Wir zwei haben uns oft darüber unterhalten. Im ICQ. Während den NOVUM-Arbeitszeiten. Während den NOVUM-Arbeitszeiten im ICQ. Während den NOVUM-Arbeitszeiten auf der Haus 4 Bank. Oder bei uns in der Rainbow-WG auf der Couch, bei nem Bier oder nem Tee. Oder wenn wir mal wieder vorzeitig aus der aktuellen Pokerrunde ausgeschieden sind. Immer lässig die Zigarette im Mund wie James Dean und dabei sprudelte das gefährliche Halbwissen aus uns wie der Vesuv über Pompeji. Die Gratwanderung zwischen Genialität und Fake-Faktor. Zwischen Individualismus, Pubertät und dem Cappuccino-Löffel sprachen wir über Niggemeier. Oder DonAlphonso…
Ich mag keine arroganten Menschen wie ihn. Dieses Blog finde ich völlig sinnfreie, unwichtige Grütze. Das geht noch, aber nur um mich darüber lustig zu machen, weil die Schreibe des Hauptautors den Alphonsohuren so schön zwischen die Beine passt. (huups, wieder mal ein bisschen zu alphonso heute?)
Was sind diese Menschen denn? Sind sie elitär, weil sie eine Journalistenschule besuchen durften? Ja. Ist ihre Meinung wichtig, weil sie für angesehene Tageszeitungen schreiben? Nein.
Ist Springer doof? Kann ich nicht behaupten. Ich wage aber zu behaupten, dass dieser Laden allein dafür zuständig ist, dass in Deutschland auch unter dem gemeinen Pöbel überhaupt über Medien diskutiert wird.
Ha, in unseren Vorlesungen reden wir über den Einfluss von eigener Medienkompetenz auf das Verhalten in Bezug auf den Massenmedienkonsum. Vielen scheint das zu fehlen, sonst würden so viele die BILD nicht lesen. Aber hey, this is how it goes.
Anstatt das Problem beim Schopfe zu packen und genau da anzusetzen, bilden sich diese Deppen im Ernst ein, sie könnten als Miesepeter irgendwas bewirken. Bei so viel negativem Output dieser zwei “Topblogger” wird man doch nur irgendwann resistent gegen das, was sie schreiben. Das ist dasselbe wie die ewigen Kriegs- und Blutbilder aus dem Nahen Osten. Ok, der Vergleich ist krass. Aber so weiß jeder, was ich meine.
Ich bin enttäuscht, das sollen also die Meinungsbilder für die medieninteressierte Schicht sein? Sicher wollen sie das gar nicht, aber so ist es doch, wenn man die Kommentare liest. Ungerechtfertigterweise werden sie zu Opinion Leaders statuiert, ohne die man sich in der Medienwelt gar nicht mehr zu recht findet. Oh mein Gott, ich lese die Welt!!! buuuh. Geh in die Ecke du böser böser Mensch.
Ich hab jedenfalls keine Lust mich in irgendeine “sozialeErwünschtheitsManchette” drücken zu lassen, die diese zwei aufgebaut haben. Vielleicht überschätze ich auch die Wirkungen von Blogs. Man sollte diese als zukünftiger Medienmacher und -nutzer auf keinen Fall unterschätzen.
Es muss immer den Teufel geben, damit Gott Niggemeier/Alphonso seine Berechtigung hat. Irgendwer ist doch immer der Buhmann. Ob es jetzt die Werbefuzzis sind, die PR-Huren oder Springer oder Spiegel oder Stern oder Angela Merkel. Gähn. Bring some new shit, I can talk about, man. Your Agenda-Setting is very upsetting me.
Viralmarketing, vor 1-2 Jahren noch der letzte Schrei ist jetzt doof wie Atze, weil man z.B. bei Horst Schlämmer schon zu zeitig herausgefunden hat, das Hape Kerkeling dahinter steckt. Ui. Was ne Scheiße. Der verkauft sich für VW. Und was kommen die überhaupt auf die Idee och nen Blog zu machen? Alles PR-Kacke. Und VW ist auch blöd. So. Alle doof, außer Mutti.
Manchmal bringen sie auch Themen mit Absicht ans Tageslicht oder posten oder bla, damit sie sich mal wieder als die Investigativhelden krönen können. Agenda-Building nennt man das dann.
Komm schon, StudiVZ is noch längst nicht ausgelutscht. Und dann schiebste noch schnell Holtzbrinck den Dolch in den Rücken. Bissl Namedropping kommt immer gut. Vielleicht demnächst den Stern auch als “rechtsreaktionäres Drecksblatt” bezeichnen? Mit email an stern@guj.de, die du dann veröffentlichst? Mach schon. Ich will das lesen.
