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	<title>Medienelite &#187; Poesie</title>
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		<title>Feministische Partner_innenwahl</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 22:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Saftpresse]]></category>

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		<description><![CDATA[Dear non-feminist-identified or pro-feminist people having (a) feminist friend/s or partner/s,

you have the most wonderful person/people on earth on your side. They will always appreciate you, support you, give you advice in tricky situations. They will love you for what you are and most of the time they will not try to put you ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dear non-feminist-identified or pro-feminist people having (a) feminist friend/s or partner/s,</p>
<p>you have the most wonderful person/people on earth on your side. They will always appreciate you, support you, give you advice in tricky situations. They will love you for what you are and most of the time they will not try to put you in a box. They will not criticize you in order to make you a better person or for their own ego but to make a better world with you together.</p>
<p>Feminists are feminists for some or one reason. Feminism is not a issue and not up for debate, it&#8217;s a life-altering view on society. It shatters minds, it changes lifes, it moves people, it&#8217;s an all or nothing thing. You have to deal with that. Most feminists will not change their minds because you are angry with yourself failing to be _the_ perfect feminist ally and blame it on them. </p>
<p>Listen carefully and try to learn, there&#8217;s absolutely nothing you can lose within these relation- or friendships. To ask for loyalty and solidarity in situations you make a fool out of yourself and put your privileged ass over your friends&#8217; or partners&#8217; core values in life is definitely a bad idea.<br />
And no, you are not getting a cookie for showing solidarity and loyalty in situations they ask for.</p>
<p>Feminists are not the enemies, it&#8217;s you and your own ego. And your thinking to make your feminist partner/friend a person you are comfortable with. </p>
<p>This is not about you, this is not about them, it&#8217;s just about showing respect for the person you love.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=3020&amp;md5=4de4c771adb7cfa0d2901720cef249ec" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Slutwalks und Solidarität</title>
		<link>http://medienelite.de/2011/08/25/slutwalks-und-solidaritat/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 01:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Du gehst auf die Straße. In Solidarität. Vermeintlich. Denn im Grunde demonstrierst du für dich. Eigentlich. 

"Männer werden auch Opfer von Gewalt." - "Ich gehe für Männerrechte auf die Straße."

Wofür nochmal oder wogegen?

