<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Medienelite &#187; Medien</title>
	<atom:link href="http://medienelite.de/tag/medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://medienelite.de</link>
	<description>Kann mehr.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 May 2012 10:12:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Die Leier vom Laster</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/02/09/die-leier-vom-laster/</link>
		<comments>http://medienelite.de/2010/02/09/die-leier-vom-laster/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 17:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entsaftet]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienelite.de/?p=1863</guid>
		<description><![CDATA[Stefan Niggemeier hat einen Text über Kai Diekmann geschrieben. Schon wieder. Stilsicher, technisch einwandfrei, gewitzt, pointiert &#8211; was anderes ist man bei Niggemeier auch nicht gewohnt. Er beginnt und beendet den Text mit Zitaten von 2006, Satzbausteine aus einem Artikel von Niggemeier über Diekmann, der damals im SZ-Magazin erscheinen sollte, es aber nie tat. Gründe: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-methode-diekmann/">Stefan Niggemeier hat einen Text über Kai Diekmann geschrieben.</a> Schon wieder. Stilsicher, technisch einwandfrei, gewitzt, pointiert &#8211; was anderes ist man bei Niggemeier auch nicht gewohnt. Er beginnt und beendet den Text mit Zitaten von 2006, Satzbausteine aus einem Artikel von Niggemeier über Diekmann, der damals im SZ-Magazin erscheinen sollte, es aber nie tat. Gründe: unklar.</p>
<p>Der Inhalt des neuerlichen Diekmann-Rants, dieses Schwanensees der Yin Niggemeier und seinem Yang Diekmann, ist so erschreckend genau und bezeichnend für die Maschinerie der Massenmedien, die sich in den meisten Fällen nur um sich selbst drehen, statt um ihre Leserschafft, die Welten erschaffen, Skulpturen erbauen und aus Reliquien &#8220;The new shit&#8221; kreieren. Und andersherum. Damit Opfer fordern. Ob sie nun Wahrhaftigkeit, Würde, Vertrauen oder Gisela heißen.</p>
<p>Doch der Niggemeier-Text offenbart in seiner allumfassenden Wuthomogenität noch eine zweite erbaulichere Ebene, eine Ebene, die vielleicht nur für Menschen sichtbar ist, die selbst journalistisch tätig sind und sich für Medienkritik aus nicht weniger selbstsüchtigen Beweggründen interessieren, wie die Holzfäller der alten Journalistengarde, die, einsam, in ein Feuilletonpapier gehüllt, nur für ihre eigenen Artikel atmen.</p>
<p>Die Ebene ist vielleicht auch sichtbar für Menschen, die aus selbstsüchtigen Gründen Medienkritik verschlingen, heimlich oder ganz offen (und doch meistens allein) vor ihrem Notebook hocken, sich gnadenlos freuen über die nächsten Ausreißer der Presse wie das kleine Kind vor dem Wagen des Eismanns. Mit schallendem Gelächter zeigen sie mit ihren fettigen, zierlichen, schwitzigen oder rissigen Fingern auf die Buhmänner und Buhfrauen, die früher noch JournalistInnen waren. Medienkritische Menschen wie Niggemeier lassen diese armen Wesen in friedfertigem Glauben, sie könnten es besser, wenn sie nur die Gelegenheit hätten oder beim Schopfe packen würden. Und weil die Erhaltung dieses Glaubens, an dem Niggemeier seit Jahren so altruistisch wie stoisch mitarbeitet, so fundamental ist, laufen diese armen Wesen ihm zu, händeringend, in Heerscharen, weinend, glückselig, als wäre der Messias endlich gekommen, um die Menschen aus ihrer von den Medien aufoktroyierten Unmündigkeit zu befreien.</p>
