Armer Don.

Was er sich dabei wohl gedacht hat.

Bei ihm frage ich mich auch so oft, woher er seine Motivation nimmt, anderen ans Bein zu pinkeln, damit ihm seine treuen Leser und Vasallen wieder wohlwollend zustimmen und die DonAlphonso 4 President Fahne schwingen.
Wenn er mal nicht schiefgelaufene PR-Aktionen aka Viralmarketingstrategien alias Werbefuzzimaßnahmen usw etc pp Sachen an den öffentlichen Pranger stellt, wobei sowas ja massenhaft täglich in der unendlichen Weite der freien (Medien-)Wirtschaft vorkommt, dann kann er auch mal den persönlichen sich selbst reflektierenden getretenen Hund auspacken, um seine Vasallen immer wieder aufs Neue mit seiner vielseitigen Art zu begeistern.

So getan im o.g. Bsp. Schön an sich, es wird diskutiert über Qualität und Quantität der Leser. Ein gemeinschaftlicher Diskurs zwischen AdSense und Kommentaren, zwischen Bullshit und Trackbacks. Don ist ja der Meinung, dass ein Post mit über 50 Kommentaren als sinnerfüllend gilt. Ist aber wiederum gegen sinnlose Kommentare. [Wir lassen mal aus, dass er selbst ständig seine Beiträge kommentiert um im Diskurs zu bleiben]
Ist da nicht was Paradoxes? Die Comments dazu lesen sich ähnlich. Es geht vom „ich seh das nicht so, aber du hast recht“ bis „stille Leser=blöd“.

Im Grunde ist ein Blog, je nach Inhalt, der Social Porno für gesellschaftlich Minderbemittelte wie mich. Ich warte auch auf Comments und freue mich über jeden Einzelnen, weil ich weiß, dass ich allein es war, der denjenigen zu ein bisschen Fingerbewegung inspiriert hat. Genauso weiß ich doch aber durch solche niedlichen Sachen wie Blogcounter oder doch mal ein reales Gespräch, wie viele dieses Blog hier wirklich lesen. Und dann weiß ich, dass ich richtig liege mit dem was ich hier schreibe, es gefällt. Mehr nicht. Also wenn ich wirklich in einen Diskurs treten will, dann red ich doch. Gespräche, Diskussionen. Bla. Bla. Bla.

Don hingegen provoziert meiner Meinung nach nur mit seinen New Economy Attacken.

[…] und auch nicht die Googleabfragen, mit denen sich SEO-Trash und Tittenposter wie Erik Hauth feuchte Höschen machen.

Wenn er damit fertig ist, kann er sich schon mal auf seine 50 Kommentare freuen. Und dann? Es ist doch fast so wie bei allen anderen A-Bloggern bzw. deren Kommentatoren. Hauptsache ich kommentier mal was, damit meine eigenen Klicks nach oben schnellen. Aber zurück zu Don. Oder bessergesagt zu einem Kommentator dieses Posts. Dieser meint, je mehr gebloggt und kommentiert würde, desto mehr fürchte er sich vor der Auswahl und Überschwemmung mit Text. Ergo weniger Interesse an evtl. interessanten Beiträgen. Und die Interessantesten interessieren sowieso die Wenigsten. Da kann ich zustimmen. Ich hatte schon mal einen ähnlichen Beitrag.

Schlussendlich ist diese ganze Diskussion um die User-/Leserzahlen doch völliger Quark. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein und weniger Egomanie hätte ich mir von solchen Leuten schon erwartet. Die bloggen nur des Bloggens wegen. Arme Würste. Na gut, ich find diese Seite hier auch schön, aber ich behaupte nicht, sie sei so wichtig, als dass ich mir um meine Leser Gedanken mache.
Mr. Namedropping kokettiert. Permanent. Und schafft sich dadurch sein Publikum. Mit was? Einer lang toten New Economy. Das ist ja wie, wenn einer über die Werbeeinbußen und rückläufigen Auflagenzahlen der Printbranche spricht. Gähn.

Ich find den Don nicht gut. Selten. Außer, wenn er mal über sowas redet. Und man merkt, dass er auch wirklich sein kann.

Das perfekte WordPress

Ich bin verzweifelt.

Ich hasse Foren.

Ich hasse die WordPress-Plugin Database.

Ich hasse schnörkelige bunte „Ich habe gerade das erste Mal meine Regel bekommen“-Themes.

Wo finde ich Hilfe?

Wer kann mir erklären, wie ich die schwarz-grauen Freiflächen neben meinem Blog füllen kann?

Wer empfiehlt mir das perfekte Theme, das ich nie wieder wechsele?

Wer hat einen „von php zu html wordpress editor“ für mich?

Happy Birthday to me!

29.1.2006 – Mein erster Blogeintrag

29.1.2007 – Medienelite wird 1 Jahr! Jubeln?? Näääh. Das is ja viel zu billig. Ab jetzt feiere ich mich ein Jahr selbst. Jawoll.

