger zum Nachdenken. Die Vernetzung untereinander ist fester und stärker (so zumindest mein Eindruck), mensch trifft sich auch außerhalb des Internets gelegentlich, ein paar Freund_innenschaften sind auch entstanden.

Die „feministische Netzgemeinde“ (im Folgenden „wir“ – jede_r darf sich hier angesprochen fühlen, die_der meint sich angesprochen zu fühlen) ist sehr heterogen, vielleicht nicht unbedingt von ihren sozialen Positionen her (was definitiv schon etwas aussagt, aber jetzt hier nicht Thema sein soll), allerdings von ihren theoretisch-praktischen. Alle erdenklichen Feminismen sind vertreten, mal mehr, mal weniger diskursiv wirkmächtig, aber es gibt sie. Und je nach dem, welche Position eine_r vertritt, erntet sie_er dafür Zustimmung, Kritik, Ablehnung bishin zur Anfeindung. Das ist jetzt einigen von uns z.T. mehrfach passiert, mensch steht diese Phasen der Hasswellen irgendwie durch, macht das mit sich allein aus oder redet mit Freund_innen drüber, mit anderen Feminist_innen (offline wie online) und danach ebbt das ab. Was zurückbleibt ist ein bisweilen merkwürdiger Bekanntheitsgrad, Außenstehende bilden sich dann ihre Meinungen und mit dieser vorgefertigten wird daraufhin jeder neu geschriebene Text gelesen und kritisiert. Das ist erstmal ein „normaler“ Vorgang, den ich nicht weiter kritikwürdig finde, ich fasse das mal unter Hermeneutik ;)

Nervig bis übergriffig wird es allerdings, wenn mensch für jeden Furz von der Seite angeblökt wird von irgendwelchen „Kritiker_innen“, ständig der eigene Name in den wüstesten Zusammenhängen auftaucht, @replies auf Twitter eintrudeln, Mails kommen, in denen die eigene Fickbarkeit analysiert wird ohne mit der Wimper zu zucken, als sei es das Normalste der Welt, fremden Leuten EMails zu schreiben und über ihre Person und ihre Sexualität wild in den Raum zu fantasieren, heterosexistische Sprüche abzulassen, Grenzen zu überschreiten. Kann mensch die Maskulisten recht einfach im Netz verorten, die sich ja eher selbst zum Gespött machen mit ihren abstrusen Thesen, die Vergewaltigungsandrohungen per Mail irgendwann überlesen werden (dickes Fell ftw!), sind es gerade die „Kritiker_innen“, die mir in diesem Zusammenhang etwas Sorge bereiten. Es ist eigentlich nur eine Frage des Wann, nicht des Ob, mensch wieder zur Zielschiebe antifeministischer und übergriffiger, hämischer und *istischer Ausgüsse über die eigene Person wird.

Offenbar fühlen sich genügend Menschen in irgendeiner Form durch die Äußerungen einiger Feminist_innen derart bedroht und belästigt, dass sie keine Gelegenheit ungenutzt lassen, um im Geheimen oder auch ganz öffentlich für alle einsehbar ihre Verbalattacken loszulassen. Don’t feed the trolls heißt es ja bekanntlich und wer mich kennt, weiß, dass ich von dieser beschissenen Anweisung wenig halte, verlagert sie die Verantwortung zu den Betroffenen.