<p>Es ist beinahe traurig, dass sie enden würden wie die Klagefrauen vor ihren Toten, wenn sie erkannten, dass sich niemand außerhalb dieser kleinen Medienblase dafür interessiert, wofür ihr kleines armes Herz schlägt. Dass die Medienwelt nicht besser geworden ist mit Niggemeier &amp; Co., dass sie auch nie schlechter war, als Niggemeier &amp; Co. es immer so gerne heraufbeschwören. Dass die Medienwelt nichts weiter ist als jede andere Berufswelt, mit all ihren Fehlern, Klüngeleien, Lügen und Halbwahrheiten. Mit ihren Affären und Skandälchen, mit ihren Paid-Content-Modellen und ihren Total-Buy-Out-Verträgen.</p>
<p>Natürlich, natürlich, ich hatte beinahe vergessen zu erwähnen, dass Massenmedien noch heute die tägliche Agenda bestimmen, auch wenn viele kleinere und größere Blogs eine besonders lobenswerte Parallelöffentlichkeit geschaffen haben. Dass Medien nun einmal das sind, was sie sind: einflussreich und beeinflussbar. Manipulation des Geistes. Ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft. Nun ja, so will ich wenigstens hinzufügen, dass ich Kloschüsseln ebenso für einen unverzichtbaren Teil unserer Gesellschaft halte und nicht damit leben könnte, würde es keine Firma mehr geben, die sie herstellen könnte, nur weil ein jahrelang wirkender Mensch auf die moralischen Missstände innerhalb der Kloschüsselherstellbranche aufmerksam gemacht hätte. Oder ein anderer minimale Fehlkonstruktionen an den Kloschüsseln nachgewiesen hätte.</p>
<p>Menschen sind laster- und fehlerhaft und mit ihrem Verhalten oder Nicht-Verhalten streifen sie verschiedene relevante Bereiche mit verschiedenem Impact.</p>
<p>Menschen sind fabel- und zauberhaft und mit ihrem Verhalten oder Nicht-Verhalten streifen sie verschiedene relevante Bereiche mit verschiedenem Impact.</p>
<p>Yin und Yang.</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1863&amp;md5=878ebb08e0d179f0d571496e4e93c0d3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://medienelite.de/2010/02/09/die-leier-vom-laster/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=8127&amp;popout=1&amp;url=http%3A%2F%2Fmedienelite.de%2F2010%2F02%2F09%2Fdie-leier-vom-laster%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Die+Leier+vom+Laster&amp;description=Stefan+Niggemeier+hat+einen+Text+%C3%BCber+Kai+Diekmann+geschrieben.+Schon+wieder.+Stilsicher%2C+technisch+einwandfrei%2C+gewitzt%2C+pointiert+%26%238211%3B+was+anderes+ist+man+bei+Niggemeier+auch+nicht+gewohnt.+Er+beginnt+und+beendet...&amp;tags=Journalismus%2CMedien%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Einer geht noch.</title>
		<link>http://medienelite.de/2009/06/18/einer-geht-noch/</link>
		<comments>http://medienelite.de/2009/06/18/einer-geht-noch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 19:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entsaftet]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienelite.de/?p=1178</guid>
		<description><![CDATA[Diese Buch legte mir heute meine Chefin kurz vor Feierabend auf den Tisch &#8211; für alle Ahnungslosen: Mercedes Bunz. Was sie gerne macht in unregelmäßigen Abständen, wenn sie ihren Fundus aufmerksamkeitsheischender Geschenke aussortiert.  Zuletzt durfte ein Redakteur das Fotoporträtband von Angela Merkel bei Ebay versteigern. Witzig. Irgendwie. Mittlerweile habe ich schon die zweite Packung dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medienelite.de/wp-content/themes/themasterplan_tma_v1/tma/images/latest/Bild050.jpg"><img class="size-medium wp-image-1179 alignleft" title="Bild050" src="http://medienelite.de/wp-content/themes/themasterplan_tma_v1/tma/images/latest/Bild050-225x300.jpg" alt="Bild050" width="225" height="300" /></a>Diese Buch legte mir heute meine Chefin kurz vor Feierabend auf den Tisch &#8211; für alle Ahnungslosen: Mercedes Bunz. Was sie gerne macht in unregelmäßigen Abständen, wenn sie ihren Fundus aufmerksamkeitsheischender Geschenke aussortiert.  Zuletzt durfte ein Redakteur das Fotoporträtband von Angela Merkel bei Ebay versteigern. Witzig. Irgendwie. Mittlerweile habe ich schon die zweite Packung dieser dämlichen Kaugummis, die sie mir ebenfalls geschenkt hat, in meiner Tasche. Die sollen so ein neues Geschmackserlebnis sein und auf der Zunge knistern und sowieso ein Leben lang schmecken. Äh. Nein. Tun sie nicht. Nach hinreichendem Rumreichen dieser Reichenkaugummis findet die gesamte Redaktion: Kann man sich sparen. Den Dreck. Trotzdem ist das so ein Berliner Gedöns und Holm Friebe hat da auch was mit zu tun. Ja mit diesen Kaugummis. Nein, warum ist mir egal, ich will es auch nicht erklärt wissen. Jedenfalls habe ich mich über dieses Buch gefreut. Zunächst.</p>