Für dein Recht dir im Chefsessel den Arsch breitzusitzen? Für dein Recht auf der Straße zu glotzen, zu belästigen, andere als öffentliches ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du gehst auf die Straße. In Solidarität. Vermeintlich. Denn im Grunde demonstrierst du für dich. Eigentlich. </p>
<p>&#8220;Männer werden auch Opfer von Gewalt.&#8221; &#8211; &#8220;Ich gehe für Männerrechte auf die Straße.&#8221;</p>
<p>Wofür nochmal oder wogegen?</p>
<p>Für dein Recht dir im Chefsessel den Arsch breitzusitzen? Für dein Recht auf der Straße zu glotzen, zu belästigen, andere als öffentliches Gut zu betrachten? Für dein Recht auf beschissene Witze über &#8220;Weiberärsche, dicke Titten und die Fotzen, die sich zieren?&#8221; Für dein Recht, dich zu allem äußern zu dürfen, stets gehört zu werden? Für dein Recht, in allen Bereichen als Experte zu gelten? Für dein Recht auf bare Münze? Was sind denn Männerrechte? Dass du dich nachts frei bewegen kannst, ohne einen Griff zwischen die Beine fürchten zu müssen? Dass du nie auf dein Getränk achten musst? Kennst du das, mit den Augen ausgezogen zu werden? Hat sich vor dir schon mal jemand einen runtergeholt und dabei ein ekelhaftes Grinsen aufgesetzt? Hat dich dein Chef schon mal gefragt, ob du planst schwanger zu werden oder wie es mit Kindern aussieht? Weißt du, zu welchem Zeitpunkt Brad Pitt keine &#8220;Jungfrau&#8221; mehr war?</p>
<p>Männerrecht ist, nicht hinterfragt zu werden. In deinem Sein. In deiner Position. Allzeit bereit, immer bereit. Deine Triebe als Legitimation für dein Verhalten. Kommt dir nicht komisch vor, was die anderen da so quatschen, wenn sie dein Handeln versuchen zu rechtfertigen? Ich dachte immer, Männer seien die rationaleren Wesen von uns beiden!?</p>
<p>Ständig muss ich mir deine Weltformeln reinziehen. Erklärst mir meinen Feminismus, lässt dir aber von anderen nichts sagen. Möchtest unmarkiert bleiben, nicht fremddefiniert sein, nicht pauschal mit Urteilen belegt. Gehörst ja nicht zu denen. Verletzt bist du dann. Willkommen in meiner Welt. </p>
<p>Vielleicht sollten wir uns zusammenschließen. Gibt da ja auch so coole, unterstützende Theorien. Vielleicht machen Weiblichkeit und Männlichkeit auch gar keinen Sinn. weg damit. Solidarisch gegen dieses Heterodingsda und Zwangszweierlei. Dichotomien my ass. Ja, da sind wir uns einig. Gemeinsam feminismusst es sich auch viel besser.</p>
<p>Queer, hab ich gelernt, ist das neue schwarz. Viel inklusiver. Macht. Sinn. Frauen. Wer braucht die denn? Lassen sich eh nicht kategorisieren die Menschen. Ausschlüsse waren gestern. Ach du auch? Naja, sieh an. Schick, wie wir zwei hier so rumqueeren und vor uns hinqueeren und alles durchqueeren. So viele nette Leute. </p>
<p>Auf dem Nachhauseweg holt sich ein Typ neben mir einen runter. In der Bahn werde ich angestarrt, ich vergewissere mich, ob ich mir nicht doch zwischenzeitlich diese Sexyness übergezogen habe. Stilettos vielleicht? &#8211; Nö. Alles wie immer. Ich steige aus und: Pfeifen. Immer dieses Pfeifen. &#8220;Lesben!!! geil!!!&#8221; &#8211; Ja denk ich mir auch manchmal. Sag ich aber nicht so laut.</p>
<p>Paradox &#8211; ich kann mich noch nicht mal selbst ausreichend bezeichnen und bekomme von anderen ständig Identitätsmarker auf den Hintern geklebt. Bin ich laut, heißt es Mannsweib, Emanze, Butch, Schlampe, Fotze, Bitch. Bin ich leise, bin ich Wichsobjekt von und zu Jedermann. Ganz vornehm eigentlich und irgendwie postmodern. Dieses zwischen den Identitäten hin und her wechseln.</p>
<p>Wollen wir mal tauschen?</p>
<p>Kompensation suchen. Theorien auffressen. Alles erklären können. Mit Weltformeln jonglieren, um deine endlich in den Müll werfen. Und dabei immer differenzieren. Ganz wichtig. Nicht dieses Universalismusding fortsetzen. Fortwährend reflektieren. Sich, andere, sich Anderem und anderen öffnen, sich Neuem zugänglich machen. Beine breit für die Unangreifbarkeit. </p>
<p>Boah, wie anstrengend auf Dauer. Bloß nicht nach draußen gehen. Keine Frischluft. Die ist verpestet mit all dem -Ismus. Atmen wir die gleiche Luft?</p>
<p>Diese Wut immer, diese unglaubliche Wut. Da sitzt eine hinter ihren Büchern und denkt sich das Hirn blutig. Wie könnte, wenn man wollte? Und ginge dies nicht noch irgendwie anders? Du musst das und jenes bedenken. Ja muss ich. Ding Dong! Ach, da war ja noch was. Die Realität. Vielleicht ein Gläschen gefällig? Im Abgang: Beigeschmack.</p>
<p>Und dann steh ich da. Mitten auf der Straße. Nackt. Und werde angestarrt. Immer dieses Starren. Und die Bücher gleiten mir aus den Händen. Macht. Keinen Sinn. Du bist nicht ich. Niemals. Das kannst du queeren, wie du willst.</p>
<p>Ein Mann ist ein Mann ist ein Mann. Was du sein willst und was du bist, sind zwei unterschiedliche Dinge. Du bist die Struktur, von der du profitierst. Du bist die Schublade, in die du geworfen wirst. Das kannst du queeren, wie du willst. </p>
<p>Absicht? Nein. </p>
<p>Will nur sagen: Deine Solidarität hilft mir nicht. Hilft mir nicht bei Blicken, Worten, Taten. Hilft mir nicht aus Strukturen auszubrechen, hilft mir nicht die richtigen Worte zu finden, denn Widerrede und Dominanz sind allgegenwärtig. Auch deine.</p>
<p>Was vielleicht hilft: Sich mal kurz sein lassen. Um die Zeit finden, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ruhe, etwas mehr Gelassenheit, Wut in Kraft umwandeln. Sich mit sich selbst beschäftigen. Mit den eigenen Dominanzen, Privilegien, Bildern, die uns umgeben, Rollen, die uns vorgelebt und Schranken, die uns auferlegt werden. Wir können nicht für andere sprechen, auch wenn wir das &#8220;über&#8221; schon längst vergessen haben. Der Solidarität wegen.</p>
<p>Männer sind auch nur Menschen. </p>
<p>Geh&#8217; nicht für Menschen auf die Straße. Die gibt es nicht. Das kannst du queeren wie du willst.</p>
