Wenn es etwas Schöneres gibt als Rauchen mit Freunden, dann will ich es auch.
Seit dem ersten Januar ist ja bekanntlich deutschlandweites Rauchverbot. Diskriminiert komme ich mir deswegen aber irgendwie nicht vor. Nun gut, einmal saß ich bis jetzt in einem Café und bestellte dreist einen Chai Latte und einen Aschenbecher. Selbst die Bardame merkte nicht gleich, was hier vor sich ging. Am Ende beließ ich es beim Chai Latte und war nicht einmal hibbelig.
Die Frage stellt sich mir jedoch so: Was ist mit Clubs? Was ist mit Gesellschaft? Gerade als Großstädter. In einer Bar, nach drei Caipirinha, da merkt man doch schon gar nicht, ob es jetzt eine Zigarette oder ein Silvesterböller ist, den man sich da ansteckt. Hauptsache Qualm und die geschmackliche Kompensation von Alkohol zur geistigen Befreiung von “Hach, bin ich schon betrunken? nee. oder?”
Das wird schwierig. Au weia. Ich werde es dieses WE testen. Eigentlich sollte ich mir keine Gedanken machen, Bußgelder werden für mich als Privatraucher erst im nächsten Sommer fällig. Das Ordnungsamt verhängt diese, arbeitet aber jeden Tag nur bis 22 Uhr. Die Polizei kann nix tun, da hat mal wieder die falsche Verwaltung die Fäden in der Hand. Ich liebe die Bürokratie.
Die deutschen Geister streiten sich über Nichtraucherschutz oder staatliche Umerziehung des Einzelnen. Solange ich mir solche militante Scheiße (danke an Nancy für den Hinweis) anhören muss, bin ich für zweiteres. Bis dahin eigentlich für mehr Toleranz auf beiden Seiten.
Und diese ganzen faschistoiden Nichtraucher werden sich noch wundern, wenn die Clubs bald zum Speien stinken, weil der Zigarettenrauch nichts mehr verdecken kann. Das ist zum Glück auch wissenschaftlich erwiesen. Und wir werden alle da stehen, im Schweiße unseres Angesichts und der Tage gedenken, die da hießen: Gleiches Recht für alle! Aber gut, da dem nicht so ist, verlange ich wenigstens eins: einen eigenständigen Tarifvertrag! Und bitte..
Also in den alternativen Berliner Clubs wird noch ordentlich geschmökert…heute musste ich wieder feststellen, dass ich keine Fliege im Auge hatte, sondern es das brennen der rauchigen Luft war. Mhh naja wär schon schön, wenn das irgendwann nich mehr is.
hey lantzschi, ich habe die neue raucher-”knigge” in den letzten 4 monaten schonmal in finnland erleben dürfen. auch für die finnen war die sache neu aber es funktionierte prima. für singles und freunde sozialer interaktion (offline) gibt’s sogar fogenden mehrwert: man trifft sich draußen vor der kneipe/club bzw. drinnen im offiziellen raucher-kabuff (intim von rauchschwaden umhüllt) und lernt schnell neue leute kennen (okay, kann auch nerven). mich als nichtraucher hat qualm noch nie gestört, aber ist er einmal weg, freut man sich, sein t-shirt am nächsten tag noch zum kaffee bei mutti tragen zu können.
hey axel,
ich durfte ja am we in den genuss kommen und muss zugeben. es hat mich nicht gestört. super toll. lediglich sollten die besitzer, wenn sie schon ein separée drinnen einrichten, dass doch bitte eine belüftung dazukommt. es war unerträglich und hat dazugeführt, dass ich trotz genügend alk bei 3 zigaretten am abend blieb. ansonsten kann ich nur sagen: alles eine frage der gewöhnung.
wo ich allerdings noch bedenken habe: cafés…
das ist zerstörung von kulturgut :D
..zerstörung von kulturgut…
in welchem land?
diesem hier?
@hagen: dein populismus hier tut niemandem gut ^^. immer dieses germany-gebashe. natürlich ist café-kultur auch ein stück weit deutsche kultur geworden. oder lebst du auf dem lande? hihi.