Immernoch nicht überzeugt?? Dann bitte bei Denise überzeugen. Das Beste, was ich in der ganzen Mittweidosphere je gelesen habe (Abgesehen von Medienelite. Versteht sich.) und Anlass für diesen Post.
irgendwie komisch. in der regelmäßigkeit wie du dich hier über donalponso aufregst, könnte man dich eher als fan von ihm bezeichnen und nicht als gegner.
das donalphonso (die _kunstfigur_ donalphonso) nicht umbedingt everybodys darling ist, dürfte offensichtlich sein – dennoch scheint die welt genau solche “typen” zu brauchen. typen, die für diskurs sorgen und die leute dazu bringen nicht nur gegenseitig ihre eier zu schaukeln. den erfolg dessen, was solche “typen” machen, sieht man nicht zuletzt an postings wie deinem oder dem von denise.
das problem ist ja nicht mal der diskurs. der ist gut und soll auch sein.
an diesem diskurs stört mich nur die permanente einseitigkeit und manchmal völlig aus dem kontext herausgerissene sichtweise. alphonso hat selbst gesagt (bin jetzt zu faul den link zu suchen, aber wenn du willst, dann tu ich das gern), dass gegen ihn gerichtete kommentare generell schon vor dem erscheinen auf blogbar kickt…ich denke nicht, dass man solch ein verhalten als diskurs bezeichnen kann.
klar sind diese ganzen geschichten subjektiv. dazu ist das blog auch da, wie ich finde. aber wenn man schon solch eine aufmerksamkeit wie diese beiden besitzt, dann ist schon ziemlich arm sich selbst als investigativ zu betiteln und dann in nur eine richtung zu recherchieren bzw. zu schreiben.
diese aufmerksamkeit & ansehen bringt es mit sich, dass viele leute diesem mist glauben schenken und nicht selbst mal urteilen. es kommt immer nur “ja seh ich genauso.” “gut dass du das endlich mal angesprochen hast” blablabla. Dabei ist es reinstes Agenda-Building, wie ich schon geschrieben habe. das ist einerseits gut, denn dann würden die themen manchmal nie ans tageslicht kommen, oftmals schlecht weil es so derb konstruiert und gewollt ist. aufgrund persönlicher eitelkeiten. und medienleute sind eitel.
zu dem mit dem eierschaukeln. is richtig. aber war schon immer so und gerade die anprangerer sind selbst die größten eierschaukler. und das geht mir auf den sack.
ich weiß nicht, ob man unsere aufmerksamkeit auf niggemeier und co mit “erfolg” bezeichnen kann. als erfolg kann man es für uns bezeichnen, dass niggemeier sich persönlich bei denise äußert.
ich nehm an du meinst das nz-interview (http://www.netzeitung.de/feuilleton/39fragen/523082.html)
also was auf großen blogs in den kommentaren abläuft ist in der mehrzahl der fälle weniger diskurs als dummes geschwätz – wenn er das löschen möchte, kann und soll er das tun. mir wird dadurch nur das lesen des relevanten erleichtert. aber darum ging es mir bei meinem kommentar auch garnicht.
mit “diskurs” meinte ich das, was sich ausserhalb seines blogs abspielt, wenn er über etwas schreibt (sei es scheinbar noch so banal). manche leute werden ja beinahe hysterisch, wenn sie sich darüber aufregen, wie donalphonso auf rebellenmarkt über autos, möbel oder sonstwas schreibt. an der tatsache, dass sie immerwieder auf seine seite gehen ändert das aber nichts. dazu kommt, dass es zig interviews gibt, in denen der herr betont, dass es sich bei “DonAlphonso” um eine kunstfigur handelt, die nunmal dazu da ist um zu polarisieren. wie gut das bei den leuten ankommt, zeigt die popularität der kunstfigur. mit journalismus wie er in zeitungen stattfinden sollte hat das übrigens ziemlich wenig zutun – sollte man mit begriffen wie “investigativ” sehr vorsichtig umgehen, wenn man sie im kontext von weblogs nennt.