<p>Was ich jetzt tun gedenke? Meine Bücher rauskramen und mich in Widersprüchen, Differenzen und Differenziertem verlieren. Mich in Widersprüche, Differenzen und Differenziertes verlieben. Draußen hält man es ja kaum aus.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2867&amp;md5=b3a5dce12f6d7e9ae983fde1c4a6ab37" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Intime ist nicht sicher.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 13:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit zwei Jahren scheine ich gefunden zu haben, wonach ich lange suchte. So etwas wie eine Aufgabe. Bestimmung wäre vielleicht übertrieben...naja gut vielleicht doch nicht. Seit zwei Jahren war ich nie so oft unglücklich, unruhig, unzufrieden und traurig. Das Wort Weltschmerz bezog ich vorher nur auf meinen persönlichen Radius. Jetzt weiß ich, was es ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Jahren scheine ich gefunden zu haben, wonach ich lange suchte. So etwas wie eine Aufgabe. Bestimmung wäre vielleicht übertrieben&#8230;naja gut vielleicht doch nicht. Seit zwei Jahren war ich nie so oft unglücklich, unruhig, unzufrieden und traurig. Das Wort Weltschmerz bezog ich vorher nur auf meinen persönlichen Radius. Jetzt weiß ich, was es bedeutet traurig darüber zu sein, ohnmächtig zu sein. In einer ohnmächtigen Welt zu leben.</p>
<p>Ich bin nicht selten frustriert. Darüber, dass mir meine Plätze geraubt werden, dass ich ich in der Öffentlichkeit Angst haben muss, dass ich vielleicht mein Leben nicht so führen kann, wie ich es mir wünsche. Dass es vielen ähnlich geht wie mir. Manchmal bin ich neidisch und fühle mich unfrei. Manchmal wünsche ich mir zurück, was ich glaube, nicht mehr zu besitzen. Unbeschwertheit. Sich in die Sonne zu setzen, eine Zigarette zu drehen, die Beine in den Schneidersitz zu falten und etwas Schönes zu denken. Etwas, das nicht politisiert werden kann. Gedanken, die mir gehören und in keine Theorie passen. Etwas, das sich nicht erklären lässt.</p>
<p><span id="more-2768"></span></p>
<p>Früher kam ich oft betrunken nach Hause und war glücklich. Ich lief nachts die Straßen entlang und weinte. Weil das Gefühl zu leben so überwältigend war. Weil ich zu schätzen wusste, was mein Bereich war. Dass ich das erleben konnte, was mir widerfuhr. Menschen, die ich mag, Emotionen, die ich nicht beschreiben konnte. Eine Metaebene einnehmen zu können, weil ich über den Dingen stehen konnte.</p>
<p>Früher kam ich von der Schule nach Hause, schnappte mir das Auto meiner Eltern und fuhr mit meiner besten Freundin in ein Waldstück. Dann kurbelten wir die Fensterscheiben runter, hörten laut Musik und redeten über Beziehungen.</p>
<p>Früher freute ich mich auf das Wochenende, darauf beschwipst und lachend ins Bett zu fallen. Sex zu haben, betrunken, nach Nikotin und Disko riechend. Ein Leben ohne Politik ist befreiend. Heute weiß ich, dass ich das nur so leben konnte, weil ich Voraussetzungen mitbringe, die viele nicht haben können. Ich fühle mich nicht schlecht damit. Das ist so eingerichtet, ohne mein Zutun. Es geht nicht darum, mich schlecht zu fühlen, wenn ich nicht erkenne, dass eigentlich alles politisch ist. Selbst das Intime.</p>
<p>Heute bekomme ich Mails und Sätze, die Wertschätzung zum Ausdruck bringen für das, was ich tue. Menschen kommen auf mich zu und stellen schüchtern Fragen, ob sie mich etwas fragen dürfen. Manchmal fühle ich mich ein Popstar. Es macht mich stolz, Dinge und Menschen anregen und bewegen zu können, dass ich bewegt und angeregt werde von anderen. Es ergibt einen Sinn.</p>
<p>Doch irgendwie. Ich habe oft das Gefühl, dass ich nicht mehr weiß, wer ich eigentlich bin. Ohne all das. Den Kopf zu haben, sich ins Gras zu legen und Flugzeuge beobachten. Kitschige Dinge tun, ohne zu denken, sie seien banal. Zuhören können, ohne einzuordnen, ohne einen Katalog aus Texten durchzurattern, auf die das, was ich aufnehme, irgendwie passt. Nicht für alles eine Erklärung zu finden. Dinge tun, die keine Aufgabe erfüllen, nicht in ein großes Muster passen.</p>
<p>Es gibt Momente, in denen kommt es wieder. Augenblicke, in denen ich weiß, dass wir jetzt die Straße entlang laufen, weinen, uns in den Armen liegen und verstehen. Dass es Orte geben muss, wo das Intime sicher ist.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2768&amp;md5=8f3f195c3169c8a5f6bbfb1902e50e5e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Phantomherz.</title>
		<link>http://medienelite.de/2011/04/28/phantomherz/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 11:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich es ausgesprochen hatte, war da nichts als Stille. Mein Herz schlug laut und heftig. Bumm. Bumm-Bumm. Tage und Wochen vergingen und ich hörte nichts weiter als dieses Herz. Das Herz, das nicht mehr meins war. Ein Phantomherz. Der Rest waren Splitter. Sie durchbohrten meine Adern, meine Haut, meine Knochen, das Hochprozentige spülte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich es ausgesprochen hatte, war da nichts als Stille. Mein Herz schlug laut und heftig. Bumm. Bumm-Bumm. Tage und Wochen vergingen und ich hörte nichts weiter als dieses Herz. Das Herz, das nicht mehr meins war. Ein Phantomherz. Der Rest waren Splitter. Sie durchbohrten meine Adern, meine Haut, meine Knochen, das Hochprozentige spülte sie in jeden Winkel meines Körpers.</p>
<p>Sie fanden keinen Halt, keine Stelle, an der ich sie hätte aufsammeln und zu den anderen Resten legen können. Wie kleine Muscheln. In die kleine Schatulle. In der meine Vergangenheit lagert. Lose, kleinteilig, wirr, aber an einem Ort. Gut verschlossen, nicht in Erwartung betrachtet und befühlt zu werden. Sicher vor den Augen anderer, ihren fragenden Blicken, verständnislosen Gesten und hohlen Phrasen. </p>
<p>Wenn ich sie zu greifen versuchte, sog das Wasser sie zurück ins offene Meer und spülte sie später dort an, wo ich sie nicht sehen konnte. Der Sand, der übrig blieb, gerann zwischen meinen Fingern. Das Salz. Brennende Augen. Verpasste Chancen. Bumm. Bumm-Bumm. Endlos schien das Meer in seiner Dunkelheit und dumpf der Klang der Wellen, die sich über mir ergossen. </p>
<p>Tick. Tick-Tack. Ist Ewigkeit Gefühl oder Zustand? Ein Phantomherz kann nicht antworten.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2766&amp;md5=61e3a854fc3f22d9821ff46581fb50ce" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Auf der vorletzten Stufe.</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/12/13/auf-der-vorletzten-stufe/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 10:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe dir weh getan und tue es immernoch. Ein Lächeln fällt dir schwer. Deine Augen sind groß und dunkel. In ihnen spielen sich kleine Geschichten ab. Das Leid noch einmal. Wir können es beide sehen.

