Was der Fonsi wohl gerade macht?

Ob er mit seinem Gehstock um den Tegernsee spaziert und Menschen auf Fahrrädern anpöbelt, weil die zu weit auf dem Fußweg fahren, auf dem er gerade läuft?

Man weiß es nicht. Keine komische Figur dieser Mann, bei dem ich mich stets ernsthaft frage, ob er bei seinem ständigen – oft mit Verlaub berechtigten – Gemecker über mediale Missstände es mal wirklich besser gemacht hat? Ob seine Schlusssätze, die zum Reden, Nachdenken, Ändern auffordern, ob diese Sätze von ihm wirklich den Willen zur Umsetzbarkeit implizieren, wenn man ihn denn mal ranlassen würde…

Und was ich mich auch frage, wie er seine Bigotterie vor sich selbst verteidigt und mit seinem “journalistischen” Gewissen vereinbaren kann. Und was passieren würde, würden wir mal so tun, als ob man ihn ernst nimmt und anfängt gegen ihn zu kampagnieren. Wenn man das möchte, dann kann man einfach diesen Post hier lesen: http://genelon.blogger.de/stories/1221671/ und weitergeben. Natürlich nur für die Leute, die blognerdig sind. Weil eigentlich ja irrelevant.

Jetzt noch der notwendige Disclaimer:
Meine kleine getreue Leserschaft hier weiß: Ich denke nicht gut über den Fonsi. Er findet mich auch doof.

Das Posting von geneleon bezieht sich auf diesen Post hier vom Fonsi. Darin geht es um die Aussage von MC Winkel, der Grace Jones als Schwarzes Loch bezeichnet. Fonsi wiederum findet das rassistisch. Den Anlass für die Aussage Winkels bezog sich damals auf den Start des Teilchenbeschleunigers LHC von CERN, vor dem viele Leute noch immer Angst haben. Dieser Teilchenbeschleuniger soll einen Urknall simulieren, um den Ursprung der Welt erstmals experimentell zu beweisen. Es könnte passieren, dass sich bei dem simulierten Urknall kleine schwarze Löcher bilden, die größer werden und dann die Erde verschlucken. Es könnte aber auch gar nichts passieren. Winkel hat sich dazu eigene Gedanken gemacht und diese in einen Meinungsmacherbeitrag für zoomer.de gepackt, der reichlich polarisiert hat. Verständlich bei dieser Aussage, die ich im übrigen mindestens für geschmacklos, sexistisch, aber nicht rassistisch halte. Ich arbeite für zoomer.de als Redakteurin.

geneleon hat beim Fonsi kommentiert und begründet, warum er Winkels Aussage nicht für rassistisch hält. Wurde vom Fonsi gelöscht. Mit einer Begründung, die für niemanden nachvollziehbar ist, weil wahrscheinlich niemand genelons Kommentar gelesen hat. Das hat genelon aufgeregt und er hat einen Screenshot seines Kommentars vor der Löschung gemacht, damit man das dann doch nochmal nachvollziehen und lesen kann. Diesen Screenshot hat er in seinem Posting verwurstet, das ich bereits oben verlinkt habe.

Ich bin kein Fan/Freund von MC Winkel, komme nicht aus Kiel, gebe selten meinen Vor- und Zunamen an, wenn ich kommentiere, es sei denn, ich kommentiere im Namen von zoomer.de, dann gebe ich ebenfalls meine Redaktionsmailaddy an und bin stets höflich, weil sich das so gehört. Ansonsten findet man mich eher wenig kommentierend auf deutschen Blogs, weil ich sie größtenteils nicht interessant finde. Falls ich da doch mal kommentiere, dann mit meinem PseudonymSpitznamen “Lantzschi”, der sich aus meinem Nachnamen ableitet, seit Babyalter zum Kosen und Knuddeln dient, mich dennoch als Privatperson eindeutig identifiziert, weil ich meine Blog-Url (wo man dann Impressum und Kontaktdaten findet) dazu angebe und eine gültige private Emailadresse.

