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	<title>Medienelite &#187; Gleichstellung</title>
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	<description>Kann mehr.</description>
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		<title>Frage: Wie kann die Gleichstellung von Männern und Frauen erreicht werden?</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 21:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am besten so:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am besten so:</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Ty8PT8YFG7k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Ty8PT8YFG7k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2222&amp;md5=13eaa84954b6687aab6699a990cfd273" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis: Gender als Identität?</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/06/09/ungleichheiten-im-geschlechterverhaltnis-gender-als-identitat/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 11:24:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schale]]></category>
		<category><![CDATA[FU rocks]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl Diversity mit seiner Prozessorientiertheit gegenüber älteren Gleichstellungsinstrumenten den Vorteil für sich beansprucht, Strukturen anzuvisieren und nicht einfach Personen an diese anzupassen (vgl. Krell 2004a: 372), nimmt auch dieses Konzept letztlich eine individualisierende Perspektive ein, insofern nämlich Strukturen auch hier primär als Werthaltungen verstanden werden. Die Fokussierung auf Ausschließungsmechanismen hegemonialer Gruppen geht letztlich doch wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Obwohl Diversity mit seiner Prozessorientiertheit gegenüber älteren Gleichstellungsinstrumenten den Vorteil für sich beansprucht, Strukturen anzuvisieren und nicht einfach Personen an diese anzupassen (vgl. Krell 2004a: 372), nimmt auch dieses Konzept letztlich eine individualisierende Perspektive ein, insofern nämlich Strukturen auch hier primär als Werthaltungen verstanden werden. Die Fokussierung auf Ausschließungsmechanismen hegemonialer Gruppen geht letztlich doch wieder davon aus, dass es sich bei Prozessen der Hierarchisierung um ein Problem der Werthaltung Einzelner, hier nun der Mitglieder der hegemonialen Gruppe handelt. Ungleichheit wird so auf „mangelndes Problembewusstsein und Wissen der einzelnen Individuen“ zurückgeführt (Hofbauer/Ludwig 2005: 38), und die Überwindung von Ungleichheit mit Aufklärung, Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für möglich gehalten. Obwohl also Managing Diversity Machtstrukturen zu ändern beansprucht, bleibt die Frage auch in diesem Konzept theoretisch unbelichtet, welches eigentlich die Strukturen sind, die Geschlechtersegregation hervorrufen. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass Geschlechternormen in Form von stereotypisierenden Zuschreibungen heute keine Rolle mehr spielen. Aber ich möchte doch die Frage stellen, ob die allzu selbstverständliche Annahme, dass Geschlechtersegregation primär mit geschlechterstereotypisierenden Zuschreibungen erklärt werden kann, heute so noch stimmt. Meines Erachtens folgt diese Annahme, an der sich zunehmend die gesamte Geschlechterpolitik orientiert, jener kulturalistischen Verkürzung des Gender-Begriffs, der sich im Zuge des cultural turns gegenwärtig in den Gender Studies des gesamten deutschsprachigen Raums etabliert. Mit Cornelia Klinger möchte ich hier von einer Verlagerung der Gesellschaftsanalyse auf das Gebiet der Identitätspolitik sprechen (2003: 25). Eine Verlagerung, die insofern problematisch ist, als sie in einer Art „politizistischen Missverständnisses“ (Atzmüller 2001: 87) die Konstruktion von Identitäten zunehmend losgelöst von den Produktionsverhältnissen denkt. Dabei stellt sich darüber hinaus die Frage, ob es sich bei Geschlechterhierarchien überhaupt um ein Problem von Identitäten handelt. So weist beispielsweise Helga Krüger darauf hin, dass geschlechtersegmentierende Lebensverläufe mit entsprechend geschlechterhierarchischen Folgen nicht mehr mit bestimmten Rollenerwartungen der AkteurInnen erklärt werden können. Im Gegenteil stellt sie eine Gegenläufigkeit fest zwischen den Wertvorstellungen der beteiligten Personen einerseits, die sich einem sozialen Wandel verdanken, und der Persistenz oder sogar erneuten Zunahme von Ungleichheitsverhältnissen zwischen den Geschlechtern andererseits.</p></blockquote>
<p>aus Soiland, Tove (2008): &#8220;Gender als Selbstmanagement. Zur Reprivatisierung des Geschlechts in der gegenwärtigen Gleichstellungspolitik&#8221;</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2182&amp;md5=6e5a8014e814b8360d55e22d1fe6c2c0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>23 an der Zahl</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/03/31/23-an-der-zahl/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 17:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Saftpresse]]></category>
		<category><![CDATA[Schale]]></category>