Zuerst wehren wir uns noch. Krampfhafte Versuche, Mimik in Gefühlsregungen zu verwandeln. Doch wenn uns die Wahrheit zudeckt, werden ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe dir weh getan und tue es immernoch. Ein Lächeln fällt dir schwer. Deine Augen sind groß und dunkel. In ihnen spielen sich kleine Geschichten ab. Das Leid noch einmal. Wir können es beide sehen.</p>
<p>Zuerst wehren wir uns noch. Krampfhafte Versuche, Mimik in Gefühlsregungen zu verwandeln. Doch wenn uns die Wahrheit zudeckt, werden wir augenblicklich müde.</p>
<p>Wir schaffen es nicht gemeinsam. Wir stehen auf der vorletzten Stufe. Sie ist morsch. Kaum zwei Füße finden auf ihr Platz, so schmal ist sie. Die vorletzte Stufe ist eben nicht für zwei gedacht. Warum wollen wir nicht weitergehen? Welche Angst ist größer, als die zu fallen?</p>
<p>Jetzt sitzt du da und dein Blick ist leer. Jetzt sitze ich da und weiß nicht, was ich erwidern kann. Ein Herz so alt, dass es bald ein letztes Mal schlägt. </p>
<p>Das Holz beginnt zu bersten.</p>
<h6>Im Dezember 2007</h6>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2521&amp;md5=058949e9e3bed6610fa268ea4f552811" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Bedeutung des Mannes 2010</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/12/07/die-bedeutung-des-mannes-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 09:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Heteronormativität]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: Am 5. Dezember 2006 schrieb ich Kleinstprosa über Heterobeziehungen. Gendersubversiv oder reflektiert würde ich das heute nicht mehr nennen. Aber manchmal denke ich noch immer, dass Männer heutzutage dieselben Erfüllungsansprüche und Erwartungen mit sich tragen. Frauen ebenso. Draußen, im Mainstream. Ich nannte den Text damals "Die Bedeutung des Mannes 2010". Und ab.