Ich bin nicht der Meinung, dass ich mich als Privatblogger ständig mit meinem Arbeitgeber zu identifizieren habe und überall als Redakteurin Nadine Lantzsch auftreten muss, nur weil viele Menschen den Holtzbrinck-Verlag nicht mögen und deshalb meinen, sie hätten so mehr Gegenargumente bei einer Privatblogdiskussion gegen mich in der Hand.

Zur Verlagsgruppe gehören folgende u.a. Medien: Der Tagesspiegel, WirtschaftsWoche, Handelsblatt, Die Zeit, WatchBerlin, meinBerlin, Saarbrücker Zeitung, Südkurier, Main Post, Lausitzer Rundschau, Trierischer Volksfreund

und auch die VZ-Gruppe. Ich habe ein Profil bei StudiVZ (später dann zu MeinVZ umgezogen), allerdings nicht auf Drängen meines Arbeitgebers. Mein Profil auf MySpace darf ich trotz meiner Zugehörigkeit zum Holtzbrinck-Verlag behalten. Wer meine Profile auf beiden Portalen einsehen möchte, kann einfach nach meinem Vor- und Zunamen suchen und mir dann eine Freundschaftsanfrage schicken.

Die Axel Springer AG arbeitet nicht mit zoomer.de zusammen.

In Berlin scheint gerade die Sonne, ich putze gleich meine Wohnung. Später besuche ich Freunde. Es gibt keine Hinweise darauf, dass mein Leben gerade aus dem Ruder gerät. Ich schreibe diese Zeilen im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und fühle mich dazu in der Lage auch Ironie, Zynismus und Sarkasmus anzuwenden. An welchen Stellen diese zu finden sind, bin ich jetzt leider zu faul, denn ich möchte nun gern enden und eine Zigarette rauchen.

Den Anstoß zu diesem Post fand ich bei Malte.

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7 Antworten auf Was der Fonsi wohl gerade macht?

  1. @lantzschi sagt:

    inspiriert gebloggt und nun auf den fernsehturm in die sonne blickend: http://tinyurl.com/3vjfps

  2. Don Alphonso sagt:

    Ich sitze daheim in der bayerischen Provinz und schreibe an einem Beitrag über innerjüdische Kontroversen.

    Nach eine Reihe von ziemlich üblen Exzessen der besagten Person zur gleichen Thematik gegenüber einer Bekannten, die auch bei Blogger.de ist, bin ich zur Auffassung gelangt, dass ich mit so jemandem nicht debattiere, und ihm kein Forum gebe – deshalb habe ich auch Deinen unterstützenden Trackback gelöscht. Wenn einer, der anderen nachstalkt, auch mal argumentieren kann, zwingt er mich damit nicht, mich mit so jemandem auf eine Debatte einzulassen. Der Umstand, dass Verstand nicht einen Mangel an Charakter ausschliesst, ist mir durchaus bekannt.

    Nachdem Genelon die ganze Vorgeschichte kennt und weiss, dass er auf der Blogbar unerwünscht ist, hat er es exakt so entsprechend provoziert, der Autor einer von mir kritisierten Werbeagentur fordert auf, es weiterzuverbreiten, und die Mitarbeiterin von Zoomer hängt sich dran. Naja. Vielleicht schreibe ich das nächste Mal deutlichere Hinweise auf das Treiben so einer Figur rein. Vielleicht ist es mir aber auch egal, und ich grinse nur schief, wenn Zoomer und Adnation krepieren und Genelon sich andere zum Stalken sucht.

  3. lantzschi sagt:

    @don: so egal, dass du auch gleich auf der blogbar zurückschießen musst, hm? ;)

    @all: wer privat und beruf auf eine stufe stellt, geschweige denn differenzieren, einseitig argumentiert und in jedem seinen feind sieht außer in seinen “jubelpersern”, der bekommt hier trotzdem ein forum.

    auch wenn er vielleicht gar nicht an einer diskussion interessiert ist.

  4. Don Alphonso sagt:

    Da liegt eine Fehlinterpretation vor: Ich habe den fraglichen Beitrag einfach im Kontext “Holtzbrinck” nochmal verlinkt. Manchmal würde nachfragen helfen. (Aber wem sage ich das, und wozu.)