		<category><![CDATA[AGG]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie versprochen gibt es nun meine 23-seitige Seminararbeit zur Bekämpfung der 23%igen Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen zum Download. Ganz genau geht es um dieses Thema: Das AGG als rechtliches Instrument proaktiver Gleichstellungspolitik &#8211; Chancen und Grenzen des Antidiskriminierungsrechts zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit am Beispiel von Deutschland PDF zum Download Die Arbeit ist auf Medienelite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie versprochen gibt es nun meine 23-seitige Seminararbeit zur Bekämpfung der 23%igen Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen zum Download.</p>
<p>Ganz genau geht es um dieses Thema:</p>
<p><strong>Das AGG als rechtliches Instrument proaktiver Gleichstellungspolitik &#8211; Chancen und Grenzen des Antidiskriminierungsrechts zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit am Beispiel von Deutschland</strong></p>
<p><a href="http://medienelite.de/Seminararbeit_AGG_Gleichstellung.pdf">PDF zum Download</a></p>
<p>Die Arbeit ist auf Medienelite unter einer <a href="http://medienelite.de/impressum/">CC-Lizenz veröffentlicht</a> und sollte dementsprechend so behandelt werden. Alles andere wäre unnett. Aber da verlasse ich mich auf eure Medien- und Urheberrechtskompetenz :-)</p>
<p>Fragen, Anmerkungen, Kritik usw. wie immer in die Kommentare. Danke!</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2040&amp;md5=f829e447b5941ceaf5072e6d8b1614e0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Literaturhinweis (2)</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/03/27/literaturhinweis-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 11:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechtergerechtigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Neues aus der queerfeministischen Bibliothek Lantzsch: Antje Hornscheidt, Susan Arndt (Hg.): Afrika und die deutsche Sprache &#8211; ein kritisches Nachschlagewerk, Unrast 2009 Judith Butler: Die Macht der Geschlechternormen, Suhrkamp 2009 Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hg.): Mythen, Masken und Subjekte &#8211; Kritische Weißseinsforschung in Deutschland, Unrast 2009 Beate Rudolf, Matthias Mahlmann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2025" title="IMG_0167" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/IMG_0167.jpg" alt="" width="500" height="667" /></p>
<p>Neues aus der queerfeministischen Bibliothek Lantzsch:</p>
<ul>
<li>Antje Hornscheidt, Susan Arndt (Hg.): Afrika und die deutsche Sprache &#8211; ein kritisches Nachschlagewerk, Unrast 2009</li>
<li>Judith Butler: Die Macht der Geschlechternormen, Suhrkamp 2009</li>
<li>Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hg.): Mythen, Masken und Subjekte &#8211; Kritische Weißseinsforschung in Deutschland, Unrast 2009</li>
<li>Beate Rudolf, Matthias Mahlmann (Hg.): Gleichbehandlungsrecht, Nomos 2007</li>
<li>Nina Degele: Gender / Queer Studies, UTB 2008</li>
</ul>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2024&amp;md5=fe18b206c8961ebc980ff0a6a4d27305" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Check (3)</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/03/07/check-3/</link>
		<comments>http://medienelite.de/2010/03/07/check-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 19:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[- Die Zahlen sagen nichts neues, aber sie sind eindeutig: Die Lohnunterschiede zwischen den Gehältern wachsen weiter. - Jungen als Bildungsverlierer: Das neue Paradigma in der Gleichstellungspolitik. Und: Frauen sind schuld daran. Nein, sagen neue Studien. - Wesentlich mehr Frauen als Männer arbeiten im Niedriglohnsektor und sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen. Seit Jahren. Tendenz: steigend. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>- Die Zahlen sagen nichts neues, aber sie sind eindeutig: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681916,00.html">Die Lohnunterschiede zwischen den Gehältern wachsen weiter</a>.</p>
<p>- Jungen als Bildungsverlierer: Das neue Paradigma in der Gleichstellungspolitik. Und: Frauen sind schuld daran. <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,682019,00.html">Nein, sagen neue Studien</a>.</p>
<p>- Wesentlich mehr Frauen als <a href="http://www.zeit.de/2010/10/Niedriglohnsektor">Männer arbeiten im Niedriglohnsektor und sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen</a>. Seit Jahren. Tendenz: steigend. Für alleinerziehende Mütter der direkte Weg in die Armut. Deutsche Politik rührt sich nicht, freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft haben keine Verbesserung gebracht.</p>
<p>- Tessa geht der Frage nach, <a href="http://flannelapparel.blogspot.com/2010/03/liebe-ist-fur-alle-da.html">welchen Einfluss das Internet auf unser Beziehungsleben hat und umgekehrt</a>. Frau X. kommt auch darin vor.</p>
