Posted on Okt 18, 2011

Piraten: Last man standing.

Ines Kappert schrieb heute in der Taz eine Kritik an den Piraten. In der Taz sind in letzter Zeit so viele piratenkritische Artikel erschienen, dass mensch glauben könnte, sie mögen die Piraten nicht besonders. Das kann ja vielerlei Gründe haben, eingeschossen haben sich diverse Taz-Redakteur_innen auf die Piratenperspektiven zum Geschlechterverhältnis. Während in der Jungle World vor kurzem Kritiken an den Piratenbegriffen von Freiheit und Individualismus oder am Politikverständnis der Partei zu lesen war, wird die Taz nicht müde, jegliche Gender-Verlautbarung der Partei zu problematisieren.

Aktuell stößt sich Ines Kappert am fehlenden Machtbegriff, wenn bei den Piraten über Geschlecht geredet wird. Es ist natürlich möglich, Geschlecht fernab jeglicher Machtverhältnisse zu diskutieren (und ohne einen Begriff von Geschlecht als sozialer Kategorie). Da kommt mensch dann auf so wundervolle Sätze wie die der Berliner Piratenfraktion zum Thema Quote. Es ist natürlich auch möglich, die gesellschaftliche Verfasstheit von Geschlecht völlig ohne kritisch-historischen Kontext zu analysieren. Dann wären wir bei liberalfeministischen Forderungen nach Überwindung von doofen Stereotypen und Verhinderung von als Interaktion gefasster Diskriminierung, denn sonst ist ja alles Postfeminismus. Geht alles. Kämen wir ohne Quote aus, würden nicht anecken, bräuchten uns nicht mal politisch positionieren und wären raus aus dem Schneider. Endlich mehr Zeit, sich bei #Occupy(bittehierStadteinfügen) ‘nen sonnigen Nachmittag auf der Wiese zu gönnen. Alles so schön bunt hier!

Ja, die Spätmoderne ist schon was feines, da muss sich um nichts mehr gesorgt werden, Politik ist nur noch Frage von De/Regulierung, was in der Debatte oft “Is mir egal” oder “Lass uns da mal drüber reden” bedeutet, aber nicht mehr das Fordern nach Umverteilung oder Umstürzungen. Revolution in alter Manier hat ausgedient, ist ideologisch (und daher schlecht, oder so), ja nicht mal mehr die Gretchenfrage “Sag mal, wie hältst du’s mit dem Gender?” darf gestellt werden. Und dann kommen da diese “radikalen Linken” und “Emanzen” wie Ines Kappert und erdreisten sich doch ernsthaft zu kritisieren, dass die Piraten ein unpolitischer Haufen sind, die ihre eigene Forderung nach Transparenz der Mächtigen (zu denen sie nach dem Einzug in die Berliner Landesregierung selbst gehören – sehen wir von sozialen Zugehörigkeiten der Parteimitglieder mal ab) nicht mal konsequent zu Ende denken. Mehr noch ist die Kritik Schuld daran, dass die Piraten keine Frauen in der Partei haben, wie jüngst der Kegelclub der Piraten per Quasi-Pressemitteilung verlauten ließ.

So wie eben Antirassist_innen Schuld haben am Fortbestehen von Rassismus, weil sie ihn thematisieren. Oder Betroffene sexualisierter Gewalt rape culture fortschreiben, weil sie ihre “Kinkerlitzchen” über “das Leid der wahren Opfer” stellen. Sozusagen machen gesellschaftskritische Menschen aus Mücken ständig Elefanten. Und wenn Ines Kappert nicht die Piraten kritisieren würde, gäbe es bei den Piraten auch keine Probleme. Geschlecht ist nicht da, wenn nicht drüber gesprochen wird. DekonstruktivismusPostgender bedeutet zu schweigen, Vergewaltigungs”witze” lustig zu finden, Machtverhältnisse und Privilegien auf Brüste oder Penisse oder wahlweise auch Chromosomensätze zu reduzieren (jaja, der fehlende Begriff von Geschlecht) oder sich mit antifeministischen und frauenfeindlichen Klischees ein paar Lacher ins Piratenboot zu holen. Die Welt ist so furchtbar logisch und einfach.