<p><span id="more-1178"></span></p>
<p>Nach kurzem Durchblättern entdeckte ich zumindest schon mal keinen Sascha Lobo darin. Sehr gut. Nach zweitem Durchblättern entdeckte ich bekannte Gesichter und: ich hatte es schon fast geahnt &#8211; einen Beitrag über Mercedes Bunz. Irgendwie logisch. Katharina Borchert ist ja auch dabei. Muss ja. Die Quotenfrauen, wenns um Online-Journalismus geht. Der Rest männlich gefärbt, man mag es schon gar nicht mehr zu Bedenken geben, wie dieser ganze Medienbums von der Männerwelt regiert wird.</p>
<p>Der Beitrag über Frau Bunz ist so erwartbar und originell wie meine Witze&#8230;  Anfang und Ende sind gleich &#8211; es geht um ihren Namen. Das Beste allerdings zum Schluss: &#8220;Und das ist auch gut so.&#8221; Ja, Berlin und so. Jetzt haben&#8217;s auch die letzten verstanden. Und bekloppte Bezeichnungen wie etwa &#8220;Das Tornado-Mädchen&#8221;. Ich lache ein wenig vor mich hin, gehe in den Feierabend und weiß schon jetzt, dass ich dieses Buch in dieselbe Ecke stellen werde wie <a href="http://twitpic.com/7qben">dieses andere Buch, dass ich niemals lesen werde.</a> Warum?</p>
<p>Meta. Dieses Buch ist von Journaille für Journaille. Allein der Journalist an sich ist ja schon Meta. Redet er über seine Zunft Metax2. Schreibt er über andere aus seiner Zunft Metax3. Wird das Ganze als Buch veröffentlicht Metax4. Ich trage dazu bei, dass es Meta x5 und x6 ist. (weil ich es mir ansehe und etwas darüber schreibe). Wie zynisch, dass ich im Herbst vielleicht Medienwissenschaften studieren werde. Ich selbst bin also Meta. Ich weiß nicht, was das soll. Diese Journalisten und ihre permante latente Präsenz. Zu ernst um als Selbstironie zu gelten. Wiederum das ist die einzig logische Konsequenz. Für mich jedenfalls. Das wäre dann mittlerweile Metax8.</p>
<p>Was soll ich also mit diesem Buch? Hat sich bestimmt auch meine Chefin gefragt. Ich könnte es ja später meinen Enkelkindern vorlesen und als Science-Fiction-Roman ausgeben. (Metax9) Niggi und Fonsi battlen mit Knüwi um die schöne Katharina. Natürlich mit Laserschwert. Grandios. Meine Meta-Enkel werden mich für verrückt erklären.</p>
<p>Bis dahin bin ich ganz froh, dass auf dem Buch wenigstens die Druckerschwärze meiner Finger&#8230;D&#8217;oh!</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1178&amp;md5=e1509ecf93c001510e0c0c985d221973" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://medienelite.de/2009/06/18/einer-geht-noch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=8127&amp;popout=1&amp;url=http%3A%2F%2Fmedienelite.de%2F2009%2F06%2F18%2Feiner-geht-noch%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Einer+geht+noch.&amp;description=Diese+Buch+legte+mir+heute+meine+Chefin+kurz+vor+Feierabend+auf+den+Tisch+%26%238211%3B+f%C3%BCr+alle+Ahnungslosen%3A+Mercedes+Bunz.+Was+sie+gerne+macht+in+unregelm%C3%A4%C3%9Figen+Abst%C3%A4nden%2C+wenn+sie+ihren+Fundus...&amp;tags=Journalismus%2CMedien%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Sätze über die Medienbranche, die mir vor einem Jahr nie über die Lippen gekommen wären</title>
		<link>http://medienelite.de/2009/06/11/satze-uber-die-medienbranche-die-mir-vor-einem-jahr-nie-uber-die-lippen-gekommen-waren/</link>