Er hat ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: Am 5. Dezember 2006 schrieb ich Kleinstprosa über Heterobeziehungen. Gendersubversiv oder reflektiert würde ich das heute nicht mehr nennen. Aber manchmal denke ich noch immer, dass Männer heutzutage dieselben Erfüllungsansprüche und Erwartungen mit sich tragen. Frauen ebenso. Draußen, im Mainstream. Ich nannte den Text damals &#8220;Die Bedeutung des Mannes 2010&#8243;. Und ab.</em></p>
<p>Er hat nur noch einen Kopf für sie. Er schenkt ihr seinen Geist, widmet seine Seele der zwischenmenschlichen Abhängigkeit.<br />
Seine Freunde hat er schon lange nicht mehr gesehen. Sie beschweren sich ständig, dass er keine Zeit mehr für sie hat. Aber ihm ist das egal. Sie ist wichtig. Sonst nichts.<br />
So lange hat er um sie gekämpft. Er schickte ihr versteckte Botschaften, die ihre Sinne beeinflussen sollten. Er versuchte es mit reden. Er warf alle seine männlichen Tugenden über Bord. Er war ihr zu perfekt.<br />
Nun ist er ihr nicht perfekt genug.<br />
Er könnte männlicher sein.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2502&amp;md5=6230bd79a89b6a5ffbf37a6fb06181a1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kristina Schröder: Der Antifeminismus-Song</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/11/09/kristina-schroder-der-antifeminismus-song/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 00:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Antifeminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kristina Schröder]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe es ja verkündet, nachfolgend die Lyrics zu Kristinas neuestem Hit. Besonderes Schmankerl: Ein Wink zu den süßen Pro-Stuttgart21-Pennern. Im Anschluss ein Video zur Interpretations- und Intonationsgrundlage. Ich suche noch begeisterte Mitstreiter_innen, die mit mir zusammen das Lied alsbald performen wollen. Am besten im Frühling, da is eh T-Time (Titten raus)!