Und weil das so ist, bringt es auch überhaupt nichts die Piraten zu kritisieren, weil die Kritik auf jeden Fall kompliziert, ideologisch, links, radikal oder zu feministisch ist. Ministerin Schröder freut sich über ihre Schäfchen.

Ines Kappert hat unter ihrem Artikel aktuell 90 Kommentare. Mindestens 75% davon sind frauenfeindliche, sexistische, antifeministische oder kurz gesagt: logische Kommentare.

Disclosure: Der Begriff “Pirat” gibt keine Auskunft über das Geschlecht der Angesprochenen, sondern nur über ihre Selbstbezeichnung.

Posted on Dez 7, 2010

Die Bedeutung des Mannes 2010

Disclaimer: Am 5. Dezember 2006 schrieb ich Kleinstprosa über Heterobeziehungen. Gendersubversiv oder reflektiert würde ich das heute nicht mehr nennen. Aber manchmal denke ich noch immer, dass Männer heutzutage dieselben Erfüllungsansprüche und Erwartungen mit sich tragen. Frauen ebenso. Draußen, im Mainstream. Ich nannte den Text damals “Die Bedeutung des Mannes 2010″. Und ab.

Er hat nur noch einen Kopf für sie. Er schenkt ihr seinen Geist, widmet seine Seele der zwischenmenschlichen Abhängigkeit.
Seine Freunde hat er schon lange nicht mehr gesehen. Sie beschweren sich ständig, dass er keine Zeit mehr für sie hat. Aber ihm ist das egal. Sie ist wichtig. Sonst nichts.
So lange hat er um sie gekämpft. Er schickte ihr versteckte Botschaften, die ihre Sinne beeinflussen sollten. Er versuchte es mit reden. Er warf alle seine männlichen Tugenden über Bord. Er war ihr zu perfekt.
Nun ist er ihr nicht perfekt genug.
Er könnte männlicher sein.

Posted on Okt 26, 2010

Learning by doing: gender.

Am Donnerstag beginnt der dreitägige Gender-Kongress der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) “Gender, Glück und Krisenzeiten – Das flexible Geschlecht“. Die Teilnahme ist kostenlos für alle Besucher_innen, was ziemlich knorke ist im Hinblick auf die namhaften Referent_innen, die die bpb so rangeschifft bekommen hat. Das Programm ist äußerst vielversprechend und vielfältig und außer der Key Lecture von Susan Pinker am Donnerstag auch ohne biologistischen Bockmist (auf den ersten Blick).

Von einigen Referent_innen habe ich schon ein paar Sachen gelesen und da dachte ich mir: Wissen gehört geshared! Nachfolgend also ein paar Links und PDFs zu den geistigen Ergüssen der Speaker, um Debatten und Diskussionen ein bisschen einordnen zu können, sich zu bilden (tut ja generell immer gut), für alle, die nicht auf der Veranstaltung sein können oder einfach als Gimmick zum Kongress.

Susan Pinker: Hormone machen, dass Frauen nicht in die Führungsetagen wollen (Interview mit FAZ)

Claudia Neusüß: Soviel gender wie heute war noch nie (zusammen mit Julia Chojecka)

Eva Illouz: Liebe in Zeiten von Postmoderne, Konsum und Kapitalismus (Interview von Isabelle Graw)

Birgit Sauer: Staat und Geschlecht in der EU (PDF)

Hilal Sezgin: Deutschland schafft mich ab (Artikel anlässlich der neuerlichen rassistisch geführten Integrationsdebatte in der ZEIT // mehr von dieser wunderbaren Frau auf ihrer Homepage)

Gülay Çaglar: Neoliberale Familien- und Geschlechterpolitik als Vermächtnis des liberalen Feminismus

