Warum haben Lesben kurze Haare?
by lantzschi
Ich greife diese Frage, die per Google auf medienelite.de geführt hat, gerne auf, um die nächsten Googler zu befriedigen.
Genau das habe ich mich auch schon öfter gefragt. Um Diskriminierungen vorzubeugen, mache ich jetzt keine Bilder rein, jeder kann sichs ja vorstellen…
Es gibt bekanntlich viele Theorien für Menschen, die sich Homosexuelle schimpfen. Um zu das Kurzhaarproblem näher zu erläutern, muss ich mal kurz weiter ausholen:
Also wer ist Schuld, dass man homo ist?
1. Das soziale & gesellschaftliche Umfeld – macht dich zum grauenhaften Anderen.
2. Gendefekt – An deinen Geschlechtschromosomen (wahlweise XX oder XY) stimmt was nicht. Erblich bedingt ist hier nicht das Entscheidene, sondern eher eine Mutation, die einen bestimmten Prozentsatz der Bevölkerung (während der Zusammenstellung der DNS) “befällt”.
3. Jeder Mensch ist als Bisexueller geboren worden, aufgrund gesellschaftlicher Dogmen wird man dann meistens hetero. Die Aufsässigen entscheiden sich für das andere.
4. Komm ich heut nich, komm ich morgen – Du entscheidest dich je nach sexueller Vorgeschichte für das andere Ufer. “Och ich hatte mit Männern immer nur Pech. Dann steh ich jetzt halt auf Frauen.” (Bei Männern ist diese Theorie bisher leider selten bestätigt worden)
5. Todkrank – Homosexualität ist eine verteufelte Seuche. Das Ungleichgewicht der göttlichen Vorhersehung. Der Fehler in der Matrix. Rosemaries Baby.
6. Emotional bedingte BiAnderssexualität – Du stehst nicht auf das Geschlecht, sondern auf den Menschen. Egal ob Mann oder Frau, die Chemie muss stimmen. Vom BIsein grenzt du dich aber demonstrativ ab.
7. Zuviel abbekommen – Während der Schwangerschaft hat Mutti entweder zuviel Testosteron oder zuviel Östrogen auf dich losgelassen. Arme Sau du.
So, soweit so gut. Was nehmen wir denn jetz? Eeene meene muh…
Um auf die o.g. Frage zurückzukommen, muss man sich beim Kurzhaarproblem zwischen Theorie 1 und 7 entscheiden. Für die meisten liegt es klar auf der Hand: Lesben haben ein Testosteronproblem – sehen aus wie Männer und reden auch so, untersetzte Statur, dunkle Stimme, spielen Fuß- oder Handball.
Fragt man sie selbst, kommt nicht selten Theorie 1 (es sei denn, man wird nicht vorher schon vollgepöbelt mit: Ich hau dir auf die Fresse!): Ein schon früh ausgeprägter Männerhass aus unterschiedlichen Ursachen. Um nicht von Ihnen angegrabscht, angesprochen oder sonst irgendwie ins männliche Raster zu fallen, verändern sie ihr Aussehen so wie es Männer garantiert nicht wollen.
So. Hmm. Ich hab nie verstanden, wie man das sein kann, was man doch am meisten hasst. Ich bin ganz strikt für Theorie 2. Erklären kann ich das nicht. Aber die anderen Theorien könnte ich noch weniger erläutern. Vielleicht ist Theorie 2 auch die sozial Verträglichste. Klärt widerum das Kurzhaarproblem nicht. Frag mich mal bitte etwas leichteres, lieber Googler.
Vielleicht haben die Kurzhaarigen ja doch recht mit ihrer eigenen Theorie. Vielleicht ist es aber doch etwas anderes. Vielleicht ist die Haarlänge auch gar nicht von Relevanz!?
In der Stereotütensuppe der Heterowelt läuft man schnell Gefahr in der Masse unterzugehen. Deswegen bin ganz froh über mein erblich bedingtes “Spielfeld”. Lange Haare retten dich schließlich auch nicht vor dem Schema F.