<p>- Annina lässt nach Worten Taten folgen: <a href="http://girlscanblog.org/">GIRLS CAN BLOG</a> soll eine neue Vernetzungsplattform für Bloggerinnen sein. Beteiligt euch!</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2004&amp;md5=daddfa4c510f075c7038a6c7b4a0b5d9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Frauen und ihre digitale Diskursmacht</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/03/01/frauen-und-ihre-digitale-diskursmacht/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 20:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Diversity]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: erz von der Kontextschmiede hat mich bezüglich dieses Themas um ein kurzes Statement gebeten. Ich kann es leider nicht kurz fassen, deswegen dieser Beitrag. Anne Roth in einem DCTP-Interview, rege Frauenbeteiligung bei der Re:publica 2010 und ein gut aufgestelltes Netzwerk feministischer BloggerInnen: Reicht das, um die Diskursfelder (oder Diskursarenen &#8211; ich habe so mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: erz von der Kontextschmiede hat mich <a href="http://kontextschmiede.de/wozu-noch-feminismus-in-blogs-eine-frage-der-perspektive/" target="_blank">bezüglich dieses Themas</a> um ein kurzes Statement gebeten. Ich kann es leider nicht kurz fassen, deswegen dieser Beitrag.</em></p>
<p>Anne Roth in einem DCTP-Interview, rege Frauenbeteiligung bei der Re:publica 2010 und ein gut aufgestelltes Netzwerk feministischer BloggerInnen: Reicht das, um die Diskursfelder (oder Diskursarenen &#8211; ich habe so mein Problem mit dieser Diskurstheorie und ihren Begriffen) Feminismus, Gender, Queer, Diversity, Gleichstellung und Gleichberechtigung so anzukurbeln, dass sie auch außerhalb dieser Netzwerke wahrgenommen werden? Nach einem halben Jahr Beobachtung muss ich diese Frage leider mit Nein beantworten.</p>
<p>Während es unsere männlichen Bloggerkollegen immer wieder schaffen mit ihrem Themenmix weitreichende Diskussionen auszulösen, die es nicht selten bis in die Mainstreammedien schaffen und haften bleiben, gelingt es der (queer)feministischen Bloggerszenerie kaum in diese Sphären vorzustoßen. Wie erz richtigerweise feststellt, ist das Netz nichts weiter als ein Abklatsch patriarchaler Strukturen aus dem Real Life.</p>
<p>Nun kann und will ich niemanden dafür verurteilen, sich nicht für oben genannte Anliegen zu interessieren und dementsprechend auch nicht darüber zu bloggen. Andererseits ist das Netz aber nicht nur eine billige Contentmaschine, sondern auch eine billige Contentweiterreichungsmaschine. Und das wird sträflich vernachlässigt. Oftmals lese ich auf den großen deutschsprachigen Blogs Texte (von Männern geschrieben), die sich genau um die o.g. Themen drehen. Weiterführende Links? Leider Fehlanzeige. Fehlanzeige ebenso die Diskussionen darunter, die an einigen Stellen beispielgebend dafür sind, warum Gender &amp; Diversity noch immer hochaktuelle Problemfelder sind und nicht einfach mit: &#8220;Frauen und Männer sind doch gleichberechtigt&#8221; heruntergeredet werden können.</p>
<p>Wäre es nicht wichtig und richtig, an eben diesen Punkten und Texten anzusetzen, Links auf entsprechende Blogs und Inhalte zu geben, ExpertInnen zu interviewen, Streitgespräche zu führen und auch queerfeministische Ansätze in Kapitalismuskritiken (als Beispiel) unterzubringen, um das Blickfeld zu erweitern? Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Spektrum an Ideen und Ausrichtungen zu erweitern und damit gleichzeitig bestehende Netzwerke zu verknüpfen. Davon Gebrauch machen nur die allerwenigsten. Mir scheint, als würden diese Themen und die Menschen, die täglich darüber bloggen, nicht ernst genug genommen. Obwohl ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass die sogenannten A-Blogger nicht längst um deren Existenz wüssten.</p>
<p>Falls doch, dann fühlt wohl dieses Zitat auf den Zahn der Zeit:</p>
<blockquote><p>Das erste Pri­vi­leg der Wei­ßen, von Män­nern, Mit­glie­dern bes­ser­ge­stell­ter Gesell­schafts­schich­ten, der Hete­ro­se­xu­el­len, der Nicht­be­hin­der­ten ist, völ­lig in Igno­ranz der Tat­sa­che zu leben, dass sie pri­vi­le­giert sind. (<a href="http://kontextschmiede.de/wozu-noch-feminismus-in-blogs-eine-frage-der-perspektive/">via Kontextschmiede</a>)</p></blockquote>
<p>Ungeachtet der Ungerechtigkeit dieser pointierten Bestandsaufnahme: Warum nicht aus der Not eine Tugend machen und die Privilegien ausnutzen? Die Hand reichen, eine Räuberleiter bauen und die vielen BloggerInnen mit hinauf hieven auf die Mauer des Schweigens, da wo viele Blogs bereits ihren Platz gefunden haben, um regelmäßig einen lauten Shout nach draußen zu blasen?</p>