Isabell Lorey: Gouvernementalität und Selbst-Prekarisierung

Hildegard Maria Nickel: Geschlechterverhältnis nach dem Mauerfall – Individualisierung versus Solidarisierung? (PDF)

Esra Erdem: Internationalismus oder Imperialismus? Feministische und schwullesbische Stimmen im „Krieg gegen den Terror“ (zusammen mit: Jin Haritaworn, Tamsila Tauqir und Jen Petzen – PDF)

Daniela Rastetter: Emotionsarbeit (PDF)

Angela McRobbie: Postfeminist Passions (Gastbeitrag im Guardian)

Sonja Eismann: Feminismus ist Pop! (Gastbeitag in der Taz)

Mely Kiyak: Kritik am Einwanderungstest und am neuen Feminismus

Ulrike Prokop: „Mythen der Rechten. Ihre Faszination für junge Frauen in der Adoleszens” (PDF)

Sharon Adler: “Statt mit Namen werden Frauen oft mit Attributen versehen” (Interview in der Taz)

Heike Kahlert: Pädagogik der sexuellen Differenz

Paul Mecheril: Die Normalität des Rassismus (Tagungsdoku zusammen mit Anne Broden – PDF // Mehr kostenlose Texte von Mecheril hier)

Gabriele Dietze: Über die pornografischen Aspekte des Burka-Verbotes (Interview mit dieStandard.at // Rezension ihres Buches “Kritik des Okzidentalismus” hier)

Lamya Kaddor: Warum es mich nicht geben darf (Gastbeitrag in der SZ)

Lena Correll: “Sind es die Männer und nicht die Frauen, die keine Kinder wollen?

Sarah Diehl: “Der Schwangerschaftsabbruch gehört zum Leben dazu” (PDF // Interview von Chris Köver über “Abortion Democracy”

Anne Waldschmidt: Selbstbestimmung als behindertenpolitisches Paradigma – Perspektiven der Disability Studies

Antke Engel: Sexualität und Geschlecht im Fokus queerer Politik der Repräsentation (Textausschnitte)

Johannes Gernert: Nach Ghetto und Gangbang (Artikel über Antisemitismus und Fundamentalismus im HipHop – stern.de)

Silja Matthiesen: Kondome bei Jugendlichen – Lustkiller ohne Alternative? (PDF)

Tim Stüttgen: Die Linke und der Sex (Artikel in der Jungle World) oder: Männlichkeit als performative Praxis

Nana Adusei-Poku: Popporn – Feminismus im Käfig?

Eveline Kilian: Die vier Komponenten der kulturellen Geschlechterordnung (Rezension von Kilians Buch “GeschlechtSverkehrt. Theoretische und literarische Perspektiven des gender-bending”)

Ulrike Klöppel: Zum Verhältnis von Macht und Gewalt, Normierung und Normalisierung in der Problematisierung “uneindeutigen Geschlechts”

Konstanze Plett: “Die Macht der Tabus

Karin Jurczyk: Eltern in entgrenzter Erwerbsarbeit – differenzierte und flexible Betreuungsbedarfe (PDF)

Mercedes Bunz: “Herr, Knecht, Feind, Freund – Soziale Netzwerke und die Ökonomie der Freundschaft

Ergänzungen, andere Texte? In den Kommentaren ist Platz.

Posted on Jun 9, 2010

Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis: Gender als Identität?

