Posted on Jul 7, 2010

Feuer geben

Seit nun mehr als zwei Jahren schlage ich mich durch Berlin und seine Bars, Kneipen, Cafés und Clubs mit Rauchverbot. Zu Beginn dachte ich: OMFG, es wird ganz furchtbar werden. Ich fühle mich diskriminiert, warum gehen die Nichtraucher_innen eigentlich nicht raus, um frischen Sauerstoff zu atmen?

Und eigentlich ist es seit über zwei Jahren total entspannt. Am Anfang bekam ich immer Panik. Suchen wir jetzt bitte ein Lokal, wo mensch rauchen darf? Sonst halt ich es in dem Laden keine zwei Minuten aus. Mittlerweile ist die Lage entspannt und mir ist es völlig wurst, ob ich da rauchen darf oder nicht (Der Mensch ist ein Gewohnheitstier). Zugegeben, es gibt einen unschönen Nebeneffekt: in vollen Clubs rieche ich nun alle Körperausdünstungen. Nikotin und Teer haben das bis dato ganz gut verdeckt. Dementsprechend rochen dann aber auch meine Klamotten am nächsten Tag. Widerlich.

Das wars allerdings mit negativ. Das Positive überwiegt am Rauchverbot. Meine Klamotten stinken nicht mehr, ich rauche weniger und ich tue aktiv etwas für meine Gesundheit und die aller Nichtraucher_innen. Denn das ist das wichtigste Argument: Es ist kein Rauchverbot (auch wenn das diskursiv so dargestellt wird), sondern ein Nichtraucherschutzgesetz.

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