Der 40-stündige unangekündigte (sic!) BVG-Streik des letzten Frei- und Samstages veranlasste mich dazu, meine gewohnte Strecke zur Arbeit, die nur aus BVG besteht (Bus, U-Bahn, Tram) nochmals zu überdenken. Ich schnappte mir also mein MiniRad, fuhr zum S-Bahnhof Landsberger Allee, ab in die Ringbahn bis Gesundbrunnen, von da zum Potsdamer Platz und von dort nochmals mit quietschgrünem MiniRad über den Potsi auf Arbeit. Das hört sich nach (sic!) an, war es aber gar nicht. Berlin von draußen. Ist ja sowieso selten. In Berlin läuft niemand, zumindest nicht Strecken ab 200m aufwärts. Das ist einerseits löblich für die Infrastruktur des ÖPNV, andererseits schlecht für die verwöhnten, urbanen Penner.
Lediglich störend an der Fahrrad-Action wäre da der Deutsche an sich. Nett wie ich bin, schleppte ich mein Rad in der S-Bahn extra ins Fahrradabteil, was eigentlich niemand explizit macht, so dass man also oft schon den dreckigen Reifen eines Tölpes an die frisch gewaschenen Jeans bekam. Nicht so ich. Vorbildlich. Leider interessierte das Niemanden, so dass ich mit Blicken fast aus der Bahn gemobbt wurde, nur weil ich mich mit meinem Radl in die S-Bahn gesellte und ganz devot an der Tür herumkroch. Angerempelt wurde ich auch. “Im Weg, du bist im Weg!”war die Gedankenblase einiger Passanten.
Naja, dafür hab ich mehr Fitness.
auja, in wien musst das einmal probieren. da gibts ja überhaupt nur gewisse uhrzeiten für das radl. also ab 19h bis 5h in der früh darf man damit in die bahn einsteigen. selbst dann wird man sehr sehr grantig begutachtet…
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