...

schwierig oh oh ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es ja <a href="http://twitter.com/#!/lantzschi/status/919003010695168">verkündet</a>, nachfolgend die Lyrics zu Kristinas neuestem Hit. Besonderes Schmankerl: Ein Wink zu den süßen Pro-Stuttgart21-Pennern. Im Anschluss ein Video zur Interpretations- und Intonationsgrundlage. Ich suche noch begeisterte Mitstreiter_innen, die mit mir zusammen das Lied alsbald performen wollen. Am besten im Frühling, da is eh T-Time (Titten raus)!</p>
<p>&#8230;</p>
<p>schwierig oh oh oh oh oh, ich ahne es&#8230;</p>
<p>feminismus hat probleme, weil ein großteil dieser szene,<br />
nicht drauf klarkommen will,<br />
dass frauen nun mal männer auch begehren.<br />
sie wollen ihnen verwehren ihre liebe auch zu leben,<br />
dieser track will was bewegen,<br />
bin dafür und nicht dagegen.</p>
<p>das ist pro schröder,<br />
feminismus kann nichts dafür,<br />
die gesellschaft verschloss schon lang diese tür.<br />
denn eine frau gilt als frau, wenn das verlangen, was sie spürt,<br />
sich dominant verhält,<br />
niemals einen chauvinisten berührt.</p>
<p>die norm geht noch weiter,<br />
betrifft sogar kleider,<br />
die moves und die sprache,<br />
frau darf niemals scheitern,<br />
sonst heißt es gleich,<br />
bist du tussi oder was.<br />
der bitterste zweifel an cool und an krass.</p>
<p>das gibt&#8217;s nicht nur im rock,<br />
das gibt&#8217;s auch mit krawatte,<br />
in allen schichten,<br />
im einzel,<br />
vor allem in der masse.<br />
die managerin, die putze,<br />
an der tür und am tor,<br />
guck&#8217;, die emanzen brüllen als schwestern im chor. </p>
<p>doch auch in der mitte,<br />
links oder im frauenhaus,<br />
gibt es sture feministinnen und diese hoffen drauf,<br />
dass niemand merkt, wie fragil sie sind<br />
und deshalb leicht dekonstruierbar sind.</p>
<p>alle diese pfeifen scheinen zu meinen,<br />
der phallus sei böse und ihnen zu eigen.<br />
mädels macht den kopf an,<br />
wenn ihr echte frauen seid,<br />
seid ihr cool mit mir,<br />
alles andere ist scheiß.</p>
<p>[refrain]<br />
pro schröder<br />
und die zeit ist reif,<br />
pro schröder,<br />
das ist keine leichtigkeit,<br />
wie kann man nur hassen,<br />
dass männer regieren,<br />
die normalität wünscht sich endlich frieden.<br />
[/refrain]</p>
<p>und dann hör ich sie jammern,<br />
es sei noch nicht alles gut.<br />
frauenförderung, gender mainstreaming,<br />
hey, das reicht doch zu.<br />
2005 kam von der leyen,<br />
aber die hartnäckigkeit lässt mich speien. </p>
<p>die idee von der ordnung zwischen männer und frauen<br />
trieft zu sehr von fortschritt,<br />
um drauf länger zu bauen.<br />
frauen sind wichtig und alles,<br />
doch die ein oder anderen bergen auch fallen.<br />
welcher kann man vertrauen,<br />
welche will nur das geld,<br />
mancher mann hätt&#8217; sie zu recht am liebsten kaltgestellt.<br />
woher wollen sie wissen,<br />
wie ein mann sie richtig vögelt,<br />
wenn sie doch alles so sehr ekelt.</p>
<p>und ganz nebenbei,<br />
es gibt auch noch alltag, ramadan, kopftuch oder sozialen kahlschlag.<br />
stellt euch vor, konservative sind genauso nett und doof<br />
wie alle andern auch, das is einfach so.<br />
alle wollen respekt und toleranz für sich,<br />
aber das gilt irgendwie für konservative nicht.<br />
wenn es feminismus wirklich gibt,<br />
dann liebt er alle männer,<br />
wenn es feminismus wirklich gibt,<br />
dann sieht er keine grenzen.</p>
<p>[refrain 2x]</p>
<p>erzähl mir nichts von schwarzer,<br />
die frau ist ne verkrampfte alte lesbe<br />
und engagiert männercaust leugner.<br />
als emanze jagt sie männer<br />
und führte das matriarchat wieder ein.<br />
glaub nicht den feminazis,<br />
und wenn, dann tu&#8217; ihn unten rein. </p>
<p>gib den faschistinnen kontra,<br />
änder dein vokabular,<br />
du spielst ihnen auch schon mit<br />
nur verbalem männerhass zu.</p>
<p>warst du mal echt verliebt<br />
und dachtest es sei große liebe,<br />
da gibt es heterosexuell einfach keine unterschiede.<br />
nur mehr probleme<br />
und die liebe nach außen zu tragen,<br />
wird immernoch bezeichnet als unterdrückung vor sich her zu tragen.<br />
ein cumshot impliziert die grenzüberschreitung<br />
innerhalb der gesellschaft,<br />
in einer welt unter zeitdruck. </p>
<p>das ist wie genesis,<br />
ein hoch auf adam und eva.<br />
hier gehts nicht um eva und ulla<br />
und auch nicht um adam und peter. </p>
<p>das ist nicht nur religiös,<br />
sondern auch genetisch bedingt.<br />
das sind der sex und die liebe,<br />
lass uns von vorne beginnen.</p>
<p>[refrain 2x]</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_aazLvqbVPk?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_aazLvqbVPk?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://medienelite.de/?flattrss_redirect&amp;id=2373&amp;md5=b8ccc172e36b118fe9236a0aa628cdf5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://medienelite.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Macht.</title>
		<link>http://medienelite.de/2010/01/05/macht/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 20:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitrusfrüchte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich laufe die Straße entlang. Ich finde den Hauseingang nicht.