Besonders tricky werden diese ständigen Attacken durch die Eigentümlichkeit des Netzes besonders kurze Kommunikationswege zur Verfügung zu stellen, so dass mensch über maximal 10 Ecken sofort zur ersten und zur letzten Ecke gelangt, manchmal sind die Ecken auch Bekanntschaften, Kumpels, Freund_innen. Im Netz kennt mensch sich, ohne sich dafür jemals in real getroffen haben zu müssen. Und, das darf bei allen Personenfragen nicht außen vor gelassen werden, es sind nicht immer ad hominem Geschichten, die eine_r im Netz kalte Schauer über den Rücken jagen oder das Triggerpotenzial in die Höhe schnellen lassen, sondern oft auch (egal ob unbedarft-naiv oder gewollt) Äußerungen zu Themen, mit denen sich (nicht nur) Feminist_innen seit Jahrzehnten und -hunderten beschäftigen. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Geschichte auf Twitter als ein bekannter Netzmann damit prahlte, sich ein T-Shirt drucken zu lassen, auf dem sinngemäß stehen sollte, dass er ein Vergewaltigungsapologet sei (und stolz drauf). Anlass war ein relativ polarisierender Text über Äußerungen und Einstellungen, die eine rape culture befördern (können). Der Text richtete sich ausschließlich an ein „männlich“ gedachtes Publikum aus Sicht einer „weiblich sozialisierten“ Person. Nun, einige Aussagen darin fand ich auch eher schwierig, ist aber Frage der feministischen Perspektive und kein Grund für irgendwen sich über reale Phänomene wie rape culture und Betroffene lustig zu machen in Form eines aufmerksamkeitsheischenden Tweets, der oft zitiert wurde und viel Zustimmung fand.

Mir ist es schleierhaft, warum sich Personen mit Dingen auseinandersetzen, die sie ablehnen und lächerlich finden, von denen sie auch keine Ahnung haben und sich auch nicht näher damit beschäftigen möchten (in Form von vorsichtigem, interessiertem Nachfragen oder selbstständiger Wissensaneignung). Wahrscheinlich weil es im Rahmen von vermachteten Diskursen (wo klar ist, welche Sprecher_innenposition das Privileg der Definitionsmacht besitzt) ein einfaches ist, bestimmte Hegemonien zu pflegen ohne dafür auch nur ansatzweise Kritik oder Sanktion zu erfahren. Im Gegenteil: Es klatscht Beifall, male (oder antifeminist) bonding galore, ist Anlass für persönliche Attacken oder schlicht Selbstvergewisserung und Machtdemonstration.

Das war jetzt mal so ein Querschnitt durch meine tägliche Erfahrungswelt im Netz, aber auch jener Erfahrungswelten von anderen Feminist_innen, die sich jetzt irgendwie mitgemeint fühlen oder selbiges erlebt haben. Nur mal so, um das Problem aufzureißen, von dem ich mir eine intensivere Bearbeitung wünsche, weil das Netz unser Raum genauso ist.

Denn den Umgang mit diesem Problem erlebe ich bisher so, dass zu solchen Fällen meistens geschwiegen wird. Klar gibt es auch Diskussionen, Widerspruch, bei heftigen Attacken auch mal nen bösen Kommentar und ggf. ein Twitter-Unfollow oder Block (auch bei Facebook), selten aber wirklich selten Blogeinträge, wo das Ganze noch einmal analysiert und kritisiert wird, eine breite Solidarisierung gegen die Kackscheiße gefordert wird. Wenn die Personen, die davon erfahren, nicht selbst betroffen sind oder sich als auch als Betroffene sehen, – nothing -. Das kann verschiedene Gründe haben und deshalb ist das jetzt nicht wertend gemeint, sondern deskriptiv.

„Interessant“ wird es an der Stelle, wo die Person, die Kackscheiße produziert /produziert hat/, sich im gleichen sozialen Umfeld bewegt, wie die betroffene Person. Es also wie oben bereits angesprochen Verbindungspunkte gibt. Mensch ist also als Betroffene_r gezwungen, dieser Person (in der antisexistischen Arbeit wird er_sie „Täter“ genannt) Eintritt in den Raum zu gewähren, in dem sich die_der Betroffene auch aufhält. Besonders bitter ist diese Tatsache dann, wenn die Verbindungsperson(en) sich als Feminist_innen verstehen, die eigentlich für solche Dinge sensibilisiert sind/sein sollten. Noch bitterer, wenn sich diese „Beziehungsdynamiken“ dann auch noch in die offline-Welt verlagern und mensch nicht mehr bestimmte Veranstaltungen besuchen kann oder diverse Räume meidet, weil sich dort Menschen aufhalten, mit dem mensch keine Atemluft teilen kann oder will.