  5. Lamenta sagt:

    Der besagte Herr mit dem G am Anfang ist ein bekannter blogger.de-Stalker. Jeder Blogbetreiber hat das ausdrückliche Recht Kommentare dieses Herrn zu löschen (so wie man das auch generell hat). Das zu kritisieren ist dumm. Das hat nichts mit “journalistischer Sorgfaltspflicht” zu tun. Die Sorgfaltspflicht gebührt es eher solche beleidigenden/ belästigenden/ latent rassistischen Kommentare zu löschen und den Link zum entsprechenden Blog zu löschen, damit nicht mehr Individuuen zu Schaden kommen. An Don Alphonsos Entscheidung ist nichts auszusetzen. [Und auch wenn man die Vorgeschichte des Herrn G bei blogger.de nicht kennt, kann man seine Umtriebe auf seinem Blog gut erkennen. DAS ist Sorgfaltspflicht.]

  6. Lantzschi sagt:

    wer differenzieren kann, ist klar im vorteil!

    nämlich, dass meine oben beschriebene meinung weder die opfer des herrn g, herrn g, noch die meinung von fonsi zu herrn g tangiert.

    sondern mit einem völlig anderen problem. und wer sich die meinung von herrn g zum besagten winkeleintrag durchliest, wird feststellen (wenn er die größe besitzt), dass an dieser meinung nichts auszusetzen ist.

    objektiv betrachtet.

    ich lasse hier auch leute kommentieren, die mir nicht positiv gestimmt sind. es sei denn, sie trollen oder beleidigen. DAS ist die einzige sorgfaltspflicht, der ich nachkommen muss.

  7. Ach sag an. “Lamenta“. :D

    Liebe ‘Lamenta’,

    leider hast du nicht im Ansatz begriffen, was Sorgfaltspflicht bedeutet, noch viel weniger, wo ich eine Verletzung derselben sehe, aber du veranschaulichst glaubwürdig, dass der durchschnittliche Nurse-Fonsi ein ideologisierter, parteiischer Idiot ist.

    Sorgfaltspflicht heisst nicht, dass du glaubst, du hättest von irgendjemand ein konsistentes und vollständiges Bild, oh Hohlröhre. Was du von jemandem glaubst, ist publizistisch wertlos, kompletter bullshit, bis du anderen transparent machen kannst, warum du ihn für dies und jenes hältst. In manchen Fällen erfordert ein solches Bild eine Begründung, in anderen nicht. Bspw. dann, wenn du jemand für einen renitenten, parvenuhaften Flegel hältst, der sich gerne von feuchten Pflaumen mit geistigen Hohlladungen vertreten lässt, das ist reines Amusement.

    Wenn du ihm aber Korruptheit, Falschaussage, meinetwegen eine braune Gesinnung oder pädophile Tendenzen unterstellst und das nicht von Person zu Person ausmachst, sondern es öffentlich aushängst, ist die Sorgfaltspflicht der Garant dafür, dass du dich an ein paar Konventionen hältst, die dir aus gutem Grunde abverlangen, dich für andere nachvollziehbar zu äussern, und das ist: die Angabe von Gründen und Quellen, die auch für das Lesepublikum die Relevanzkriterien für “Stalker” oder “ambivalente Sicht auf Sex mit Minderjährigen” erfüllen – denn im Gegenfalle greift die Unschuldsvermutung, Gott sei’s gedankt. Fonsimaus scheint die Quelle zu kennen, aber er will es mir nicht sagen, womöglich legt er keinen Wert auf eine Unschuldsvermutung, wenn er jemand “eine ambivalente Sicht auf Sex mit Minderjährigen” nachsagt. Vielleicht war seine Quelle die Email eines feuchten Groupies und er kann sie jetzt nicht mehr finden, dumm gelaufen, aber ach Gott, das kommt überall mal vor. Aber wie üblich gilt auch hier: diejenigen, die am lautesten nach rechtsstaatlichen Prinzipien schreien und auf deren Einhaltung pochen, sind immer diejenigen, die diese Prinzipien am leichtesten brechen, sobald es ihnen Vorteile verschafft.