Ich sehe die beiden aus dem Augenwinkel. Sie unterhalten sich. Ich kehre um. Hier war es nicht.

Auf einmal steht er hinter mir und ruft seinen Freund herbei. Er zeigt auf mich. Ich spüre es.

Ich starre auf mein Handy. Ein Gefühl von Panik. Unheilvoll. Ganz plötzlich. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich laufe die Straße entlang. Ich finde den Hauseingang nicht.</p>
<p>Ich sehe die beiden aus dem Augenwinkel. Sie unterhalten sich. Ich kehre um. Hier war es nicht.</p>
<p>Auf einmal steht er hinter mir und ruft seinen Freund herbei. Er zeigt auf mich. Ich spüre es.</p>
<p>Ich starre auf mein Handy. Ein Gefühl von Panik. Unheilvoll. Ganz plötzlich. Ich laufe los. Langsam. Er kommt mir hinterher.</p>
<p>Ich überlege, ob ich rennen soll. Zu weit. Könnte mir jemand helfen? Niemand da. Wo ist nur der Hauseingang?</p>
<p>Er ist hinter mir. Rennen zwecklos.</p>
<p>Ich bleibe stehen.</p>
<p>Er bleibt stehen.</p>
<p>Ich drehe mich um.</p>
<p>Er bleibt stehen. Und grinst.</p>
<p>Verwirrung spricht aus seinen Augen.</p>
<p>Wut und Abscheu aus meinen.</p>
<p>Seine Mundwinkel kräuseln sich.</p>
<p>Er bleibt stehen.</p>
<p>Ich drehe mich um und gehe weiter. Er ruft mir hinterher. Er bleibt stehen. Ich gehe in den Hauseingang. Er bleibt stehen. Ich mache die Tür zu. Mein Herz bleibt stehen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Blindes Vertrauen</title>
		<link>http://medienelite.de/2009/12/15/blindes-vertrauen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 15:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuerst verstand ich nicht ganz.