Auf Kritiken an diesem „Zulassen“, dieser Konfliktvermeidung (die eigentlich eine Konfliktintensivierung ist für Betroffene) wird oft mit Abwehrverhalten reagiert: „Was hat denn das mit mir zu tun? Warum sprichst du mich jetzt an? Was soll ich denn da machen? Ich kenne Person XY nur flüchtig. Person XY ist mein_e Freund_in. Das musst du schon selbst regeln, wenn es dich stört. Der_die hat halt (bitte hier Bezeichnung irgendeiner pathologisierten Verhaltensweise einsetzen) und deshalb ist er_sie so. Nimm’s nicht so schwer. Ach naja, ich kenne Person XY nicht anders. Das macht er_sie mit allen. Ignorier’s halt. … …“ All diese Antworten sagen: Ich will mich damit nicht auseinandersetzen, deine Perspektive ist mir nicht so wichtig. In Einzelfällen kam es auch schon zu Victim Blaming oder Solidarisierung mit der attackierenden Person. Das gehört (zum Glück) zu den Ausnahmen. Was das schlussendlich bedeutet, auch dafür hat die antisexistische Praxis einen ziemlich eindeutigen Begriff: Täterschutz.

In der antisexistischen Arbeit gibt es für den Umgang mit solchen Vorfällen zwei (mir bisher bekannte) Konzepte: Definitionsmacht (Defma) und Community Accountability (CA). Während das erste Konzept konkrete Handlungsleitfäden im Umgang mit Betroffenen und Tätern bereithält, uneingeschränkt die Wünsche der Betroffenen in den Vordergrund stellt und wenn nötig den Täter konsequent aus Räumen verbannt und/oder den Kontakt abbricht, liegt bei CA auch (aber nicht nur) ein Fokus auf Präventivarbeit, um solche Vorfälle zu vermeiden. Defma soll auch sensibilisieren und Aufklärungsarbeit leisten, muss aber nicht mit Täterarbeit einhergehen, sondern das Hauptaugenmerk liegt auf der Betroffenenperspektive. CA ist also umfassender angelegt, meiner Interpretation nach. Das soll allerdings keine Hierarchisierung der Konzepte sein.

Ich frage mich nun, inwiefern diese Konzepte auch auf Räume des Netzes anwendbar sein können, auf ihre spezifischen Grenzen, Eigenschaften, Kommunikationswege und Beziehungsdynamiken. Würde das Defma-Konzept 1:1 übertragen werden, müssten die Betroffenen entscheiden, was sie sich wünschen von anderen, von den attackierenden Personen, ggf. wären auch hier eine radikale Meidung entsprechender Personen oder konsequente Ausschlüsse (den solidarisierende Personen mittragen und vor anderen auch vertreten) die Folge. Mindestens, und das wäre bei beiden Konzepten der Fall, wäre so eine offene Diskussion (ohne Infragestellung, Rechtfertigung der Betroffenen) möglich über den Umgang mit solchen Personen und Vorfällen. Konsequenzen und Gefühlslagen könnten in einem wertschätzenden Klima besprochen werden, ohne Perspektiven von Betroffenen zu negieren. Öffentlichkeitswirksamer Solidarisierungen und Aktionen gegen diese Formen der Gewalt wären ebenso möglich. Auch hätten andere Betroffene die Möglichkeit sich zurückzuziehen und bei diesen Aktionen nicht mitzuwirken, da sie Triggerpotenzial beinhalten, aber ein Rückzug aus Täterschutzgründen wäre nicht mehr tolerierbar.

Nachfolgend findet ihr ein paar wertvolle Links zum Einlesen in die beiden Konzepte, die Yori Gagarim vor einiger Zeit mal zusammengetragen hat, danke hierfür. Ich möchte mit euch in Austausch darüber treten, was ihr für Ideen/Links/Texte habt, für gangbar haltet, euch wünschen würdet, ihr könnt natürlich auch eure Erfahrungen mit Gewalt oder mit den Konzepten (gern auch anonym) per Mail an mich oder in die Kommentare schreiben. Ich werde äußerst streng moderieren, so dass sich hier keine Leute tummeln können, die hier nichts zu suchen haben. Super fände ich auch, ihre schreibt eigene Blogposts zum Thema (schickt mir ggf. den Link, wenn ihr nicht wollt, dass das an die große Glocke gehängt wird), damit sich nicht alles auf das Blog hier konzentriert und mehr Menschen davon erfahren. Danke.

