Posted on Apr 16, 2007

Camembert im Sandstrand.

Sind wir zu cool für diese Welt?
JA. Eindeutig. Trotz Praktikum und 40h-Woche: Raus aus dem Kaff, das sich Mittweida nennt und rein ins Leben. Großstadt. Spaß. Glückseligkeit. Und ganz viel Frischluft. Unser WE in Bildern:

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Am Freitag im Knaack mit Denise, Stefan, Anni, Katha und ein paar Berlinern. Hier singt die selbsternannte Gruppe Medienelite (kein Scherz) Nelly Furtado mit Maneater zur Karaokeshow mit 1,5h Wartezeit (auch kein Scherz). Eigentlich ein Rockschuppen.
Gefeiert bis 4, davor bei uns schon in der Hood. Goldi/Rum war noch übrig von der Einzugsparty. In der S-Bahn Penner, die die Obdachlosenzeitungen verkaufen wollen oder Instrumente spielende Migrantenmütter, die ihre Kinder fürs Geldeinsammeln vorschicken, nachgemacht. Danach einen AMAK vom letzten Herbst getroffen. Er wohnt wirklich am Hackeschen Markt. Die Sau.

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Am nächsten Tag ganz dekadent im Lustgarten auf der Museumsinsel gebruncht. Danach mit dem Stadtbus bis zum Zoo gebrettert, über den Palast der Republik philosophiert, vom Bus beinahe überfahren worden, das KaDeWe besucht (nur geguckt, nichts gekauft. O-ton Katha: “is ja wie Karstadt”). Am Abend war ich ja wie gesagt hier. Danach noch bei Katha in der neuen WG mit Chai gechillt.

dsc00541.JPG (Das hätte ihr Preis sein können, Frau Peikert)

Sonntag dann ebenfalls raus. Atmen. Dreckige Stadtluft. Smog. Geil. Oststrand an der East Side Gallery war leider zu. Dann halt in die nächste Strandbar. Ins YAAM. Abends kann man da nich weggehen. Kiffe und Reggae. Aber tagsüber supi.

Posted on Mrz 21, 2007

Auf der Suche nach der digitalen Bohème – Teil 1

Ich habe mich ja schon immer gefragt, wo die sind oder was die machen. Eins ist klar, der Latte-Verbrauch ist hoch und ein Macbook Pro zieht am Tag bestimmt nicht wenig Strom. So ein Moleskine-Notizbuch ist auch teuer und wenn man davon 20 Dinger im Jahr vollschreibt, sind das auch mindestens 300€. Und wenn man das alles in einem Waschsalon tut, bezahlste och glei ma mindestens 3€ für eene Trommel, wa? Obwohl hier in Ostkreuz haick dit och schon für een euro jesehen.

Jenug von dit berlinern hier un so, wa? weil icke bin ja noch nie so richti Berliner. Erst wenn de hier n paar Jahre lebst und den Duft vonne Stadt och jenuch inhaliert hast, dann kannste dich Berliner nennen. Und als Frau von de digitale Bohème darfst och glei jar nie so reden. Dit kommt extrem scheiße. Da musste imma schnieke unso und schön dit hochdeutsch jekloppt, vielleischt mit n bissl berliner akzent drinne, damit de och den jewissen ossi-sexy-charme hast. weil ne heiße braut biste ja sowieso, wenn de zu de dijitale bohähm jehörst.

So back to my roots. In F’Hain ist der Bohème-Faktor relativ hoch. Schon früh, wenn die ersten Cafes aufmachen, sieht man sie rumsitzen. Diese Mitzwanziger bis Enddreißiger, eine Mischung aus Penner und Stylomat, die Haare wild um den Kopf und im Gesicht, selbst gedrehte Kippe inna Schnauze und n Glas Rotwein neben dem Teller mit Rucola-Parmesan-Parma-Cherrytomaten Arrangement und Focacciabrot. Den Latte hätte ich beinahe vergessen. Was die machen, habe ich auch noch nicht so ganz herausgefunden, aber dazu ist ja dieser Blog da.
Auf jeden Fall reden sie ganz viel. Über den neuesten Seite 3 Artikel der Berliner Zeitung, die nächste Bloglesung, die avantgardistische Kunstgalerie im Pfefferberg und die letzte Party im Berghain. Ok so weit so gut…Hab ich erstmal die Schubladen verteilt. Startschuss ab jetzt. Mal sehen, ob ich mich, während ich auf der Suche bin, auch zur digitalen Bohème hin verändern kann. Quasi der Weg ist das Ziel und so Schwachsinn. Vielleicht kann ich sie leichter finden, in dem ich ihnen ähnlich werde. Auch ne Taktik.