<p>Ja, Frauen haben digitale Diskursmacht, doch sie reicht nicht aus, um im digitalen Raum eine permanente und kräftige Stimme zu haben. Es wäre ein Zeichen der vielen Netzaktivisten, Blogger und Digital_Magaziner, sich mehr für Frauen in den eigenen Reihen zu öffen und beim gleichen Themensetting auf andere Denkrichtungen hinzuweisen oder aber gar Inhalte (queer)feministischer BloggerInnen hinzuweisen, sie aufzugreifen, weiter zu diskutieren, eigenen Input reinzugeben und &#8230; ach was erzähl ich euch da: eigentlich genau denselben Kram machen, den ihr auch bei Datenschutz, DEM Internet, digitale Bürgerrechte und der letzten Schmähkritik auf Westerwave so blendend beherrscht.</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1980&amp;md5=03eaf132f11d1df7c2d724abe553f997" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Männerkongress 2010</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/02/22/mannerkongress-2010/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 17:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Männerkongress]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde mich gleich mit der Berichterstattung (oder einem Teil davon) zum Männerkongress 2010, der vergangenes Wochenende in Düsseldorf stattfand, auseinander setzen, wesentliche Punkte aufdröseln und hinterfragen. Damit wir uns aber im hoffentlich im selben Kontext bewegen, werde ich vorher noch kurz den Rahmen aufzeigen. Worüber reden wir? Der Männerkongress 2010 ist eine zweitätige Tagung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich werde mich gleich mit der Berichterstattung (oder einem Teil davon) zum <a href="http://www.maennerkongress2010.de/">Männerkongress 2010</a>, der vergangenes Wochenende in Düsseldorf stattfand, auseinander setzen, wesentliche Punkte aufdröseln und hinterfragen. Damit wir uns aber im hoffentlich im selben Kontext bewegen, werde ich vorher noch kurz den Rahmen aufzeigen.</p>
<p>Worüber reden wir?</p>
<p>Der Männerkongress 2010 ist eine zweitätige Tagung, in der es per definitionem darum gehen soll, ob &#8220;Neue Männer&#8221; &#8220;sein müssen&#8221; und über den &#8220;männlichen Umgang mit Gefühlen&#8221;. Ein Auszug aus dem Flyer:<br />
<img class="size-full wp-image-1941" title="Bild 1" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/Bild-11.png" alt="" width="349" height="272" /><br />
An dieser Begründung, warum so eine Tagung also wichtig ist, fehlt es an Ursachen. An keiner Stelle wird benannt, wer oder was für die Entwertung des Mannes verantwortlich zeichnet, sondern lediglich wodurch diese Entwertungen reproduziert werden: durch Medien.</p>
<p>Wer macht den Kongress?</p>
<p>Dr. Matthias Franz, Professor am Institut für Psychosomatische Medizin an der Heine-Uni. Es könnte also sein, dass Themen aus biologisch-medizinischer und/oder psychologischer Perspektive beleuchtet werden. Ein wenig mehr Hintergrund zum Kongress <a href="http://www.wz-newsline.de/?redid=745523">erläutert Franz selbst</a>.</p>
<p>Wer redet auf dem Kongress worüber?</p>
<p><a href="http://medienelite.de/wp-content/uploads/Bild-21.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1943" title="Bild 2" src="http://medienelite.de/wp-content/uploads/Bild-21-300x77.png" alt="" width="300" height="77" /></a></p>
<p>Bis auf einen war mir keiner der Namen geläufig: Gerhard Amendt. Viele von uns erinnern sich vielleicht noch an das erst kürzlich erschienende Interview a<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article5711005/Maenner-haben-Kampf-gegen-Feminismus-verpasst.html">uf WELT Online, in dem er propagiert, dass Frauenhäuser Ort des Männerhasses sind und diese abgeschafft gehören</a>. Also Orte abgeschafft gehören, die für viele Frauen der letzte Schutz vor prügelnden oder vergewaltigenden Partnern oder Ehemännern sind. Auf der Seite des Kongresses können einige Abstracts der Vorträge heruntergeladen werden. Bis auf den von Hurrelmann finde ich die Inhaltsangeben der Vorträge&#8230;nun ja&#8230;bemerkenswert.</p>
<p>Ok. Rahmen geschaffen? Los gehts. Ich habe mir folgende drei Artikel rausgesucht:</p>
<p><span id="more-1940"></span></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,679224,00.html">&#8220;Geschlechter-Forschung: Frau muss man sein&#8221;</a> &#8211; SpOn, 21.02.</p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/Wann-ist-ein-Mann-ein-Mann-id2611829.html">&#8220;Wann ist ein Mann ein Mann?&#8221;</a> &#8211; DerWesten, 19.02.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article6498955/Das-schwache-Geschlecht.html">&#8220;Das schwache Geschlecht&#8221;</a> &#8211; WELT Online, 22.02.</p>
<p>Die Auswahl ist nicht so willkürlich, wie sie vielleicht erscheinen mag. Der Kongress fand in der Mainstreampresse sehr wenig Anklang. Zumindest die Beiträge zum Kongress selbst. Um beim umfassenden Rahmen zu bleiben. Alle drei Autoren sind Männer. Klingt logisch, geht ja auch um sie. Beim Namen googlen stieß ich, was den journalistischen Background betrifft, auf keine genderspezifischen Inhalte. Ich gehe also davon aus, dass die drei Herren Autoren entweder dorthin geschickt wurden von ihrer Redaktion oder aus einer persönlichen Motivation heraus diesen Kongress besuchten. Spekulationen frei!</p>
<p>Ich werde nachfolgend die Grundaussagen der drei Artikel herausstellen und hinterfragen, falls mir etwas unklar ist oder merkwürdig erscheint oder: ich sie für erwähnenswert halte.</p>