http://www.incite-national.org/index.php?s=114

http://www.phillyspissed.net/node/36

http://www.transformativejustice.eu/wp-content/uploads/2010/11/Taking-Risks.-CARA.pdf

http://incite-national.org/media/docs/0985_revolution-starts-at-home.pdf

http://defma.blogsport.de/

http://asbb.blogsport.de/2008/07/24/queering-intimate-violence-antisexistische-praxis-gegen-gewalt-im-queeren-kontext/

http://www.transformativejustice.eu/?p=437

http://asbb.blogsport.de/2008/03/23/when-my-anger-starts-to-cry/

http://transformation.blogsport.de/

http://www.phillyspissed.net/node/18

http://www.phillyspissed.net/node/10

http://www.jpberlin.de/antifa-pankow/defmacht/

Freitagshach.

„The feminist agenda is not about equal rights for women. It is about a socialist, anti-family political movement that encourages women to leave their husbands, kill their children, practice witchcraft, destroy capitalism, and become lesbians.“

(Pat Robertson – 1992 Republican National Convention) 

Ein kleiner Radikalfeminist wider Willen <3 (Kindstötung ist selbstverständlich konservative Rhetorik für das Recht auf Abtreibung)

Don’t speak for me anymore! Nachlese zur #rp11

Ich bin noch immer ganz geschafft von diesen anstrengenden drei Tagen, die sehr viel positive und negative Gedanken zurückgelassen haben.

Beginnen wir zuerst mit den schönen Dingen, die die diesjährige re:publica mit sich brachte >> Ich hatte die Gelegenheit, endlich die Menschen hinter den Avataren, Blogs und Profilen kennen zu lernen, mit denen ich schon einige Zeit in Kontakt stehe. Oder diejenigen wiedergesehen habe, die ich bereits kenne. Konstruktive Kritik, belebender Austausch, kollektive Unterstützung und wahnsinnig inspirierende Gehirnblitze. Was mich auch dazu bringt, meine seit fünf Monaten ruhende Rubrik „Menschen aus diesem Internet“ mal wieder zu beleben. Danke, danke, danke für die letzten Tage an: @yetzt, @TheGurkenkaiser, @puzzlestuecke, @ihdl, @philipsteffan, @johl, @hanhaiwen, @hdsjulian, @saganelle, @girlscanblog, @kotzend_einhorn, @RiotMango, @matthiasr, @comme_un_autre, @habichthorn, @fraeulein_tessa, @dieKadda, @textartistin, @bergdame, @bommeljogi, @autofocus, @ageleie, @i_need_coffee, @kuebra, @mlle_krawall, @annnalist, @sv, @lana74, @moeffju, @eva_ricarda, @kixka, @m_boesch, @skudij, @tanjcar und alle, die die feministischen und/oder frauengeführten und/oder frauenbeteiligten #rp11-Panel aufmerksam verfolgt haben. Danke auch an alle, für die ich leider keine Zeit hatte, die ich nicht erkannt habe oder für die mir nach all dem Informations- und Menschenoverkill die Muße für Austausch fehlte. Und danke für all das Lob, das andere Aktivist_innen und ich während dieser drei Tage erhalten haben.

Neben der mittlerweile leider obligatorischen Kritik am nicht vorhandenen Internet und teilweise sogar zusammenbrechenden Handynetzen auf der #rp11 bleibt aber leider auch ein fader Beigeschmack. Obwohl die #rp11 in diesem Jahr (meine dritte insgesamt) so auffällig vielfältig war wie noch nie und sehr unterschiedliche Themen besetzt wurden, ist es erschreckend, wie homogen sich die Veranstaltung trotzdem noch darstellt. Unzählige nabelbeschauende, um sich selbst kreisende Panels, inhaltsleere Vorträge über gesellschaftlich wichtige Debatten dieser und kommender Jahre und zu großen Teilen ein Publikum, das sich mal ernsthaft Gedanken über Respekt, Anerkennung und wertschätzende Kommunikation machen sollte.

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