Posted on Mai 25, 2008

Das ist Sachsen.

bild039.jpg

bild041.jpg

dsc00008.JPG

Ich liebe meine Heimat.

Wir waren wandern – im Oberlausitzer Bergland

Wir waren grillen – bei Omma im Garten

Wir waren radeln – 30 Kilometer durchs sonnendurchflutete Land.

Wir waren dekadent – in Radebeul auf Schloss Wackerbarth. Begehrtes Ausflugsziel, mit Weingut, Weinberg und gutem Wein. Elbtaler Weine sind im Trend. Sollte man nicht verpassen.

Ich war plauschen – mit meinen langjährigen und geliebten Freunden bei Lagerfeuer, einem Gläschen zu viel und herzerwärmender Melancholie.

Ich kann nicht ohne. Berlin ist mein Zuhause. Diese Stadt repräsentiert, was ich bin und wie ich denke. Dennoch male ich mir ab und an aus, wie es wäre, für einen Monat oder auch zwei oder auch drei zurückzugehen und all das nachzuholen, wozu in den vergangenen vier Jahren keine Zeit oder Gelegenheit blieb. Noch immer kenne ich jede Straße, jeden Winkel und nehme jede Veränderung in Hoyerswerda und Umgebung genau wahr.

Ich liebe den Blick hinaus nach dem Aufwachen. Ich liebe den Gang nach draußen auf die Straße. Und ich liebe die kleinen Cafés, in denen man stets dieselben Leute antrifft. Trotzdem gestalte ich mein Leben in der Großstadt, unvorstellbar erscheint mir alles andere. Sobald ich in Berlin ankomme, fällt die Last der Vergangenheit von mir ab. Ich lechze nach der City, weg mit den Erinnerungen, weg mit der schweren Melancholie, die doch so schön ist. Rein ins Chaos, in die Verdrängung.

Neulich meinte eine Bekannte: “Irgendwie zieht das Leben so an mir vorbei. Alles geht so schnell. Was mache ich eigentlich die ganze Zeit?” “Ja, du genießt passiv, anstatt aktiv zu gestalten”, erwiderte ich mit einem Grinsen im Gesicht. In der Großstadt muss man das auch nicht. Hier gestaltet sich alles um einen herum. Jeden Tag neu. Und mit einer kleinen Handbewegung zieht man das wiederum ein Stück an sich heran.

In der Heimat ist das nicht so. Passivität bedeutet dort Abstumpfen. Umso schöner, ein paar Mal im Jahr aufzutauchen, fast im Stress alles abzuarbeiten und sich dann von den Eltern fragen lassen: “Sag mal. Ist das nicht ungewohnt für dich? Wenn du hier so im Grünen sitzt und alles ruhig ist? In Berlin ist es doch so laut.”

Es wundert mich nicht mal, dass ich mit “Nein” antworte.

Aber das ist, glaube ich, der Lauf der Dinge. Der macht mich süchtig.

Posted on Dez 28, 2007

Süß und herzallerliebst.

Als ich meine letzten Tage in der Heimat verbrachte, fand ich folgende zwei Dinge ganz besonders erwärmend fürs Gemüt:

- auf dem Weihnachtsmarkt in Bautzen trank ich meinen Glühwein neben Silbermond. Alle Bandmitglieder standen mit ihren Familien im Kreis und erzählten sich lustige Sachen. Ganz ohne Fans. Niemand erkannte sie. Mutti meinte, ich solle doch mal ein Bild mit meinem Handy machen, was ich aber trotz benebeltem Gehirn strengstens unterließ. Lieber wunderte ich mich positiv darüber, wie sie doch trotz ihrer grottigen Musik ganz sympathische Menschlein sind.
- unser Zoo in Hoyerswerda macht jetzt Knut Konkurrenz. Ein Babyfischotter, Name noch nicht bekannt. Ein Mädchen. Ich hielt es auf dem Arm und knuddelte ganz fest. Bilder, wenn ich ein NOKIA-USB-Kabel besitze.

Posted on Dez 21, 2007

Raus auf’s Land. Eine Verneigung.

ich.jpg So, morgen geht’s raus aus der Stadt für eine knappe Woche, bevor ich lediglich am 27./28. wieder der Arbeit fröhne.

Vom 29.-1.1. wird Denise Berlin beehren und bei mir in Lichtenberg residieren. Ich freue mich über mittweidischen Besuch. [Die Mutti feiert lieber woanders, tzz] Was ich damit sagen will ist, medienelite.de wird also voraussichtlich bis zum neuen Jahr schlummern, da ich immernoch kein Internet außerhalb der Arbeit besitze.

Es sei denn, es kommt etwas dazwischen. Wovon ich aber, außer die üblichen Bezahl-Einträge und kurzen privaten Unkenrufe, nicht ausgehe.

Da wir uns also nicht mehr auf hohem Niveau über den Weg laufen, wünsche ich euch ein geruhsames Fest und einen fetten Silvesterabend. Ein Jahr medienelite.de neigt sich auch dem Ende. Anfang Januar startete ich nach medienelite.blogspot.com auf dieser Domain. Es ist viel passiert seitdem, mit euch, mit mir, mit allem. Ihr wisst schon, wie ich’s mein. 2007 war nicht immer das schönste Jahr, dafür eines der aufregendsten.

Einige von uns haben beruflich in Berlin ihr Bein in die Tür bekommen. Ich freue mich z.B. jeden Tag, von Marc ausgesuchte Agentur-Bilder in meine Artikel klatschen zu dürfen. Auch die Holtzbrinck-Connection ist um ein Baby reicher geworden. Dazu an anderer Stelle mehr. Aber freuen darf man sich bereits…Der Fake-Faktor darf jetzt jedenfalls auch mal richtig angewendet werden, nicht nur in der Käseglocke der Überbewerteten – Mittweida. Auch an alle anderen in Deutschland oder ganz woanders: YEAH!

Berlin bleibt vorerst meine Residenz. Auch wenn ich mich gerade wirklich freue, die nächsten Tage im sächsisch-brandenburgischen Nirgendwo zu verbringen. Wenn euch langweilig wird…Das Archiv dieses Blogs birgt viele Schätze, die alte Domain ist ja oben verlinkt ^^

Im neuen Jahr habe ich viel vor mit meinem Baby hier. Ihr dürft gespannt sein und mitmachen. Auch dazu bald mehr.

Bis dahin, ich verneige mich vor euch (siehe Bild – übrigens in meiner Lichtenberger Hood). Ihr seid ein tolles Publikum!

Mainstream ist scheiße!

Lantzschi