		<comments>http://medienelite.de/2009/06/11/satze-uber-die-medienbranche-die-mir-vor-einem-jahr-nie-uber-die-lippen-gekommen-waren/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 17:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entsaftet]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienelite.de/?p=1137</guid>
		<description><![CDATA[Ich bewundere freie Journalisten Ich möchte freier Journalist sein Ich kann würde gern mit Bloggen Geld verdienen Enge Verzahnung zwischen Print und Online? Who cares? Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) keine Meinungsfreiheit Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) keinen Mut Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) keine Transparenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bewundere freie Journalisten</p>
<p>Ich möchte freier Journalist sein</p>
<p>Ich kann würde gern mit Bloggen Geld verdienen</p>
<p>Enge Verzahnung zwischen Print und Online? Who cares?</p>
<p>Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) keine Meinungsfreiheit</p>
<p>Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) keinen Mut</p>
<p>Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) keine Transparenz</p>
<p>Konventionelle Medien besitzen ÜBERHAUPT (das Wort ist wichtig) kein Gespür für den Leser/Zuschauer/Zuhörer</p>
<p>Verlage sind die Sargnägel des Journalismus</p>
<p>Blogs sind wichtig</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ich muss noch viel lernen (gehört nicht zum Post-Thema, ist nur eine Erkenntnis am Rande.)</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1137&amp;md5=ff68f308550f1a8b6421ab361450c266" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://medienelite.de/2009/06/11/satze-uber-die-medienbranche-die-mir-vor-einem-jahr-nie-uber-die-lippen-gekommen-waren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=8127&amp;popout=1&amp;url=http%3A%2F%2Fmedienelite.de%2F2009%2F06%2F11%2Fsatze-uber-die-medienbranche-die-mir-vor-einem-jahr-nie-uber-die-lippen-gekommen-waren%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=S%C3%A4tze+%C3%BCber+die+Medienbranche%2C+die+mir+vor+einem+Jahr+nie+%C3%BCber+die+Lippen+gekommen+w%C3%A4ren&amp;description=Ich+bewundere+freie+Journalisten+Ich+m%C3%B6chte+freier+Journalist+sein+Ich+kann+w%C3%BCrde+gern+mit+Bloggen+Geld+verdienen+Enge+Verzahnung+zwischen+Print+und+Online%3F+Who+cares%3F+Konventionelle+Medien+besitzen+%C3%9CBERHAUPT+%28das...&amp;tags=Blogs%2CJournalismus%2CMedien%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Wir haben ein Verständigungsproblem.</title>
		<link>http://medienelite.de/2008/11/21/wir-haben-ein-verstandigungsproblem/</link>
		<comments>http://medienelite.de/2008/11/21/wir-haben-ein-verstandigungsproblem/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 12:46:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entsaftet]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[watchberlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://medienelite.de/?p=792</guid>
		<description><![CDATA[Letztens, als ich mal wieder ein bisschen referiert und nachgedacht habe über Twitter, wies mich jemand darauf hin, dass es doch super wäre, mal einen Artikel über Twitter zu veröffentlichen. Also beruflich. Dieser Hinweis artete in eine Diskussion bzw. kreatives Brainstorminung zum Thema Netzkommunikation aus. Ich muss dem hinzufügen, dass ich anders als z.B. Stefan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/marcisler/3037700752/"><img class="size-full wp-image-793 alignnone" style="border: 5px solid white;" title="3037700752_a42d9b3964_b" src="http://medienelite.de/wp-content/themes/themasterplan_tma_v1/tma/images/latest/3037700752_a42d9b3964_b.jpg" alt="" width="332" height="430" /></a>Letztens, als ich mal wieder ein bisschen referiert und nachgedacht habe über Twitter, wies mich jemand darauf hin, dass es doch super wäre, mal einen Artikel über Twitter zu veröffentlichen. Also beruflich. Dieser Hinweis artete in eine Diskussion bzw. kreatives Brainstorminung zum Thema Netzkommunikation aus.</p>