    Und freilich darf man Kommentare löschen! So oft und so viel man will! Auch das ist eine Form sehr unmittelbarer Kommunikation und an sich völlig schmerzfrei, aber bei Andeutung gewisser Unzweideutigkeiten kann das Löschen eines Kommentars oder eines Links eine Versäumnis der Sorgfaltspflicht sein; wenn man seinem Leser nicht die Möglichkeit stellt, sich von den Behauptungen selbst zu überzeugen. Darüber hinaus: weil man auf diese Weise nicht gerade viel Interesse daran beweist, dass sie es überhaupt tun. Und das mag von Vorteil für Lügner sein. Gerade in Fällen sehr starker Behauptungen.

    Stell dir vor, seit kurzem weiss ich von meiner Existenz als “bekannter blogger.de-Stalker”. Und obwohl ich mich wirklich anstrenge, mein Gedächtnis hilft mir nicht auf die Sprünge, ich warte deshalb immer noch darauf, dass mir irgendwer rekonstruiert, wem ich schon so alles nachgestellt habe, schon für die Nennung eines Falls wäre ich dankbar. In der Zwischenzeit bin ich dafür, schon mal ein Opferlazarett für die von mir Bestalkten zu errichten, wo die Geschädigten von ihren Erfahrungen berichten können.
    Auch will mir nicht so recht einfallen, wann ich feucht von geilen kleinen Mädchen geträumt habe. Das weiss unser schulmädchenhaft verwegenes Klostergör Yetused umso besser, nur will sie auch nicht so recht damit rausrücken. Vielleicht weiss sie es auch selber nicht, steht aber nicht gerne blöd da. Kann man nicht sagen. Im Zweifelsfall lautet ihre Aussage: ey, der Typ ist voll für Sex mit Minderjährigen, da gibt es nichts erst zu begründen, end of story! – Sie tut gut daran, Jura zu studieren.

    Aber wirklich, wirklich geil ist die – nicht zuletzt durch Kommentarlöschung herbeigeführte – Gleichschaltung, mit der dieses völlige Ausbleiben von Gründen unter den Anliegern der mittleren und unteren Misthaufenetagen stillschweigend zur Kenntnis genommen wird; bedenklich findet das offenbar keiner, großartig aufregend aber auch niemand. Von Fonsimausis Kaffeehausintellektuellen freilich kann man nichts erwarten. Diese byzantinischen Streifenhörnchen wuseln den Großteil des Tages so kleinlaut in den Kommentarstrukturen herum um den Preis des reinen Geduldetwerdens und Auchmalwasimspotlightsagendürfens, dass man ihnen jede Kompetenz im kritischen Prüfen anti-fonsischer Aktivitäten getrost absprechen kann; auf einer Hochzeit kann man nur tanzen.

    Aber die Laufkundschaft gibt sich ähnlich desinteressiert. Und deshalb musst du etwas mehr ausrichten, als irgendwelche “Umtriebe auf seinem Blog” aus der Handtasche zu quatschen, Haubentaucherchen Melissengeist, soviel Evidenz ist nämlich so aufregend wie ein Vakuum.
    Oder darüber nachdenken, ob deine Kriterien für “Stalker” hysterisch sind und bestenfalls dafür herhalten können, dass du selbst Kritik für einen versteckten Annäherungsversuch hältst. Das Phänomen ist nicht neu und nennt sich Übertragung. Fonsimaus leidet übrigens unter einer sehr ähnlichen Fadenkreuzparanoia. Er glaubt, alle Kritik auf seine Volksreden seien koordinierte, abgesprochene Großattacken böser Gegenspielerringe. Er glaubt, manche Leute hätten es auf ihn abgesehen und würden den ganzen Tag an ihn denken, weil er an sie denkt. Er ist ohnehin der Überzeugung, dass immer sehr viele Menschen in einem bestimmten Moment gerade an ihn denken.

    Und es bringt ihn ähnlich heftig wie dich aus der Fassung, wenn man ihm davon abweichende Auffassungen vorträgt.

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