Ich habe mich ja schon immer gefragt, wo die sind oder was die machen. Eins ist klar, der Latte-Verbrauch ist hoch und ein Macbook Pro zieht am Tag bestimmt nicht wenig Strom. So ein Moleskine-Notizbuch ist auch teuer und wenn man davon 20 Dinger im Jahr vollschreibt, sind das auch mindestens 300€. Und wenn man das alles in einem Waschsalon tut, bezahlste och glei ma mindestens 3€ für eene Trommel, wa? Obwohl hier in Ostkreuz haick dit och schon für een euro jesehen.
Jenug von dit berlinern hier un so, wa? weil icke bin ja noch nie so richti Berliner. Erst wenn de hier n paar Jahre lebst und den Duft vonne Stadt och jenuch inhaliert hast, dann kannste dich Berliner nennen. Und als Frau von de digitale Bohème darfst och glei jar nie so reden. Dit kommt extrem scheiße. Da musste imma schnieke unso und schön dit hochdeutsch jekloppt, vielleischt mit n bissl berliner akzent drinne, damit de och den jewissen ossi-sexy-charme hast. weil ne heiße braut biste ja sowieso, wenn de zu de dijitale bohähm jehörst.
So back to my roots. In F’Hain ist der Bohème-Faktor relativ hoch. Schon früh, wenn die ersten Cafes aufmachen, sieht man sie rumsitzen. Diese Mitzwanziger bis Enddreißiger, eine Mischung aus Penner und Stylomat, die Haare wild um den Kopf und im Gesicht, selbst gedrehte Kippe inna Schnauze und n Glas Rotwein neben dem Teller mit Rucola-Parmesan-Parma-Cherrytomaten Arrangement und Focacciabrot. Den Latte hätte ich beinahe vergessen. Was die machen, habe ich auch noch nicht so ganz herausgefunden, aber dazu ist ja dieser Blog da.
Auf jeden Fall reden sie ganz viel. Über den neuesten Seite 3 Artikel der Berliner Zeitung, die nächste Bloglesung, die avantgardistische Kunstgalerie im Pfefferberg und die letzte Party im Berghain. Ok so weit so gut…Hab ich erstmal die Schubladen verteilt. Startschuss ab jetzt. Mal sehen, ob ich mich, während ich auf der Suche bin, auch zur digitalen Bohème hin verändern kann. Quasi der Weg ist das Ziel und so Schwachsinn. Vielleicht kann ich sie leichter finden, in dem ich ihnen ähnlich werde. Auch ne Taktik.
Ausgangssituation ist folgende:
Ja, das sieht doch schon mal gut aus. Unausgeschlafenes Gesicht, zottelige Haare, eine alte Mütze und die Zigarette. Protzfaktor: Das ist unser Balkon!!!
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Fotocredit: schepop | CC-Lizenz: by-nc-sa2.0
[...] meine Sätze nicht ständig mit “ich habe mich [passendes Adverb einsetzen] gefragt” beginnen will, weil dann meine Leser denken, ich verwandele mich zu einem Fragezeichen und stelle alles in [...]
[...] Lang lang ist es her. Ich hab es nicht vergessen, ich musste mich nur erstmal in Ruhe umsehen. [...]
[...] Teil 1 Teil 2 Veröffentlicht von lantzschi Abgelegt unter Entsaftet, Metropolis [...]
[...] meins.Der letzte Teil dieser entscheidenden Serie? [...]