<p>Ich muss dem hinzufügen, dass ich anders als z.B. <a href="http://denquer.de">Stefan von Denquer</a> mich nach meinem Studium eher wenig mit den Fortschritten beschäftigt habe, die das Digitale uns so bringt. Social Media, Web3.0, Crowdsourcing, das ist mir alles zu abstrakt und auch schon wieder abgenüffelt wie mein Lieblingskuscheltier, das ich seit meinem Babyalter habe.</p>
<h3>Toll, aber ansatzlos</h3>
<p>Kanäle hier, Social Marketing da. Das versteh ich alles nicht. Das ist ziemlicher Nerdkram, auch wenn er etwas Fasznierendes hat. Denn mit Sicherheit liegt da die Zukunft des finanzierbaren Journalismus bzw. Schreibertums. Auch Offline. Jedoch steckt alles in den Kinderschuhen. Oder ist sogar noch Quark im Schaufenster. Wieso ist das so? Das frage ich mich in letzter Zeit ziemlich oft. Gerade auch wieder gestern, als es offiziell wurde, dass <a href="http://www.spreeblick.com/2008/11/20/watchberlin-wird-eingefroren/">WatchBerlin die Segel</a> gestrichen werden. <em>Kurzdisclosure: WatchBerlin ist ein Holtzbrinckbaby. Ich arbeite für zoomer.de. Das ist auch ein Holtzbrinckbaby. Natürlich wusste ich das schon ein paar Tage vorher mit WB. </em></p>
<p>Ich sitze in letzter Zeit des Öfteren vor meinem Mac, in der Bahn oder auch in der Redaktion, liege im Bett und es will mir einfach nicht aus dem Kopf: Die Zukunft der digitalen Netzkommunikation. Mit seinen Auswirkungen und Chancen für Medien. Wenn man sich mit Leuten unterhält über tolle und günstigere Marketinginstrumente als bspw. den Einkauf von Google-Adwords gibt, heißt es meistens ganz pathosbehangen: &#8220;Geh nicht raus und spiel dich auf. Sei leise. Hör zu. Lerne. Gesteh Fehler ein. Spamme nicht. Guter Content allein macht es nicht. Er muss gefunden werden. Gib Goodies.&#8221; Das alles, das alles ist ganz nett. Ich verstehe das auch. Trotzdem ergibt sich daraus kein wirklicher Ansatz.</p>
<h3>Konstruktion ist auch doof</h3>
<p>Ich fühle mich wieder zurückversetzt in die Zeit, als ich das Thema für meine Bachelorarbeit wusste, aber keinen blassen Schimmer hatte, wie ich das denn nun angehen soll. Der Brocken ist groß und er ist abstrakt. Dann wiederum schießt es mir durch den Kopf: Was wäre, wenn da draußen endlich die Finanzierbarkeit für tolle Dinge wartet und auch noch dazu der Weg ganz offen vor einem liegt. Man muss ihn nur noch beschreiten. Was wäre dann? Konstruierte Evolution? Ist nicht genau das das Problem, was wir seit Jahren bei allen Medienhäusern vorfinden? Konstruierte Wege führen zu konstruierten Gebilden, die nach spätestens 8 Jahren wieder in sich zusammenfallen? Wie eine Sinuskurve? Quanten, die sich ausdehnen, wieder zusammenfallen, ausdehnen, zusammenfallen? Ist nicht die einzige Chance, die wir haben, dass es abstrakt ist? Viele Wege führen nach Rom? Ja schon. Aber:</p>
<p>Selbst die nerdigsten Nerds haben all das, von dem sie immer sprechen, was sie immer hochloben, wie sie einem Brocken vor die Füße werfen und dein eigenes Vorgehen verlachen, nichts bewirkt. Wenn sie sich aufregen, über große Verlage und ihre Bremser zu stolpern, dann können sie das doch auch alles allein machen oder? Zeigt mir ein Ding, was funktioniert. Und haltet endlich euer großspuriges Maul.</p>
<p>Ich will damit nicht sagen, dass es bisher irgendwas auf Dauer funktionierendes gab. Noch immer sitzen die falschen Menschen in Entscheiderpositionen und das wird erst ein Ende haben, wenn die alle tot sind. Denn ein ganz großes Mediendesaster wird es nicht geben. Oder ist die Welt schon untergegangen?</p>