<p>1. Der Mann ist das (neue) schwache Geschlecht</p>
<p><em>siehe Punkt 17. Punkt 4 und Punkt 6 gelten übrigens schon länger und sind nicht neu.<br />
</em></p>
<p>2. Die Frau ist das starke Geschlecht</p>
<p><em>siehe Punkt 17.</em></p>
<p>3. Der Mann fällt aus seiner Rolle.</p>
<p><em>Gut so. Tradierte Rollenmuster sind eh von gestern.</em></p>
<p>4. Der Mann hat eine geringere Lebenserwartung</p>
<p><em>siehe Punkt 6</em></p>
<p>5. Der Mann begeht häufiger Suizid</p>
<p>6. Der Mann geht seltener zum Arzt</p>
<p><em>Tradierte Rollenmuster galore.</em></p>
<p>7. Der Mann ist ein Bildungsverlierer</p>
<p><em>siehe Punkt 17.</em></p>
<p>8. Der Mann wird häufiger arbeitslos</p>
<p><em>und häufiger eingestellt.</em></p>
<p>9. Der Mann ist das kranke Geschlecht</p>
<p><em>siehe Punkt 6</em></p>
<p>10. Der Mann hat häufiger Identitätsprobleme</p>
<p><em>siehe Punkt 3.</em></p>
<p>11. Der Mann hat mehr Unfälle</p>
<p>?</p>
<p>12. Der Mann hat mehr Herzinfarkte</p>
<p><em>siehe Punkt 6, Leistungsgesellschaft galore</em></p>
<p>13. Traditionelle männliche Rollen und Verhaltensmuster sind überflüssig geworden. oder schädlich.</p>
<p><em>Zweites: jawohl. Erstes: Ein Blick in die Realität würde helfen.</em></p>
<p>14. Frauen bestimmen über die Erziehung von Männern (Baby, Kleinkind, Junge)</p>
<p><em>Richtig. Weil Frauen mit der Kindererziehung häufig alleingelassen werden.</em></p>
<p>15. Dem Mann fehlt die Vaterfigur als Rollenbild</p>
<p><em>was ist mit Jungen, bei denen die Mutter die Familie verlässt oder stirbt? Was ist mit schwulen Paaren, die Kinder haben? Was ist mit alleinerziehenden Müttern und lesbischen Paaren?</em></p>
<p>16. Männer sollen angeregt werden, &#8220;weibliche&#8221; Berufe zu ergreifen (überlegt wird u.a. eine Quotenregelung für diese Berufssparten für Männer) Bisher seien diese aber wegen schlechter Bezahlung zu unattraktiv.</p>
<p><em>Solange nur Frauen diese Berufe ausüben, brauchen wir natürlich keine bessere Bezahlung.</em></p>
<p>17. Männer stellen, nachdem Erziehung und Bildung abgeschlossen sind, die berufliche Spitze der Gesellschaft.</p>
<p><em>Definitiv. Punkt 1?</em></p>
<p>18. Jungen werden schon früh zur Selbstständigkeit erzogen. Mädchen nicht.</p>
<p><em>Punkt 1? Punkt 31?<br />
</em></p>
<p>19. Jungen haben Kastrationsängste durch weibliche Erziehung.</p>
<p><em>Psychoanalyse und daraus resultierender Frauenhass lassen grüßen.</em></p>
<p>20. Jungen die in einem weiblich dominierten Familien-Umfeld aufwachsen, leiden häufiger an Hyperaktivität.</p>
<p><em>Also tragen alleinerziehende Mütter und lesbische Paare die Verantwortung dafür? Interessant.</em></p>
<p>21. &#8220;Wenn Mädchen sich behaupten, wird das als positiv bewertet. Jungen, die  sich auf die Mädchenwelt einlassen, müssen sich den Vorwurf gefallen  lassen: Du bist doch ein Mädchen!&#8221; (Franz)</p>
<p><em>Interessante Bemerkung, wenn wir uns den ersten Absatz des WELT-Artikels zu Gemüte führen: &#8220;Es ist gegen 12 Uhr mittags, als Professor Matthias Franz, der an der  Uniklinik Düsseldorf psychosomatische Medizin lehrt, ein Stück Papier  hervorzieht und eine Heldentat verkündet: Der Schauspieler Ingo Naujoks  steigt aus seiner Rolle im &#8220;Tatort&#8221; aus. Beifall brandet im  Roy-Lichtenstein-Hörsaal der Düsseldorfer Universität auf. Naujoks, fast  acht Jahre lang als Babysitter und Frühstücksmacher in der  Softie-Rolle, emanzipiert sich, will nicht länger im Schatten der  starken, spröden Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler)  stehen. Für die Männer hier im Raum &#8211; der Anteil liegt bei circa 70  Prozent &#8211; ist das Balsam. Da lässt sich einer mal nicht mehr  entwürdigen. Da ist einer Mann und spielt mit den Muskeln.&#8221;</em></p>
<p>22. &#8220;Nur zusammen sind Mann und Frau unschlagbar.&#8221; (Franz)</p>
<p><em>siehe Punkt 21.</em></p>
<p>23. Frauen kritisieren, dass der Mann sich in eine weibliche Rolle  zurückzieht.</p>
<p><em>Achso? Ist mir neu. Sind das nicht eher die Männer? Und siehe Punkt 21.</em></p>
<p>24. Frauen haben Männer überholt.</p>
<p><em>siehe Punkt 17.</em></p>
<p>25. Frauen gelten als konzentrierter.</p>
<p><em>Ja, weil Jungs die Hyperaktiven und Gewaltvollen sind. Nicht.</em></p>
<p>26. Frauen reichen öfter als die Männer die Scheidung ein.</p>
<p><em>Zum Glück können sich neben Männern auch Frauen mittlerweile aktiv für eine Trennung entscheiden.</em></p>
<p>27. &#8220;Junge Frauen wollen heute Karriere und Familie. Junge Männer dagegen  hängen zu 60 Prozent an dem traditionellen Männerbild.&#8221; (Hurrelmann)</p>
<p><em>Definitiv. Frauen wollen aber nicht nur das. Und zwischen Wünschen und Realität besteht häufig ein sehr großer Unterschied.</em></p>
<p>28. Männer sollen sich nicht nur in Männerbereichen (&#8220;Mathematik&#8221;), sondern auch in Frauenbereichen (&#8220;Sprachen&#8221;) engagieren. (Hurrelmann)</p>
<p><em>Ehrenwert. Aber lassen wir doch mal diese Biologismen beiseite.</em></p>