“dass es sich bei “DonAlphonso†um eine kunstfigur handelt, die nunmal dazu da ist um zu polarisieren. wie gut das bei den leuten ankommt, zeigt die popularität der kunstfigur.”
müsste ja bedeuten, dass die BILD auch bei den leuten gut ankommt, denn dann müsste jede polarisierende sache oder person “gut ankommen”, obwohl sie polarisiert!?!. diese argumentation finde ich völligen käse.
klar polarisiert er um des polarisierens willen. genau diesen fakt find ich ehrlich gesagt scheiße. deswegen find ich ihn als donalphonso auch scheiße. wenn er sich immer neben eine gescheiterte idee stellt, hämisch lacht, nochmal zutritt und sagt “ich habs ja schon immer gewusst” und auch kein anderes vorgehen auf seinem blog kennt…dann ist das einseitig. aber ich wiederhol mich ja.
investigativ ist journalistisch geprägt. huuuh. im grunde genommen machen die beiden doch nichts anderes als die eigentliche bedeutung des wortes. ganz so krümelkacken muss man jetzt nicht.
ich will mich in dieser diskussion hier auch nicht nur unbedingt auf eine person einschießen. aber es findet nicht wirklich ein diskurs statt bei ihm, weil er meistens nur denkmäler bepissen geht, wenn er sich außerhalb von blogbar und rebellmarkt aufhält. arroganz in meinen augen. oder hat er sich schon mal reflektierend geäußert!?! hat er seine unschönen aussagen ggü. springer reflektiert?
er sitzt den ganzen tag vor seinem notebook und versucht die nächste pleite aufzudecken und schönauf unterstem niveau breitzutreten und zu diffamieren. wie BILD.
schönes neues altes ausgelutschtes…
mal wieder studiVZ
und alle springen auf. 123 comments zum jetzigen zeitpunkt. das meiste sinnfrei.
kritiken kommentiert mit “du pfeife” oder gar nicht.
das gros der schreiber studiVZ-registrierte, die sich über studiVZ beschweren. juhu.
ha, wie ich das mit studivz auch gerade anbringen wollte. ich sollte bedeutend früher aufstehen. ;)
themen verfolgen: schön und gut. wie ein pawlowscher hund drauf anspringen, sobald auch nur das kleinste passiert: arm. don hat ein studivz account, die kunstfigur der kunstfigur. :)
don alphonso sollte sich nicht mit der läppischen ausrede, ich bin eine kunstfigur, vor der verantwortung drücken. wieviele arme seelen lesen rebellmarkt oder blogbar und nehmen diese polarisierenden (halb)wahrheiten hin als unumwerfbar, ohne darüber groß nachzudenken?
und die, die sich in die diskussion einklinken, loben wie schon gesagt nur oder spielen trittbrettfahrer. der weiß doch, wie beliebt und viel gelesen er ist. und in seiner zeitung da würde er auch nicht so einseitige berichterstattung einzug halten lassen. wegen der journalistischen verantwortung. da misst er mit viel zu unterschiedlichen maßstäben, wenn er wirklich sagt: hey, kunstfigur, ihr könnt mich alle mal, ich mach jetzt hier was ich will. feige. und abstrus, gleichzeitig über die medienwelt die weisheiten des heiligen gral des journalismus ausgießen zu wollen, den er gehoben zu haben scheint.
“oh mein gott, killerspiele machen die menschen zu mördern.”
“oh mein gott, seit es p2p gibt, geht die musikindustrie bankrott und die armen musikmanager müssen bald alle hunger leiden.”
“oh mein gott, pornos machen vergewaltiger.”
“oh mein gott, wir brauchen mehr videoüberwachung wegen der terrorgefahr!”
so ähnlich hört sich das für mich gerade an. so naiv seid ihr doch nicht.
um das ganze jetzt trotzdem mal etwas abzukürzen und zu nem ende zu bringen: wer mit dem was er schreibt zurecht kommt, soll es lesen und sein spaß daran haben. wer seinen text bzw. stil nicht mit seinen inneren überzeugungen vereinen kann, soll es einfach sein lassen :) offenbar gibt es genug leute, die das nämlich können.
komisch wie du auf die idee kommst unsere argumentation als naiv zu bezeichnen. beinahe schon frech :)
btw würde ich mich NIEMALS zu solchen aussagen hinreißen lassen, weil die nicht mal annäherungsweise idealistisch, sondern einfach nur dumm sind. da kann ich mich gleich vor nen castor transporter hocken.
da du in deinen ausführungen bemüht bist, dich auf der anderen seite zu positionieren und hier zwei unvereinbare ansichten aufeinanderprallen (btw eine diskussion nicht zustande kommt, weil du nicht auf das eigentlich geschriebene eingehst) hat das ganze auch nicht wirklich viel zweck. da stimm ich dir zu.