<p>Aber das kann so lange alles nicht klappen, so lange ich mir noch anhören und auch lesen muss, dass irgendwer behauptet er dürfe nicht mitspielen. Das jedoch tarnt mit vernichtender Kritik einer neuen Sache, die er einfach nicht verstehen will. Nehmen wir das Bsp. <a href="http://cartaweb.de/">Carta</a>. Große Aufregung, da würden nur verkopfte Akademiker für Akademiker schreiben. Keiner von denen, die am lautesten rumschrien, haben sich dort einen Text bis zum Ende durchgelesen. Noch besser: Gegen Autoren und ihre Vita bashen. Mit Ausnahme von 2,3 Leuten wurde noch nie in der hiesigen Blogosphäre über die Carta-Autoren geschrieben. Auf einmal wollen sie alle kennen und wissen, was die in ihrer Vergangenheit denn schon für Mist veranstaltet haben.</p>
<h3>Keiner traut sich ans Hirn</h3>
<p>Ich frage mich doch ernsthaft: Überlegt man sich hier in Deutschland wirklich mal und gesteht sich das ganz offen ein, dass die deutsche Kommunikation im Netz bisher eine völlig Irrelevante ist? Wo bleibt das Agendasetting außerhalb der klassischen On- und Offlinemedien? Da kommen mal 1,2 Themen im halben Jahr, die wirklich eine Debatte auslösen, der Rest ist Küngelei. Und dann regt man sich auf, wenn man nicht ernst genommen wird. Noch schlimmer, jedes Projekt was versucht, Agendasetting zu betreiben, etwas zu sein, was man gern liest, was Debatten provoziert, das wird gleich abgestempelt mit wirrer Kritik, deren Argumentationspfeiler so klein wie die Eier der Kritiker sind oder mit: Oh, die wollen mich nicht dabei haben.</p>
<p>Nein andersrum: Ihr wollt doch gar nicht verstehen, nachdenken und diskutieren. Ihr wollt nichts verändern außer in eurem kleinen Mikroversum. Ha, da ist die Häme groß, geht ein &#8220;Berlin-Mitte-Projekt&#8221; den Bach runter, weil sich angeblich niemand außerhalb der eigenen Agentur dafür interessiert hätte. Wird Arroganz unterstellt. Brüller. Ihr traut euch ja noch nicht mal an Texte mit Hirn ran, ihr Affen.</p>
<p>Warum Deutschland medien- und netzmäßig nicht aus dem Arsch kommt, ist eigentlich ein Zusammenspiel vieler Faktoren: Große Verlage und Medienhäuser, die nicht mit ihren Konsumenten produzieren, diskutieren wollen. Egal über welchen Kanal. Große Verlage und Medienhäsuer, die nicht gewillt sind, neue Wege zu gehen. Egal über welchen Kanal.</p>
<h3>Mit dem Mainstream reden sie auch nicht.</h3>
<p>Blogger, die eigentlich Bretter heißen müssten. Weil sie die mehrfach vor dem Kopf haben. Und Blogleser, netzaffine, die gar nichts wissen (wollen) und nur nachplappern.</p>
<p>Also erzählt mir nichts von Kommunikation und Dialog, der euch von den dicken Fischen verwehrt bleibt. Hier sind Grenzen doch schon seit Jahren abgesteckt und werden bis aufs Zahnfleisch verteidigt.</p>
<p>Und dann, ich hätte es fast vergessen, gibt es da draußen die große Mehrheit, die nicht mal weiß, &#8220;was ein Twitter ist&#8221;. Und mit denen will irgendwie gar niemand sprechen.</p>
<p>&#8212;</p>
<pre><a href="http://www.flickr.com/photos/marcisler/">Foto by Marc Isler</a> (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Creative Commons</a>)</pre>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=792&amp;md5=9435d50042a2d9d94ab1f3f7577ec6d5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://medienelite.de/2008/11/21/wir-haben-ein-verstandigungsproblem/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="https://flattr.com/submit/auto?user_id=8127&amp;popout=1&amp;url=http%3A%2F%2Fmedienelite.de%2F2008%2F11%2F21%2Fwir-haben-ein-verstandigungsproblem%2F&amp;language=de_DE&amp;category=text&amp;title=Wir+haben+ein+Verst%C3%A4ndigungsproblem.&amp;description=Letztens%2C+als+ich+mal+wieder+ein+bisschen+referiert+und+nachgedacht+habe+%C3%BCber+Twitter%2C+wies+mich+jemand+darauf+hin%2C+dass+es+doch+super+w%C3%A4re%2C+mal+einen+Artikel+%C3%BCber+Twitter+zu+ver%C3%B6ffentlichen....&amp;tags=Blogs%2CKommunikation%2CMedien%2Cwatchberlin%2Cblog" type="text/html" />
	</item>
	</channel>
</rss>