<p>29. &#8220;Negative Bilder des Maskulinen sind in den Medien weit verbreitet, auch  hat man sich fast schon daran gewöhnt, auf Kosten der Männer zu  lachen.&#8221; (Hollstein)</p>
<p><em>Versuchen wir mal den Spieß umzudrehen und ersätzen Maskulinen und Männer mit Femininen und Frauen.</em></p>
<p>30. Mädchen werden besser gefördert, viele Jungs reagieren mit  Frust, Verweigerung und Gewalt.</p>
<p><em>Jungen zu pathologisieren ist im besten Falle naiv. </em></p>
<p>31. &#8220;Frauen kommen mit dieser strukturellen Ungewissheit der Lebensplanung besser zurecht&#8221; (Hurrelmann)</p>
<p><em>Ja, weil sie müssen. Es betrifft sie häufiger.<br />
</em></p>
<p>32. Typisch männliche Tugenden werden als Stigma verurteilt. Schuld daran hat der Feminismus.</p>
<p><em>Nachholbedarf in Sachen Feminismus. Was sind denn typisch männliche und typisch weibliche Tugenden?</em></p>
<p>32. Harmonieatmosphäre in der Schule (ausgelöst durch eine höhere Anzahl Lehrerinnen) entspricht nicht den Grundbedürfnissen von Jungen.</p>
<p><em>Jungen wollen also stets Konflikte und gewaltvolle Auseinandersetzung?</em></p>
<p>33. 50 Prozent der Eigenschaften sind genetisch bestimmt und 50 Prozent durch die Umwelt.</p>
<p><em>Huch! Das war schon ein Kongress, wo es um selbstbestimmte Subjekte ging?!<br />
</em></p>
<p>34. Jungen sind anders als Mädchen.</p>
<p><em>Ja. Jungen haben einen Penis und Mädchen eine Vagina.</em></p>
<p>Der geneigten Leserschaft wird vielleicht aufgefallen sein, dass viele Aussagen in sich widersprüchlich, diesen alten Biologismen und Vorannahmen anhaften und stark heteronormativ geprägt sind. Leider auch ohne weitere Erklärung bleiben. Was schade ist. Denn die moderne Geschlechterforschung ist wesentlich weiter. Auch die Realität sieht häufig anders aus. Dass Defizite auf Männerseite bestehen (und auf Frauenseite), ist unbestritten, resultieren z.T. dadurch, dass Deutschland das Gender-Mainstreaming-Konzept nur unzureichend umsetzt, das darauf angelegt ist, Männer aktiv in die Gleichstellungspolitik einzubeziehen und mitzudenken sowie traditionelle Rollenmuster abzubauen bzw. die &#8220;Rollenmöglichkeiten&#8221; zu erweitern. Diese sind nämlich Hauptursache für die Ungleichbehandlung der Geschlechter.</p>
<p>Unabhängig davon ist dieser Geschlechterblickwinkel sehr kategorisierend und einschränkend. Folgendes Spiel, liebe LeserInnen. Stellen Sie sich die Mädchen/Frauen, Jungen/Männer, die in den Artikeln und von benannten Wissenschaftlern angesprochen werden bildhaft vor. Welche Menschen sehen Sie? Welche Menschen könnten die Wissenschaftler meinen?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Richtig. Weiße deutsche heterosexuelle, ohne Migrationshintergrund, in Deutschland mit christlichen Werten sozialisiert, ohne Behinderung, geschlechtseindeutig. Fehlt da nicht wer? Kurzes Beispiel: In Deutschland leben über 20 Prozent BürgerInnen mit anderem ethnischen Hintergrund bzw. Schwarze. (Diese BürgerInnen müssen nicht zwangsweise MigrantInnen sein). Wo werden diese denn berücksichtigt? Ein Mensch besteht aus mehreren identitätsstiftenden Merkmalen mit spezifischen Bedürfnissen und strukturellen sowie individuellen Problemlagen. Eine Auffassung von Geschlechtersensibilität, wie sie diese werten Herren haben, lässt viele Menschen außen vor, negiert ihr Dasein oder stigmatisiert sie als potenziell verantwortlich für z.T. konstruierte Jungen- und Mädchenprobleme. Für viele Menschen ist ihr biologisches Geschlecht ungefähr so identitätsstiftend wie ihre Schuhgröße. Trotzdem wird ihnen von einer als homogen konstruierten Mehrheitsgesellschaft immer wieder eingetrichtert, Geschlecht und die damit verbundenen Vorannahmen seien DAS Identitätsmerkmal schlechthin. Von der Hierarchisierung der Geschlechter ganz zu schweigen. Wir hinterfragen das alles nicht mehr, weil es als normal gilt, dass Frauen so und Männer so sind. Stattdessen werden wir mit unseren inneren Kämpfen, Abgrenzungsverhalten, Widerständen in der Gesellschaft alleingelassen und andere für uns wichtige Merkmale dürfen kaum in Erscheinung treten, ohne als anders zu definiert zu werden. Reicht ja schließlich schon, dass Männer anders als Frauen sind.</p>
<p>Einen Männerkongress zu organisieren ist an sich eine feine Sache, weil z.B. das Bildungsproblem tatsächlich existent ist oder das medizinische. Nicht nur Männer haben damit zu kämpfen, aber warum nicht mal getrennt betrachten? Dann aber bitte schön auf dem aktuellen Forschungsstand und interdisziplinär diskutieren (Stichworte: Intersektionalität, Diversity), keine populärwissenschaftlichen biologistischen Beiträge mehr, keine Freud&#8217;schen Theorien oder angestaubte Mann-/Frau-Stigmatisierungen aus dem letzten Jahrhundert. Sonst muss ich mich weiterhin schämen, dass Geschlechterforschung auch Gender Studies heißt und ich womöglich mit Leuten wie Amendt in einen Topf geschmissen werde. Ach ja und 2010 haben wir mittlerweile auch.</p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1940&amp;md5=29e8d87cd7c0d74a03986999145a31ba" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nothing new anyway</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 17:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chancengleichheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus dem Gender-Datenreport für Berlin: Auffallend ist vor allem, dass Frauen trotz guter Ausbildung noch immer deutlich schlechtere berufliche Chancen haben als Männer. Diese Erkenntnis lässt sich anhand des Lebenslaufes ableiten: Während an Haupt- und Sonderschulen die Jungen mit jeweils rund 60 Prozent Anteil an der Schülerschaft dominieren, sind an den Gymnasien die Mädchen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Gender-Datenreport für Berlin:</p>
