Posted on Mai 4, 2010

Songs for a burial

A Perfect Circle. Meine Offenbarungsband, als ich 17 Jahre alt war.

Posted on Nov 16, 2009

Posted on Jun 27, 2009

Ich in Retro.

Eurodance, Trance, 90erTechno und House sind wohl die schlimmsten Auswüchse, die die elektronische Musik jemals hervorgebracht hat.

Und dementsprechende Tanzlokale die schlimmsten Clubs, die die Jugendkultur jemals hervorgebracht hat.

Und ich in diesen Tanzlokalen die schlimmste aller Teeniephasen, die ein junges Mädchen in dem Alter haben kann.

Unglaublicher dabei die Tatsache, dass sich nahezu zeitgleich mein Musikgeschmack in zwei Richtungen entwickelte: Die oben beschriebenen und Rockmusik. Ich wandelte zwischen den Welten, immer verstoßen von der einen Seite durch das Liebäugeln mit der anderen. Ich hatte also zwei getrennte Freundeskreise.

Für die einen schmiss ich mich Cordhosen und Cordjacken und für die anderen in tussige Tops und “Hopperschuhe”, Creolen, blauen Lidschatten und schwarzgefärbte lange Haare. Pervers, aber ich stehe dazu. Das Ganze ging solange, bis ich meine depressive Phase hatte, weil ich der Meinung war, mich im Vollrausch Kellertreppen hinunterschmeißen zu müssen, mir den Fuß zu zersplittern und fortan weder mit der einen, noch der anderen Seite etwas unternehmen zu können. Kein Junge mehr da, den ich anhimmeln konnte und die Weiber wollten mich auch nicht. Ich trat dem Weltschmerzverein bei und schloss mich tagelang mit The Cure in mein Zimmer ein. Zum Ritzen fehlte mir der Mut.

Als ich wieder das Licht der Welt erblickte, fühlte ich mich wie neugeboren, hatte mein Abi in der Tasche, wusste mittlerweile, was Tool und NIN ist und konnte einen ordentlichen Haarschnitt vorweisen, für den mich die meisten im Jahr 2009 als heterosexuelles Mädchen einstufen würden, aber ich fand mich extrem punk cool.

Heute gehe ich zwar lieber ins Watergate, Schwuppenschuppen oder sonstige Ranzläden, weil Berlin keine anständigen Rockclubs vorweisen kann, ohne dass Indieteens da rumspringen, aber meine Liebe zu peinlicher Musik ist geblieben. Und das nicht, weil man sich nun zynischerweise dazu in peinliche Klamotten schmeißt und besoffen wie verschwitzt durch irgendwelche Trashpartys feudelt, sondern weil ich dazu sogar in meiner eigenen Wohnung tanzen kann. Einige meiner Leser mussten schon mitmachen. Ich mag diese Musik. (…. Strohballen ….)

Die 90er waren eine einzige musikalische Karikatur der 80er. Noch mehr Pop, noch mehr Trash, noch mehr peinliche Musikvideos, noch hässlichere Klamotten und Haarschnitte, die in BummBumm-Songs mit einer hässlich-überschminkten Sängerin und einem Quoten-Neger als Rapper gipfelten. Tut mir leid für die fehlende PC, aber nicht mehr als diskriminierend verhielten sich die Produzenten, solch eine krude Mischung zusammenzustellen. Der weiße Gegenpart waren East17. Die klangen genauso, sahen genauso aus, kamen aber ohne Weiblichkeit und Farbe im Gesicht aus.

Ein Kulturgut, das niemals in Vergessenheit geraten darf und nach einer Neuauflage verlangt.

Ich hab mir von verschiedenen Leuten sagen lassen, dass das Scala in Berlin alles von Maxx, Mr. President über ATB bis Paul van Dyk spielen soll, mit Klassikertruppen wie Nalin&Kane und Members of Mayday.  Auf einem separaten Floor natürlich, auf dem mehr getanzt wird als auf dem hippen Minimal- und Technofloor à la WMF.

Ich bin dabei. Wer kommt mit?

klingt ähnlich wie das

klingt ähnlich wie das

Da klirren die Boxen [Headbang]

Posted on Jun 24, 2009

Sascha Funke für Umme

Für alle, die gerade etwas Sonne im Herzen brauchen, auch wenn die gerade physikalisch alles versucht um bei uns denselben Effekt zu erzeugen, dann hab ich hier was für euch:

Sascha Funke live beim Sonar 2009, sein Mix davon bei Fairtilizer als Stream zum berauschenden Lauschen

Foto: basic_sounds (Creative Commons)

Posted on Mrz 18, 2009

Was Musik ausmacht

ist unter anderem, dass sie dich in bestimmten Lebensphasen prägt und begleitet. Dass sie eine Sprache findet für das, was mit dir und um dich herum passiert. Wenigstens für einen kurzen Moment das sichere Gefühl haben, man könne das Unerklärliche in seiner fast schon sarkastisch anmutenden diffusen Art, mit der es unser Dasein umspielt, festhalten und beobachten.

Dann ist es so, als ob du mit der Liebe auf einer saftig-bunten Sommerwiese Fangen spielst. Dann ist es so, als ob du mitten in der Ewigkeit stehst.

Es gibt nur wenige Bands, die das können, wozu Musik im Stande ist. Dazu gehören u.a. Broken Social Scene. Eine Band, die ich für meine Begriffe spät entdeckt habe. Nämlich vor etwa fünf Monaten. Aber wahrscheinlich gab es keinen besseren Zeitpunkt.

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