Ihr vor Blick schrie vor Entsetzen.

Hinter ihren Augen bildete sich die Dunkelheit.

Ich drehte mich um und rannte los.

Ohne zurück zu blicken.

Ohne zu atmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst verstand ich nicht ganz.</p>
<p>Ihr vor Blick schrie vor Entsetzen.</p>
<p>Hinter ihren Augen bildete sich die Dunkelheit.</p>
<p>Ich drehte mich um und rannte los.</p>
<p>Ohne zurück zu blicken.</p>
<p>Ohne zu atmen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Knapp vorbei.</title>
		<link>http://medienelite.de/2009/11/02/knapp-vorbei/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 23:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[

Es fängt ja meist ganz harmlos an. Man trifft sich das erste Mal, lernt sich kennen und ist schon ein wenig verknallt. Ganz harmlos also.

Zunächst redet man sich noch ein, mangels Alternativen und wegen Einsamkeit. Kommt und geht wie das schlechte Wetter.

Nach ein paar Treffen heißt es dann schon: "Ja, warum eigentlich nicht?" Zuversicht ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/7155676@N07/3861934858/"><img class="alignnone" title="Foto: bpariedl (CC)" src="http://farm4.static.flickr.com/3420/3861934858_424192f6d2.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Es fängt ja meist ganz harmlos an. Man trifft sich das erste Mal, lernt sich kennen und ist schon ein wenig verknallt. Ganz harmlos also.</p>
<p>Zunächst redet man sich noch ein, mangels Alternativen und wegen Einsamkeit. Kommt und geht wie das schlechte Wetter.</p>
<p>Nach ein paar Treffen heißt es dann schon: &#8220;Ja, warum eigentlich nicht?&#8221; Zuversicht mischt sich mit verstohlenen Blicken. Der erste Kuss ist nah, etc. pp. Das ganze Pipapo. Nettes Vorgeplänkel, das Beste kommt nicht zum Schluss, denn es passiert hier und jetzt. Toll. Weitermachen.</p>
<p>Die Zeit der notdürftigen Kommunikation bricht an, sonst ist nur das Bett der Dreh- und Angelpunkt. Das ist nicht mal schlimm. Das muss so, das bindet einander. Hormone flattern hoch und runter. So geht das eine Weile.</p>
<p>Die Phase der Konsolidierung setzt ein: Kräfte tanken durch Liebe. Jo. Das Leben kann so schön sein, nicht wahr? Ich hätte gern die Ringe da hinten. Genau die da. Ja die sind hübsch.</p>
<p>Regen. Ein Stuhl. Eine Person. Stinkt nach Einsamkeit. Ätzend. Wortkarge. Momente. Fast. so. lang. wie. die. Ewigkeit.</p>
<p>Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass nach Regen auch Niesel folgen kann? Verletzte Seele trifft auf halbherzige Unbekümmertheit. Hat sich schon mal intensiver angefühlt.</p>
<p>Bittersüße Erinnerungen an die ersten Schritte. Man könnte fast meinen, es läge Melancholie in der Luft. Tränen? Och nö.</p>
<p>Nun jetzt doch noch mal aufgestanden. Fenster auf, ordentliches Stoßlüften. Es geht straff auf&#8217;s Tor zu. Zwischendurch ein paar Doppelpässe. Wie süß.<br />
Kann man hier auch nachschenken? Nein? Und warum ist der Ball eigentlich nicht im Tor? Darf ich&#8217;s nochmal sehen? Nein, dieser Fernseher hat keine Repeat-Taste.</p>
<p>Verpasste Chance nennt man das.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>[Disclaimer: Ich sollte mehr schreiben, ohne es gleich zu veröffentlichen. Dann hätte ich nämlich diesen Text vom Juli 2008 auch schneller wiedergefunden als nur durch einen zufälligen, gelangweilten Klick in den "Dokumente"-Ordner]</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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