<blockquote><p>Auffallend ist vor allem, dass Frauen trotz guter Ausbildung noch immer deutlich schlechtere berufliche Chancen haben als Männer. Diese Erkenntnis lässt sich anhand des Lebenslaufes ableiten: Während an Haupt- und Sonderschulen die Jungen mit jeweils rund 60 Prozent Anteil an der Schülerschaft dominieren, sind an den Gymnasien die Mädchen mit 54 Prozent in der Mehrheit. Im Schuljahr 2007/08 beendeten 47 Prozent der Mädchen, aber nur 37 Prozent der Jungen ihre Schullaufbahn mit dem Abitur.</p>
<p>Dann beginnt der Trend zulasten der Frauen: Vier Jahre nach der allgemeinen Hochschulreife haben zwar 87 Prozent der Männer, aber nur 76 Prozent der Frauen tatsächlich ein Studium aufgenommen. Bei der Fachhochschulreife klafft eine noch größere Lücke: 72 Prozent der Männer nutzen den Abschluss, aber nur 41 Prozent der Frauen. Diese enorme Diskrepanz ist nach Auskunft von Ulrike Rockmann, Präsidentin des Amtes für Statistik, eine Berliner Besonderheit – und könnte beispielsweise Fragen nach Angebot und Struktur der Berliner Fachhochschulen aufwerfen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Gleichberechtigung-Frauen-Gender-Statistik;art270,3033576">Weiter zum Artikel</a></p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1905&amp;md5=ab791bfe265b550529b04e91ea8c332d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Frauen in Führungspositionen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 13:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschlechtergerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorstände und Aufsichtsräte großer Unternehmen in Deutschland werden nach wie vor von Männern dominiert – mit erdrückender Mehrheit. Lediglich 2,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 200 größten Unternehmen (ohne Finanzsektor) sind gegenwärtig Frauen. In den Aufsichtsräten nehmen Frauen ein Zehntel aller Sitze ein. Ähnlich sieht die Lage in Vorständen und Aufsichtsräten des Finanzsektors aus. [...] Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Vorstände und Aufsichtsräte großer Unternehmen in Deutschland werden nach wie vor von Männern dominiert – mit erdrückender Mehrheit. Lediglich 2,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 200 größten Unternehmen (ohne Finanzsektor) sind gegenwärtig Frauen. In den Aufsichtsräten nehmen Frauen ein Zehntel aller Sitze ein. Ähnlich sieht die Lage in Vorständen und Aufsichtsräten des Finanzsektors aus.<br />
[...]<br />
Die Gründe für die anhaltend starke Unterrepräsentanz sind vielfältig und reichen von der schlechten Vereinbarkeit von Karriere und familiären Verpflichtungen bis zu fehlenden weiblichen Vorbildern und Rollenmustern. Ein weiterer Grund liegt darin, dass Männer einflussreiche Netzwerke in Vorständen und Aufsichtsräten bilden, in die Frauen als Außenseiterinnen kaum vordringen können. Frauen gelingt es gar nicht oder nur in Ausnahmefällen die gläserne Decke, die als unsichtbare Barriere ihren Aufstieg in Spitzenpositionen hemmt, zu durchbrechen.<br />
[...]<br />
Häufig sehen sich Frauen auch Stereotypen und Vorurteilen gegenübergestellt, die auf die kulturell definierte Rolle von Frauen in der Gesellschaft zurückgehen. Danach herrscht in deutschen Chefetagen eine Mischung aus konservativen Rollenvorstellungen, Stereotypen in Bezug auf die Eignung von Frauen für Spitzenpositionen sowie die Ansicht vor, es gebe zu wenige karriereorientierte Frauen.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.346402.de/10-4-1.pdf">Die Studie des DIW Berlin kann hier als PDF kostenlos heruntergeladen werden.</a></p>
 <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=1786&amp;md5=44baf9d2c726ecaddd8251a40f570378" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Immer dieser Gender-Mist</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/01/26/immer-dieser-gender-mist/</link>
		<comments>http://medienelite.de/2010/01/26/immer-dieser-gender-mist/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 16:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eva Herman hat sich auf tausenden Zeichen über Gender Mainstreaming ausgekotzt. Naja eigentlich hat sie sich über Frauen und Homos ausgekotzt, über Gleichstellungsarbeit, die sie als Gleichmacherarbeit versteht und überhaupt und sowieso. Um auch mal andere hier zu Wort kommen zu lassen, nachfolgend der Kommentar einer Freundin, die by the way ein eigenes Blog über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://info.kopp-verlag.de/news/gender-mainstreaming-groesstes-umerziehungsprogramm-der-menschheit.html">Eva Herman hat sich auf tausenden Zeichen über Gender Mainstreaming ausgekotzt.</a></p>