Obwohl Diversity mit seiner Prozessorientiertheit gegenüber älteren Gleichstellungsinstrumenten den Vorteil für sich beansprucht, Strukturen anzuvisieren und nicht einfach Personen an diese anzupassen (vgl. Krell 2004a: 372), nimmt auch dieses Konzept letztlich eine individualisierende Perspektive ein, insofern nämlich Strukturen auch hier primär als Werthaltungen verstanden werden. Die Fokussierung auf Ausschließungsmechanismen hegemonialer Gruppen geht letztlich doch wieder davon aus, dass es sich bei Prozessen der Hierarchisierung um ein Problem der Werthaltung Einzelner, hier nun der Mitglieder der hegemonialen Gruppe handelt. Ungleichheit wird so auf „mangelndes Problembewusstsein und Wissen der einzelnen Individuen“ zurückgeführt (Hofbauer/Ludwig 2005: 38), und die Überwindung von Ungleichheit mit Aufklärung, Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für möglich gehalten. Obwohl also Managing Diversity Machtstrukturen zu ändern beansprucht, bleibt die Frage auch in diesem Konzept theoretisch unbelichtet, welches eigentlich die Strukturen sind, die Geschlechtersegregation hervorrufen. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass Geschlechternormen in Form von stereotypisierenden Zuschreibungen heute keine Rolle mehr spielen. Aber ich möchte doch die Frage stellen, ob die allzu selbstverständliche Annahme, dass Geschlechtersegregation primär mit geschlechterstereotypisierenden Zuschreibungen erklärt werden kann, heute so noch stimmt. Meines Erachtens folgt diese Annahme, an der sich zunehmend die gesamte Geschlechterpolitik orientiert, jener kulturalistischen Verkürzung des Gender-Begriffs, der sich im Zuge des cultural turns gegenwärtig in den Gender Studies des gesamten deutschsprachigen Raums etabliert. Mit Cornelia Klinger möchte ich hier von einer Verlagerung der Gesellschaftsanalyse auf das Gebiet der Identitätspolitik sprechen (2003: 25). Eine Verlagerung, die insofern problematisch ist, als sie in einer Art „politizistischen Missverständnisses“ (Atzmüller 2001: 87) die Konstruktion von Identitäten zunehmend losgelöst von den Produktionsverhältnissen denkt. Dabei stellt sich darüber hinaus die Frage, ob es sich bei Geschlechterhierarchien überhaupt um ein Problem von Identitäten handelt. So weist beispielsweise Helga Krüger darauf hin, dass geschlechtersegmentierende Lebensverläufe mit entsprechend geschlechterhierarchischen Folgen nicht mehr mit bestimmten Rollenerwartungen der AkteurInnen erklärt werden können. Im Gegenteil stellt sie eine Gegenläufigkeit fest zwischen den Wertvorstellungen der beteiligten Personen einerseits, die sich einem sozialen Wandel verdanken, und der Persistenz oder sogar erneuten Zunahme von Ungleichheitsverhältnissen zwischen den Geschlechtern andererseits.

aus Soiland, Tove (2008): “Gender als Selbstmanagement. Zur Reprivatisierung des Geschlechts in der gegenwärtigen Gleichstellungspolitik”

Posted on Apr 6, 2010

Check (5)

Hallo, ich lebe noch. Das hat mich interessiert:

- im Tagesspiegel gibt es heute eine Diskussion um das Homosexuellen-Denkmal in Berlin. Demnächst sollen nicht mehr küssende Männer, sondern küssende Frauen zu sehen sein. Es regt sich Widerstand gegen dieses Vorhaben, weil lesbische Opfer der NS-Zeit offenbar nicht belegbar seien. Belässt man es bei reinen, nackten Todeszahlen, wird deutlich: mehr Schwule mussten um ihre körperliche Unversehrtheit unter Hitler fürchten als Lesben. Doch ein Gedenken an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus sollte nicht so pragmatisch vorgehen, wenn es bei der Wahrheit bleiben will.

Noch perfider wirkt diese Gegenwehr, wenn man bedenkt, dass Lesben bis heute häufig nicht als solche wahrgenommen werden, weil die Sexualität von Frauen über den Geschlechtsakt mit Männern definiert wird. Frauen wird häufig keine eigene Sexualität zugestanden und damit auch keine selbstermächtige Form einer sexuellen Identität. Männliche Definitionsmacht und Sexismus at it’s best. Letztlich ist damit auch nicht den schwulen Opfern geholfen und die Diskussion führt dazu, dass Opfer von Diskriminierung und Gewalt gegeneinander aufgerechnet und ausgespielt werden.

