Posted on Dez 7, 2011

Queer-/Feministischer Aktivismus im Netz – Neufassung

Da ich morgen in Potsdam mal wieder einen Workshop zu queer-/feministischem Aktivismus im Netz gebe, habe ich mal den alten Post um hilfreiche Links ergänzt. Wie immer eine unvollständige Liste, die gerne in den Kommentaren dort ergänzt werden kann.

Bitte schaut euch auch in den Linklisten der verlinkten Seiten um, es gibt jede Menge zu entdecken und ich kann nicht alles abbilden.

Da es sehr schwierig ist, den Begriff Queer-/Feminismus so zu umreißen, ohne Ausschlüsse zu produzieren, aber gleichzeitig nicht anderweitigen Aktivismus zu deckeln/vereinnahmen/anzueignen/neulabeln, habe ich mich auf den Schwerpunkt Sex-Gender-Desire (und ein bisschen Körper) begrenzt. Natürlich ist alles intersektional zu betrachten, doch antirassistische Kämpfe (bspw.) sollten in meinen Augen als solche namentlich erkennbar bleiben – u.a. um die Protagonist_innen nicht als Feigenblätter zu handhaben – auch wenn queer-/feministischer Aktivismus mitunter weißseinskritische/antirassistische Ansätze (und andere Widerstandspraxen gegen Unterdrückung) fährt.

Da ich queer-/feministischen Aktivismus im Netz nicht als genuinen Netzaktivismus (mit eigenständigen Themen) begreife, sondern als Queer-/Feminismus mit dem Internet als Medium, dürft ihr gerne auch Links zu Politgruppen, regelmäßigen Aktionstagen, Magazinen, Demos, Wissensarchiven, Podcasts usw. in die Kommentare posten. Wir können gerne eine kleine Sammlung anlegen.

Posted on Nov 30, 2011

Posted on Nov 28, 2011

Workshop in Potsdam

Nächste Woche Donnerstag gebe ich im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie an der Uni Potsdam einen Workshop zu feministischem Aktivismus im Netz. (Mir war so, als hatte ich es eigentlich Queer-/Feministisch gelabelt, vielleicht wurde das im Nachhinein entfernt – also so queer, wie es mir möglich ist, wird es auf jeden Fall)

Der Workshop soll allen Teilnehmer_innen einen Überblick über Formen und Inhalte herrschaftskritischer Praxen im Internet geben. Gemeinsam wollen wir erkunden, wie sich queer-/feministischer Widerstand im Netz artikuliert, welche Chancen und Grenzen die vorgestellten Konzepte haben. Gleichzeitig bietet der Workshop die Möglichkeit, Tools kennen zu lernen, um an den vorgestellten Politikformen zu partizipieren: egal, ob selbst produzierend, still konsumierend oder nach Impulsen für eigene Politikformen außerhalb des Internets suchend. Der Workshop richtet sich an alle mit grundsätzlichem Interesse, ein bestimmter Wissensstand wird nicht vorausgesetzt.

Weiter im Programm. Event für Facebook-Freund_innen.

Posted on Okt 10, 2011

Fallstricke queer/feministischer Bündnispolitik

Für das Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung habe ich mich mit einem Text an der dort stattfindenden Online-Debatte beteiligt:

Feminismus wurde als Frauen- und Gleichstellungspolitik institutionalisiert, Gender Mainstreaming als Leitgedanke festgeschrieben und wer sich heute noch um einen anderen Blickwinkel bemühen will, stürzt sich auf Diversity Management. Es geht nicht mehr darum, Forderungen aufzustellen und widerständig zu sein, sondern sich in einem gesetzten gesellschaftspolitischen Rahmen um Verteilungen Gedanken zu machen.

Doch in Zeiten eines flexibilisierten und neoliberalen Geschlechterregimes[2], wirken die geschlechterpolitischen Institutionen wie behäbige Bürokratiemonster, die kaum mehr in der Lage sind, auf die sich ständig verändernden Bedürfnisse und Lebensbedingungen ihrer Zielgruppe reagieren zu können. Die Frage, wer Teil der Zielgruppe ist, bleibt dabei meistens ebenso unbeantwortet wie die Frage nach der Strategie.

Weiterlesen…

Posted on Feb 16, 2011