<p>Naja eigentlich hat sie sich über Frauen und Homos ausgekotzt, über Gleichstellungsarbeit, die sie als Gleichmacherarbeit versteht und überhaupt und sowieso.</p>
<p>Um auch mal andere hier zu Wort kommen zu lassen, nachfolgend der Kommentar einer Freundin, die by the way ein <a href="http://www.provinzkind.de">eigenes Blog über ostdeutsche Provinzen</a> betreibt:</p>
<blockquote><p>Die Frau ist offenbar nicht nur dumm sondern auch kriminell! Wer von der &#8220;grausigen Ideologie der Gleichheit von Mann und Frau&#8221; spricht, der negiert die Grundrechte und das Grundgesetz. Indem sie die Gleichstellungspolitik der UNO diffamiert, nimmt sie billigend in Kauf, dass Menschen sterben. Sie ignoriert die Tatsache, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Frauenrechten, Kindersterblichkeit, Hunger und Not gibt. Je weniger Rechte Frauen in einem Land haben, desto schlechter geht es diesem Land. Der Welthungerindex ist nur eine von vielen Studien, die das beweisen. Auch der Absatz über Homosexualität lässt ganz tief in die abgründigen Gedanken dieser Person blicken.</p>
<p>Also für mich grenzt das ganze an Volksverhetzung</p></blockquote>
<p>Apropos Volksverhetzung: Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Verlag, der diesem geistigen Unrat von Frau Herman so bedenkenlos Raum gibt, auch Werke von Henryk M. Broder und Udo Ulfkotte veröffentlicht. Nuff said.</p>
<p>Damit jetzt keine schlechte Laune aufkommt, weise ich g<a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Paula-Villa;art304,3011963">ern auf ein Interview mit der Soziologin Paula Villa</a> hin, das heute im Tagesspiegel erschienen ist:</p>
<blockquote><p>Mädchen sind in den letzten Jahrzehnten in Deutschland Bildungsgewinnerinnen und Jungen sind Bildungsverlierer. Das stimmt zwar irgendwie, aber es stimmt eben nicht in dieser pauschalen Allgemeinheit. Die anderen Faktoren – Familienhintergrund und Herkunft – müssen mitbedacht werden. Wir alle sind geprägt von Mehrfachpositionierungen.</p></blockquote>
<p>Generell zum Thema Gender und Gendermainstreaming  kurz ein paar Worte: Noch immer müssen sich ForscherInnen und GleichstellungspolitikerInnen sowie FeministInnen den Vorwurf gefallen lassen, sie würden biologisch determinierte Unterschiede zwischen Mann und Frau negieren. Gleichzeitig müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, sie würden ein unsinniges Bürokratiemonster und eine riesige Geldfressmaschine erschaffen, um z.B. Studien zu „Gendermainstreaming in der Forstwirtschaft (kleinere Motorsägen dringend erforderlich, weil Frauen im Durchschnitt kleinere Hände haben)“ durchzuführen. Oder gar Geschlecht abzuschaffen und alle Menschen dieser Welt mittels einer unhaltbaren Ideologie zu unterjochen! Paradox nicht? Was denn nun? Geschlechterunterschied oder nicht?</p>
<p>Hauptgegenargumente seien angeblich völlig wahrhaftige und unhinterfragbare wissenschaftliche Erkenntnisse aus Naturwissenschaft, Medizin und Psychologie. Man kann es auch Naturalisierungen nennen, denn Erkenntnisse aus diesen Wissenschaftsbereichen sind keineswegs unhinterfragbar und oft wurde bewiesen (nicht nur von ForscherInnen der Gender Studies), dass einige dieser &#8220;Erkenntnisse&#8221; auf nicht haltbaren Methodologien und Biologismen beruhen, die letztlich (und durch ihre Reproduktion und Tradierung durch Strukturen, Öffentlichkeiten und Individuen) eine Hierarchie herstellen und erhalten, die bestimmte Gruppen marginalisiert und anderen Gruppen Macht über marginalisierte Gruppen verleiht. Deutungshoheit über marginalisierte Gruppen inbegriffen. Nicht erwähnenswert dabei, dass gerade diese &#8220;Erkenntnisse&#8221; ihren Weg in den öffentlichen Diskurs fanden und sich in Normen, Werten und Strukturen materialisierten, andere wichtige Theorien aus den genannten Wissenschaften allerdings niemals ins vermeintliche Alltagswissen integriert wurden.</p>
<p>Ignoriert wird ebenfalls, dass Gender Studies seit mehreren Jahren inter- und transdisziplinär ausgerichtet sind und auch andere Wissenschaftsrichtungen Erkenntnisse der Genderforschung in ihre eigene einbeziehen. Oder dass „anerkannte Männer“ wie Foucault und Bourdieu diese Strukturen von Macht und Herrschaft bereits vor ein paar Jahrzehnten erkannt haben. Sogar Sigmund Freud. Oder dass ein kurzer Einblick in die Wissenschaftstheorie genügt, um diese naturalisierenden Erkenntnisse und Erkenntniswege zu entlarven.</p>
<p>Wer dafür kein Verständnis hat, der sollte sich wenigstens die Zeit nehmen, Begriffe wie Gender Mainstreaming, Judith Butler, Gender oder Feminismus zu googlen. Wer darauf auch keine Lust hat, dem wünsche ich viel Spaß mit den eigenen Minderwertigkeitskomplexen und sage „Adieu, Diskussion!“.</p>
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