Ich habe ein paar Texte zusammengesucht, die belegen, dass die historische Wissenschaft noch einige Lücken zu füllen hat und dass Lesben ebenso wie Schwule von den Nazis als “verfolgungs- und vernichtungswert” eingestuft wurden.

Anke Metzing: “Lesben wurden ermordet und ihre Identität wurde von einem Staat vernichtet, in dem weibliche Sexualität mit der Gebärmaschine Mutter gleichgesetzt und autonome weibliche Sexualität geleugnet wurde.”

Chantal Louis: “Eine weitverbreitete Strategie: Viele homosexuelle Frauen gehen jetzt Scheinehen, sogenannte ‘Josefsehen’ ein – manchmal mit homosexuellen Freunden, aber auch mit heterosexuellen Männern, die nichts von der ‘Vergangenheit’ ihrer Gattin wissen und selbstverständlich die Erfüllung ‘ehelicher Pflichten’ erwarten.”

Cora Mohr/Doris Seekamp: “Auch in der antifaschistischen Literatur wird das Widerstehen und der Widerstand lesbischer Frauen gegen den Nationalsozialismus nicht erwähnt. Das bedeutet nicht, dass es dies nicht gegeben hat, sondern allenfalls, dass dieser weibliche Lebensentwurf nicht akzeptiert und aus diesem Grund nicht benannt wurde. [...] Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde in der damaligen rechtlichen Definition von Homosexualität diese auf sexuelle Akte reduziert bei gleichzeitiger Asexualisierung von Frauen.”

Claudia Schoppmann: “Dadurch, dass lesbische Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit als “sozial ungefährlicher” als homosexuelle Männer bewertet wurden und eine Disziplinierung ohne systematische strafrechtliche Verfolgung möglich schien, gibt es, wie bereits angedeutet, kaum NS-Quellen über sie bzw. über das diesbezügliche Vorgehen des Regimes.” (Claudia Schoppmann gehört neben Ilse Kokula zu den wenigen deutschsprachigen ForscherInnen, die sich diesem Thema ausführlich widmen).

Gudrun Hauer: “Die Einstellung der wissenschaftlichen wie politischen Untersuchungsoptik auf den Ort Konzentrationsoder Vernichtungslager vernachlässigt jedoch zum einen die anderen Kategorien erfaßbarer und durch die historische Forschung nachvollziehbarer und vor allem beweisbarer Verfolgungsmuster, zum anderen können durch sie nicht mehr folgende Fragen gestellt, geschweige denn untersucht werden: Könnte so etwas wie ein ‘normales lesbisches Leben’ während der NS-Zeit überhaupt möglich gewesen sein?”

Nicht zuletzt ist dieses Denkmal nicht nur ein Mahnmal, sondern soll “stellvertretend ein Zeichen gegen anhaltende Diskriminierung von Schwulen und Lesben setzen“. Vielen Dank an Sylvia, Svea und NurGedanken für die Hinweise.

Weiter gehts.

- Im Freitag schrieb Benjamin Laufer vor einer Woche über den schweren Stand der Gender Studies in Deutschland. Ein Grund mehr, sich der akademischen Laufbahn zu widmen ;-) Auch an der FU Berlin, wo ich Gender & Diversity studiere, ist von Exzellenzinitiative wenig zu spüren. Hier und da wird gemunkelt, dass sich die Unis gern mit solchen Studiengängen schmücken, um im internationalen Vergleich vor Peinlichkeiten bewahrt zu bleiben, aber das war’s dann auch schon, es werden keine bis kaum Gelder zur Verfügung gestellt, Professuren gestrichen, ProfessorInnen nicht ernst genommen oder an den Rand gedrängt. (via ihdl)

- Außerdem kann man sich jetzt wieder für das WS 10/11 bewerben. Hurtig, hurtig.

- schon etwas länger her, aber wer sich für eine queerfeministische Genderanalyse des aktuellen LadyGaga-Videos interessiert, der sei zum Genderblog geführt.

- Zum Abschluss etwas Weihrauch: http://maedchenmannschaft.net/der-richtige-sender-im-digitalen-grundrauschen/