Ausgangssituation ist folgende:

bild002.jpg Ja, das sieht doch schon mal gut aus. Unausgeschlafenes Gesicht, zottelige Haare, eine alte Mütze und die Zigarette. Protzfaktor: Das ist unser Balkon!!!

Teil 2

Teil 3

Fotocredit: schepop | CC-Lizenz: by-nc-sa2.0

Posted on Mrz 20, 2007

Wish you were here.

Hi Folks. Endlich finde ich die Zeit für meinen Begrüßungspost. An dieser Stelle seien erstmal alle in MW daheimgebliebenen und in ganz Deutschland und Europa und other fucking countries Verstreute gegrüßt. (die mich kennen und lieben, wohl gemerkt)

Erstmal: Unsere Wohnung ist fast fertig. Nur noch hier und da Schickimicki, Schönchen und dicke Hose. Heißt: stilvolles Einrichten. Farbliche Abstimmung. Einmal die Heiße-Frauen-Poster bei Seite gelegt und erwachsen sein. Der Flur ist ja auch noch da. Um umfassend zu berichten, fang ich am besten ganz von vorn an…

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Posted on Mrz 14, 2007

Lantzschi rennt.

Der “Hallo-erstmal-wir-sind-angekommen”-Post kommt später.

Heute hatte Lantzschi ein Vorstellungsgespräch beim Tagesspiegel. Für ein Praktikum in der Online-Redaktion. Das Lantzschi heute früh in all der Umzugshektik fast vergessen hätte. Lantzschi sucht sich den Weg mit S- und U-Bahn (und Bus) im Internet. Lantzschi läuft rechtzeitig los. Lantzschi steigt ein. Lantzschi steigt Potsdamer Platz aus. Lantzschi läuft Richtung Sony Center zur Bushaltestelle. Messengerbag unter den Arm geklemmt und MP3-Funktion im Handy. Für einen Latte Macchiato im to-go-Becher war leider keine Zeit mehr. Lantzschi sieht aus vielen Metern Entfernung, wie der Bus, in den sie einsteigen müsste, zur noch lange von ihr entfernten Haltestelle fährt. Lantzschi überlegt nicht lang. Sie fängt an zu rennen. Schneller. Schneller. Noch schneller. Bis sie einen 300m-Sprint über den gesamten Potsdamer Platz vollführt. Mit Messengerbag und MP3-Funktion. Alle Leute gucken komisch. Lantzschi erwischt den Bus noch. Lantzschi ist 6 Minuten später da. Eine halbe Stunde zu früh und nebenbei bemerkt fährt der Bus alle 5 Minuten.

Posted on Jan 29, 2007

Von der Skyline zum Bordstein zurück

Nach endlosen Wochen Mittweida Dunkeldeutschland, hab ich mich auch aufgrund eines Vorstellungsgespräches mal wieder in die große City gemacht. Da wunderte ich mich bereits am ersten Tag, wie ich innerhalb kurzer Zeit enorme Strecken zurücklegte und sich Menschen und soziales Umfeld komplett veränderten.

Route 1 (Freitag): [Mittweida - B/Schönefeld -] Potsdam (Vorstellungsgespräch) – Warschauer Straße (Treffpunkt) – Oranienburger Str. (Sushi) – Eastgate Marzahn (Blöd glotzen) – Biesdorf (Blöd glotzen 2) – Hönow (anhübschen) – Simon Dach-Straße (kein Parkplatz gefunden) – Mudd Club (Elektrorock-Party) – Rangsdorf (auf dem Weg Westberlin anglotzen)

Route 2 (Samstag): Rangsdorf – Hönow (essen) – Frankfurter Allee (in einer Bar zu viel trinken) – Marzahn (Geburtstag von Pimps) – Hönow

Route 3 (Sonntag): Hönow – Ahrensfelde (Käffschen) – über A10 und A13 back to Dunkeldeutschland (des Sturmes wegen etwas langsamer)

Anstrengend, aber gewohnt. Witzig dabei ist, dass man quasi mal nen Querschnitt durch gesamt Deutschland mitgemacht hat ^^
Für weitere Führungen durch Berlin und Tipps für ein schönes Wochenende bitte bei Letzin am Markt14 klingeln…