In einem Jahr erreichten medienelite.blogspot.com und medienelite.de zusammen gut 35.000 page impressions, davon etwa 15.000 uniq user (Besucher). Mittlerweiler kommen etwa 7% der Besucher über Google. AdSense brauch ich deswegen trotzdem noch nicht. PageRanks interessieren mich genauso wenig.

Hätte ich einen Tag-Zähler würden die meisten zusammengeklaubten Worte: Medienelite, Elitär, Mittweida und Fake-Faktor sein.

Bedanken möchte ich mich für Verlinkungen, Trackbacks, Erwähnungen, Unterstützung, Gespräche, Lob, Kritik, Hilfe, Fake-Faktor und Inspiration bei: Dietze, Denise, Mario und seine Schlampen, Cheinema, Herrn Szabo, Lensche, Timo & Felix, Ralf, Franzi & Daniel, Susi, U-Fisch, Sören, Leandro, meinen anderen Homies aus CN&CK 04/05. Muhar.

Demnächst wird es sinntragende Beiträge zum Thema 1 Jahr Medienelite geben. Ach übrigens: ich war beim Frisör.

Von der Skyline zum Bordstein zurück

Nach endlosen Wochen Mittweida Dunkeldeutschland, hab ich mich auch aufgrund eines Vorstellungsgespräches mal wieder in die große City gemacht. Da wunderte ich mich bereits am ersten Tag, wie ich innerhalb kurzer Zeit enorme Strecken zurücklegte und sich Menschen und soziales Umfeld komplett veränderten.

Route 1 (Freitag): [Mittweida – B/Schönefeld -] Potsdam (Vorstellungsgespräch) – Warschauer Straße (Treffpunkt) – Oranienburger Str. (Sushi) – Eastgate Marzahn (Blöd glotzen) – Biesdorf (Blöd glotzen 2) – Hönow (anhübschen) – Simon Dach-Straße (kein Parkplatz gefunden) – Mudd Club (Elektrorock-Party) – Rangsdorf (auf dem Weg Westberlin anglotzen)

Route 2 (Samstag): Rangsdorf РH̦now (essen) РFrankfurter Allee (in einer Bar zu viel trinken) РMarzahn (Geburtstag von Pimps) РH̦now

Route 3 (Sonntag): Hönow – Ahrensfelde (Käffschen) – über A10 und A13 back to Dunkeldeutschland (des Sturmes wegen etwas langsamer)

Anstrengend, aber gewohnt. Witzig dabei ist, dass man quasi mal nen Querschnitt durch gesamt Deutschland mitgemacht hat ^^
Für weitere Führungen durch Berlin und Tipps für ein schönes Wochenende bitte bei Letzin am Markt14 klingeln…

Battle #6: Die Le(e)hre des Kategorischen Imperativs – Warum Kant im 21. Jahrhundert (nicht) wiederkommt.

Metamorphose.

Ich weiß ja nicht, ob Kant jemals gelebt hat. Oder ob er nur als Pseudonym für ne ganz arme Wurst aus dem 18. Jh. verwendet wird. Oder ob er der Notenständer von Bach war oder der Federhalter von Lessing.

Ich weiß nicht, ob Kant nur im Geiste des damals unmündigen Mobs Bestand hatte, das eigentlich zu klug und gleichzeitig zu dumm war für eine Wende und man sich mit pseudophilosophischen Floskeln lange Zeit der wahren Realitäten und Konsequenzen wehrte. Nehmen wir Kant einfach mal als Sinnbild für eine neue Zeit – damals versteht sich. Ob er nun gelebt hat, sei dahin gestellt. Grimms Märchen mögen ja auch viele.

Aufklärung ist doch nichts weiter als dass mir jemand ins Gesicht brüllt, was für ein Untermensch ich bin. Aber das weiß ich doch spätestens nach der dritten Wiederholung meines Hauptschulabschlusses?! Oder bin ich da schon zu blöd, um das mitzukriegen? Muss es mir erst gesagt werden? Arm.

Mal angenommen dieser Kant hat Recht. Dann müsste es ja so sein: Ich blöd, weil ich es nicht anders möchte. Kant intelligent, weil er anders ist und sagt mir jetzt, so und so läuft der Hase. Hm…

…

Hör ich dann auf so einen Penner? Unter meinen gegebenen völlig primitiven Voraussetzungen? Komm ich überhaupt drauf, dass der, der mich da eines besseren belehren will, ne total arrogante Sau ist? Ja ja, jetzt kommt die zeitgenössische Bourgeoisie mit: Der war doch in der falschen Zeit geboren!!

Glaubt mir, wenn er jetzt noch leben würde, würde ich ihn treffen und sagen: Du bist nicht in der richtigen Zeit gestorben.

Dabei reden ja viele von: das 21.Jh. – die Aufklärung kommt zurück! Hä? What the fuck? Würde denn jetzt jemand auf diesen Chauvi hören? Der will mir was von Licht, Kategorischen Imperativ und Unmündigkeit erzählen? Mir? In einer Zeit, wo ich sage, der Hase läuft so und so? Das glaubt ihr? Ihr seid doch primitiv. Unmündig. Selbst verschuldet.

Geht raus in die Sonne.